Elemente (Zeitschrift)

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Elemente

Beschreibung deutsche rechtsextreme Zeitschrift
Hauptsitz Kassel
Erstausgabe 1986
Einstellung 1998
Erscheinungsweise unregelmäßig
ISSN (Print)

Elemente war eine deutsche Zeitschrift. Die unregelmäßig erscheinende Zeitschrift deckte in ihren Ausgaben Themenbereiche der Neuen Rechten ab. Sie wurde 1986 gegründet und erschien bis 1998. Der Untertitel lautete Elemente der Metapolitik zur europäischen Wiedergeburt. Gleichnamige Zeitschriften erscheinen in Frankreich, Italien und Belgien.

Der Sitz der Zeitschrift war in Kassel. Eigentümer war das von verschiedenen Landesämtern für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Thule-Seminar e.V. Deren Leiter Pierre Krebs stand auch der Redaktion vor, die Chefredaktion bestand aus Burkhart Weecke, Alain de Benoist, Guillaume Faye, Robert Hepp, Jordis von Lohausen und Michael Walker. Auch Sigrid Hunke war Redaktionsmitglied.

Als Organ des Thule-Seminars enthielt die Zeitschrift Hintergrundbeiträge zu verschiedenen ideologischen, kulturellen, philosophischen und historischen Fragen, wohingegen Aktuelles kaum eine Rolle spielte. Häufig wurde auf Ungleichheits- und Elitetheorien aller Art zurückgegriffen.

Philosophen wie Friedrich Nietzsche oder Theoretiker der Konservativen Revolution wie Carl Schmitt, Arthur Moeller van den Bruck oder Oswald Spengler wurden zitiert, wenn in den Artikeln wiederholt der Verfall liberaler Gesellschaften beklagt wurde. Versatzstücke ihres Denkens wurden ebenso zur Schaffung neurechter Visionen beschworen wie heidnische Riten und Mythologien. Mit ihren sehr spezifischen Themenstellungen und einem hohen theoretischen Anspruch erreichte Elemente nur eine kleine Leserschaft.

  • Friedrich Paul Heller, Anton Maegerle: Thule. Vom völkischen Okkultismus bis zur Neuen Rechten. Schmetterling Verlag. Stuttgart, 1995. ISBN 3-89657-090-0
  • Andreas Klump: Rechtsextremismus und Esoterik Verbindungslinien, Erscheinungsformen, offene Fragen. Bundesministerium des Innern, Berlin. extremismus.com (Memento vom 17. Oktober 2007 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  • Alfred Schobert: Netze, Viren, Ströme – Wurzeln und das Reich oder Wie Alain de Benoist mit Carl Schmitt der „Dampfwalze der Globalisierung“ trotzen will. (im Apparat geringfügig erweiterte Fassung des Aufsatzes in kultuRRevolution – Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie H. 44, PDF).
  • Susanne Mantino: Die ‚Neue Rechte’ in der ‚Grauzone’ zwischen Rechtsextremismus und Konservatismus. Frankfurt am Main/Berlin/Bern 1992.
  • Gerhard Kern: Theosophie und Anthroposophie – Eine philosophische Basis der Neuen Rechten? Eine philosophische Basis der Neuen Rechten, oder: Der (esoterische) Rassismus aus der besseren Gesellschaft. [1]
  • Jean Cremet, Felix Krebs, Andreas Speit: Jenseits des Nationalismus. Ideologische Grenzgänger der ‘Neuen Rechten’. Münster/Hamburg 1999. ISBN 3-928300-94-6