Hermenegild Peiker

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Hermenegild Peiker ist ein Augsburger Kirchen- und Freskenmaler.[1]

Peiker erlernte an der Fachhochschule für Gestaltung in Augsburg seinen Beruf. Er war Schüler von Karl Manninger bzw. dessen Mitarbeiter, mit dem er zahlreiche Fresken rekonstruierte.

Er rekonstruierte Decken und Wandmalereien u. a. des Langhauses St. Peter in München, der Münchner Kirche St. Anna und der Hl. Geist Kirche, des Goldenen Saales im Augsburger Rathaus[2] oder beim Wiederaufbau der Münchner Residenz. Unter seinen zahlreichen Aufträgen ragen Arbeiten in Mainz, Schloss Bruchsal und Nymphenburg, Kassel, Stift Stams/Tirol, San Francisco/USA und in Trient hervor.[3] Er rekonstruierte zudem das Deckengemälde Der Winter im Residenzschloss Oettingen.[4] Beim Münchener Asam-Schlössl restaurierte er die Fresken an den Fassaden und im Festsaal.

Hermenegild Peiker betrachtet sich nicht als Restaurator, aber Originale schafft er auch nicht: So sagt er: „Meine Arbeit betrifft die Rekonstruktion verloren gegangener Werke.“[5]

Die Wiederherstellung des durch Brand zerstörten Deckengemäldes in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar ist ihm zu verdanken.[6] Das ist insofern von herauszuhebender Bedeutung, da die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek auf der Liste der Unesco-Denkmale in Weimar steht.

Einzelnachweise

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  1. https://www.portenkirche.de/5600.html
  2. Hermann Kiessling, Alfred A. Schmid: Der Goldene Saal und die Fürstenzimmer im Augsburger Rathaus: eine Dokumentation der Wiederherstellung, Deutscher Kunstverlag, München 1997, S. 225 und S. 335 f.
  3. https://www.portenkirche.de/5600.html
  4. Verena Mörzl: Oettingen: „Der Winter“ kehrt zurück ins Schloss: Verschollenes Gemälde wird rekonstruiert. In: augsburger-allgemeine.de. 15. September 2021, abgerufen am 26. Februar 2024.
  5. Stefan Seewald: Deckengemälde: Originelle Kopie – der Genius des Ruhms. In: welt.de. 23. Oktober 2007, abgerufen am 27. Januar 2024.
  6. Michael Knoche: Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Ein Porträt, 2. Aufl., Otto Meissner Verlag & Co. und Klassikstiftung Weimar, Berlin-Weimar 2016, S. 30. bzw. S. 32.