Basislinie (Geodäsie)

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Basislinie WalperswilSugiez, Endpunkt Sugiez, Schweiz

Als Basis- oder Grundlinie wird in der Geodäsie und anderen Bereichen der Technik eine genau gemessene Strecke bezeichnet, von der aus die Position anderer Punkte durch Winkelmessung bestimmt werden kann.

Bei der optischen Distanzmessung – z. B. mit einem Scherenfernrohr oder bei nautischen bzw. militärischen Ortungen – ist es die einige Dezimeter lange „Basis“, auf deren Endpunkten der parallaktische Winkel zum Zielpunkt gemessen wird.

Vermessungswesen

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In der Geodäsie und Photogrammetrie stellt die „Basis“ im Regelfall die Seite eines Dreiecks oder die gemeinsame Seite vieler Dreiecke dar, die – mit hoher Präzision gemessen – einem ganzen Vermessungsnetz seinen geometrischen Maßstab gibt. Spezielle Ausprägungen dieser Vorgangsweise sind:

  1. die klassische Invar-Basismessung mit geeichten Messdrähten zum Maßstabsbestimmung einer Triangulation. Sie liefert mm-Genauigkeit über viele Kilometer – siehe Spezialartikel Basismessung
  2. die präzise Elektronische Distanzmessung zwischen hochrangigen Vermessungspunkten, vor allem im Netz erster Ordnung
  3. die früher oft angewandte Entfernungsmessung mit einer 2-Meter-Basislatte
  4. in der terrestrischen Fotogrammetrie die Absteckung einer „Basis“, auf der jeweils Stereo-Aufnahmen mit der Messkamera vorgenommen werden.

In der Fotografie ist die Basis jene (heute nur mehr mm…cm messende) Linie, auf der die Messung eines Schnittbildentfernungsmessers beruht. Die häufigere Art der Fokussierung ist heute allerdings die Distanzmessung mit einem Infrarot-Strahl.

Mögliche Messmittel für Basislinien sind (in annähernd historischer Reihenfolge):

Speziell in Geodäsie und Astronomie: