Klimowka (Kaliningrad, Osjorsk)

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Siedlung
Klimowka
Kamanten

Климовка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Osjorsk
Frühere Namen Camanten (bis 1938),
Kamanten (1938–1946)
Bevölkerung 8 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Postleitzahl 238126
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 227 000 031
Geographische Lage
Koordinaten 54° 25′ N, 22° 1′ OKoordinaten: 54° 25′ 0″ N, 22° 1′ 0″ O
Klimowka (Kaliningrad, Osjorsk) (Europäisches Russland)
Klimowka (Kaliningrad, Osjorsk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Klimowka (Kaliningrad, Osjorsk) (Oblast Kaliningrad)
Klimowka (Kaliningrad, Osjorsk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Klimowka (russisch Климовка, deutsch Camanten, 1938–1945 Kamanten) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Osjorsk im Rajon Osjorsk.

Geographische Lage

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Klimowka liegt am westlichen Ufer der Angerapp (russisch: Angrapa) drei Kilometer nordöstlich der Stadt Osjorsk (Darkehmen/Angerapp). Über nur unwegsame Straßen ist Klimowka von der Stadt Osjorsk oder auch direkt von den hier gemeinsam verlaufenden Regionalstraßen 27A-043 (ex R517) und 27A-025 (ex R508) aus zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Camanten (auch Kamanten) gehörte seit 1874 als Landgemeinde zum neu errichteten Amtsbezirk Gailboden im Kreis Darkehmen.[2] Der Ort zählte im Jahr 1905 63 Einwohner,[3] deren Zahl bis 1925 auf 53 sank. Am 15. Januar 1930 wurde die Nachbargemeinde Demildszen (heute russisch Sebeschskoje) an die Landgemeinde Camanten angeschlossen. Am 3. Juni 1938 – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938 – wurde die offizielle Namensschreibung „Kamanten“ verordnet. Gehörten im Jahre 1933 insgesamt 105 Einwohner zur neugebildeten Gemeinde, so waren es 1939 noch 102.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort mit der gesamten nordostpreußischen Region zur Sowjetunion. 1947 erhielt er den russischen Namen „Klimowka“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Bagrationowski selski Sowet im Rajon Osjorsk zugeordnet.[4] Um 1980 gelangte der Ort in den Sadowski selski Sowet.[5] Von 2008 bis 2014 gehörte Klimowka zur Landgemeinde Krasnojarskoje selskoje posselenije, von 2015 bis 2020 zum Stadtkreis Osjorsk und seither zum Munizipalkreis Osjorsk.

Die fast ausnahmslos evangelische Bevölkerung von Kamanten war bis 1945 in das Kirchspiel Darkehmen[6] (Angerapp) eingegliedert. Es gehörte zum Kirchenkreis Darkehmen (Angerapp) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Die letzten deutschen Geistlichen waren die Pfarrer Johannes Gemmel und Helmut Passauer.

Nach einem Verbot kirchlichen Lebens während der Sowjetzeit entstanden in den 1990er Jahren in der Oblast Kaliningrad wieder zahlreiche evangelische Gemeinden. Klimowka liegt nun im Gebiet der Salzburger Kircheegemeinde in Gussew (Gumbinnen), die ihrerseits Teil der neugebildeten Propstei Kaliningrad in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland ist[7].

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Gailboden
  3. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1907, S. 24/25.
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  5. Das ergibt sich aus der Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) und der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad), jeweils auf http://www.soldat.ru/ (rar-Dateien).
  6. Jürgen Schlusnus, Kirchspiel Darkehmen (Memento des Originals vom 30. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.darkehmen.com
  7. Ev.-luth. Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info