Hermann Schiechtl

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Hermann Schiechtl (* 5. Januar 1924 in München; † 1. Februar 2016 ebenda[1]) war ein deutscher Bauingenieur sowie Eistänzer und Präsident der Deutschen Eislauf-Union.

Hermann Schiechtl studierte 1942/43 sowie von 1946 bis 1948 Bauingenieurwesen und graduierte 1948 als Diplom-Ingenieur an der Technischen Hochschule München. Er war zunächst bei der Hochtief AG beschäftigt. Von 1957 bis 1975 hatte er die Leitung der Bauabteilung für Hoch- und Tiefbau bei den Lech-Elektrizitätswerken AG in Augsburg inne und war gleichzeitig Technischer Geschäftsführer der Schwäbischen Kraftwerks- und Versorgungs GmbH in Augsburg. 1976 wurde er Prokurist und Leiter der Bauabteilung der Bayerischen Wasserkraftwerke AG in München sowie dessen Vorstandsmitglied. Parallel übernahm er die Baudirektion der Lech-Elektrizitätswerke AG. 1989 ging er in Ruhestand.[2]

Er hatte zahlreiche berufliche Ehrenämter inne, wie 20 Jahre Vorstandsmitglied im Deutschen Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau; er war Gründungspräsident des DVWK-Landesverbands Bayern.[3]

Er war verheiratet mit Erika geb. Burger; aus der Ehe stammte ein Sohn.

Zusammen mit seiner späteren Ehefrau Erika Burger war er in der Eistanzdisziplin der fünfziger Jahre im Münchener EV aktiv[2] und war Bayerischer Meister sowie Dritter bei den Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf 1952.[3][4]

Hermann Schiechtl wurde 1954 Vorstandsmitglied der Deutschen Eislauf-Union DEU, damals noch dem Deutschen Eissport-Verband angehörig. Er war 20 Jahre lang Vorstandsmitglied der Deutschen Eislauf-Union sowie im Deutschen Eissport-Verband. Von 1989 bis 1997 war er Präsident des Organisationskomitees Eiskunstlauf München (OKEM).[2]

1957 wurde er in die Gremien des Weltverbandes der Internationalen Eislaufunion ISU gewählt, ab 1957 Vorstandsmitglied und von 1980 bis 1984 Vizepräsident der ISU.[2]

Er engagierte sich insbesondere für die 1976 eingeführte Anerkennung des Eistanzen als olympische Disziplin.[2]

Ehrungen und Auszeichnungen

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  • Ehrenvorsitz der Deutschen Eislauf-Union (1974)
  • Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1977)
  • Österreichische Olympia-Medaille (1978)
  • Médaille de la jeunesse, des sports et de l'engagement associatif der französischen Republik (1980)
  • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1980)
  • Ehrenmitglied des Bayerischen Eissport-Verbandes (1980)
  • Silbernes Verdienstkreuz des Finnischen Sports (1983)
  • Goldener Ehrenring mit Brillant des Bayerischen Eissport-Verbandes (1984)
  • Ehrenmitglied des Deutschen Eissport-Verbandes (1984)
  • Ehren-Vizepräsidenten der Internationalen Eislaufunion ISU (1984)
  • Verdienstmedaille des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke e. V. (1993)
  • Rudolf-Schmick-Preis der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraft in Bayern (1998)

Einzelnachweise

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  1. Traueranzeige Hermann Schiechtl, Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2016
  2. a b c d e „Hermann Schiechtl, DEU-Ehrenpräsident und Grandseigneur des Eiskunstlaufens wird 90 Jahre“ (Memento des Originals vom 6. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eislauf-union.de, Deutsche Eislauf-Union, 5. Januar 2014
  3. a b „Hermann Schiechtl 90 Jahre“, Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e.V. (GFA), 22. Dezember 2013
  4. Deutsche Eiskunstlauf Meisterschaften bis 1963, abgerufen am 6. März 2016