Carl Durheim

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Carl Durheim, Selbstporträt (ca. 1850)

Carl Durheim (* 23. November 1810 in Bern; † 30. Januar 1890 ebenda) war ein Schweizer Lithograf und einer der ersten professionellen Fotografen in der Schweiz.

Carl Durheim lernte in Paris 1827–1828 Lithografie. Ausbildung zum Fotografen bei Louis Lamouche. In Bern führte er von 1835 bis 1837 sein erstes Lithografieatelier. 1845 erste Porträts (Daguerreotypien), ab 1848 auch Landschaften. 1849 reiste er nach Frankfurt am Main, um die «Photographie auf Papier» zu erlernen. Durheim liess sich 1853 von dem Hoffotografen Jacob Wothly in der Methode des Kollodium-Verfahrens unterrichten. 1855 erhielt er die Medaille II. Klasse auf der Pariser Weltausstellung. Zwischen 1846 und 2007 waren seine Werke auf Ausstellungen zu besichtigen.[1] Von 1853 bis 1883 führte er sein Fotoatelier in Bern mit einer Unterbrechung von 1874 bis 1882.

Durheim fotografierte die Schweizer Alpen. Ab 1852 erstellte er im Auftrag der schweizerischen Generalanwaltschaft Fahndungsbilder von Heimatlosen und Nicht-Sesshaften.

  • Hugo Loetscher u. a.: Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute. Niggli, Teufen 1974.
  • Mit erweitertem Auge. Berner Künstler und die Fotografie (Kat.), Benteli, Bern 1986.
  • Seitenblicke. Die Schweiz 1848 bis 1998 – eine Photochronik. Offizin, Zürich 1998.
  • Martin Gasser: Wider das Leugnen und Verstellen – Carl Durheims Fahndungsfotografien von Heimatlosen 1852/53. Offizin Verlag, Zürich, Fotomuseum Winterthur, 1998. ISBN 3-907495-86-1
  • Carl Durheim. Wie die Fotografie nach Bern kam. Passepartout. Schriftenreihe der Burgerbibliothek Bern. Bern 2016, ISBN 978-3-7272-7889-1
  • René Perret: Durheim, Carl (Charles). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Commons: Carl Durheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Gemeindearchiv Oftringen: Jakob Wothly, S. 1/177. Frdl. Ausk. v. Frau Vreni Hofer und Ruedi Schlosser.