Barry Tallackson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Barry Tallackson

Geburtsdatum 14. April 1983
Geburtsort Grafton, North Dakota, USA
Größe 196 cm
Gewicht 95 kg

Position Rechter Flügel
Schusshand Rechts

Draft

NHL Entry Draft 2002, 2. Runde, 53. Position
New Jersey Devils

Karrierestationen

1999–2001 USA Hockey National Team Development Program
2001–2005 University of Minnesota
2005–2006 Albany River Rats
2006–2009 Lowell Devils
2009–2010 Peoria Rivermen
2010–2011 Augsburger Panther
2011–2017 Eisbären Berlin
2017–2018 Ōji Eagles

Barry T. Tallackson (* 14. April 1983 in Grafton, North Dakota) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 2001 und 2018 unter anderem 402 Spiele für die Augsburger Panther und Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf der Position des rechten Flügelstürmers bestritten hat. Mit den Eisbären Berlin gewann Tallackson in den Jahren 2012 und 2013 die Deutsche Meisterschaft. Darüber hinaus absolvierte er weitere 315 Partien in der American Hockey League (AHL) und stand in 20 Begegnungen für die New Jersey Devils in der National Hockey League (NHL) auf dem Eis.

Tallackson begann seine Karriere als Eishockeyspieler beim USA Hockey National Team Development Program, für das er von 1999 bis 2001 jeweils ein Jahr lang in den Juniorenligen North American Hockey League (NAHL) und United States Hockey League (USHL) aktiv war. Anschließend besuchte er vier Jahre lang die University of Minnesota, für deren Eishockeymannschaft er parallel spielte. Mit dieser gewann er in den Jahren 2002 und 2003 jeweils die nationale Collegemeisterschaft der National Collegiate Athletic Association (NCAA) sowie in den Jahren 2003 und 2004 jeweils die Meisterschaft der Western Collegiate Hockey Association (WCHA) in Form der Broadmoor Trophy. In seiner Zeit als Universitätsspieler wurde er im NHL Entry Draft 2002 in der zweiten Runde als insgesamt 53. Spieler von den New Jersey Devils aus der National Hockey League (NHL) ausgewählt. Gegen Ende der Saison 2004/05 gab der Flügelspieler für New Jerseys Farmteam, die Albany River Rats, aus der American Hockey League (AHL) sein Debüt im professionellen Eishockey. Dabei erzielte er in vier Spielen ein Tor und eine Vorlage.

Von 2005 bis 2009 kam Tallackson in jeder Spielzeit für die New Jersey Devils in der NHL zum Einsatz, in der er jedoch nur sporadisch eingesetzt wurde. Insgesamt erzielte er in 20 Spielen ein Tor und eine Vorlage. Die restliche Zeit verbrachte er bei deren Farmteams Albany River Rats und Lowell Devils in der AHL. Nachdem er die Spielzeit 2009/10 ausschließlich beim AHL-Team der Peoria Rivermen verbracht hatte, erhielt er für die folgende Spielzeit einen Vertrag bei den Augsburger Panthern in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).[1] In seiner ersten DEL-Saison 2010/11 war er nicht nur einer der punktbesten Spieler der Panther, sondern bildete zusammen mit seinem Sturmpartner Darin Olver auch eines der besten Angriffsduos der Liga. So reichten Tallacksons 55 Scorerpunkte zum vierten Platz in der Scorerwertung der Hauptrunde und mit 29 Toren war er sogar hinter Michael Wolf der zweitbeste Torschütze der Saison.[2]

Zur folgenden Spielzeit 2011/12 wechselten das erfolgreiche Augsburger Sturmduo zum amtierenden Deutschen Meister Eisbären Berlin.[3] In seiner ersten Spielzeit für den Hauptstadtklub konnte er nicht nur mit diesem die Meisterschaft verteidigen, sondern war hinter Olver auch zweitbester Scorer seines Teams. In den Playoffs war der US-Amerikaner mit 17 Punkten sogar wertvollster Spieler und konnte sich auch in den beiden entscheidenden Spielen gegen die Adler Mannheim in die Torschützenliste eintragen.[4][5] Auch in der Folgesaison 2012/13 konnte Tallackson als drittbester Scorer der Mannschaft hinter André Rankel und T. J. Mulock seinen Beitrag zum erneuten Meisterschaftsgewinn der Berliner leisten. Noch weitere vier Spielzeiten lief er für die Eisbären auf, in denen er unter anderem in der Saison 2013/14 mit 18 Toren bester Torschütze seiner Mannschaft in der Hauptrunde war und in der Spielzeit 2015/16 hinter Olver zweitbester Scorer der Berliner war. Zur Saison 2016/17, in der Tallackson erstmals beim Hauptstadtverein nicht mit Olver in einer Angriffsreihe spielte, erreichte er nicht mehr die Punktzahlen der vorangegangenen Spielzeiten.[6][7]

Im Sommer 2017 wurde nach 375 Spielen für Berlin sein noch laufender Vertrag aufgelöst und Tallackson wechselte zur japanischen Mannschaft Ōji Eagles, die am Spielbetrieb der Asia League Ice Hockey (ALIH) teilnahm.[8] Nach der Spielzeit 2017/18 beendete der 35-Jährige seine aktive Laufbahn.

Für die USA nahm Tallackson im Juniorenbereich an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2001 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2003 teil. Ebenso lief er bei der World U-17 Hockey Challenge 2000 auf. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte er im Rahmen des Deutschland Cups 2011.

Erfolge und Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2001/02 University of Minnesota NCAA 44 13 10 23 44
2002/03 University of Minnesota NCAA 32 9 14 23 18
2003/04 University of Minnesota NCAA 44 10 15 25 46
2004/05 University of Minnesota NCAA 35 11 8 19 52
2004/05 Albany River Rats AHL 4 1 1 2 0
2005/06 Albany River Rats AHL 60 14 23 37 62
2005/06 New Jersey Devils NHL 10 1 1 2 2
2006/07 Lowell Devils AHL 58 10 24 34 33
2006/07 New Jersey Devils NHL 3 0 0 0 0
2007/08 Lowell Devils AHL 63 22 23 45 54
2007/08 New Jersey Devils NHL 3 0 0 0 0
2008/09 Lowell Devils AHL 56 11 10 21 29
2008/09 New Jersey Devils NHL 4 0 0 0 0
2009/10 Peoria Rivermen AHL 74 19 8 27 34
2010/11 Augsburger Panther DEL 51 29 26 55 46
2011/12 Eisbären Berlin DEL 52 22 18 40 46 13 7 10 17 14
2012/13 Eisbären Berlin DEL 52 12 27 39 75 13 3 4 7 37
2013/14 Eisbären Berlin DEL 50 18 22 40 46 3 0 0 0 2
2014/15 Eisbären Berlin DEL 51 11 19 30 85 3 0 1 1 0
2015/16 Eisbären Berlin DEL 52 16 22 38 36 7 0 0 0 2
2016/17 Eisbären Berlin DEL 51 2 8 10 32 4 1 0 1 2
2017/18 Ōji Eagles ALIH 28 5 12 17 24 12 3 1 4 2
NCAA gesamt 155 43 47 90 160
AHL gesamt 315 77 89 166 212
NHL gesamt 20 1 1 2 2
DEL gesamt 359 110 142 252 366 43 11 15 26 57

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2000 USA U17-WHC 4. Platz 6 0 1 1
2001 USA U18-WM 6. Platz 6 2 3 5 2
2003 USA U20-WM 4. Platz 7 3 0 3 2
Junioren gesamt 19 5 4 9 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Commons: Barry Tallackson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Panther melden Neuzugang: Barry Tallackson kommt, Augsburger Allgemeine, 17. Juli 2010, abgerufen am 31. Oktober 2017
  2. DEL 2010/11 - Topscorer, Eliteprospects.com, abgerufen am 31. Oktober 2017
  3. Die Eisbären verstärken sich mit Olver und Tallackson, Berliner Zeitung, 3. Mai 2011, abgerufen am 31. Oktober 2017
  4. Berlin dreht dramatisches viertes Finalspiel, Der Spiegel, 22. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2017
  5. Eisbären Berlin holen die Meisterschaft, Der Spiegel, 24. April 2012, abgerufen am 31. Oktober 2017
  6. Die getrennten Zwillinge der Eisbären, Berliner Morgenpost, 9. Dezember 2016, abgerufen am 31. Oktober 2017
  7. Eisbären-Fans wollen Tallackson und Busch nicht mehr sehen, B.Z., 13. Januar 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017
  8. Barry Tallackson nach Japan, B.Z., 7. August 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017