Margit Stumpp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Margit Stumpp (2019)

Margit Stumpp (* 13. April 1963 in Mengen) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Von 2017 bis 2021 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und dort Sprecherin ihrer Fraktion für Bildungs- und Medienpolitik. Von 2013 bis 2018 gehörte sie dem Parteirat der Grünen in Baden-Württemberg an.

Stumpp wuchs mit drei jüngeren Geschwistern im oberschwäbischen Mengen auf, wo sie auf dem elterlichen Bauernhof mitarbeitete. Im Jahr 1979 erhielt Stumpp die Mittlere Reife an der Realschule Mengen und begann eine Ausbildung zur staatlich geprüften Hauswirtschafterin, die sie 1980 abschloss. Sie ist seit 1986 verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Königsbronn.

Im Jahr 1983 holte sie am Wirtschaftsgymnasium Saulgau das Abitur nach und war parallel bis 1984 als Hauswirtschafterin auf dem elterlichen Hof tätig. Ab 1984 studierte sie Feinwerktechnik an der Fachhochschule Ulm und schloss das Studium 1988 als Diplom-Ingenieurin (FH) ab. Bis 1990 war sie Applikationsentwicklerin Elektronikentwicklung bei Mannesmann Tally, dann ein Jahr lang freiberufliche Applikationsentwicklerin. 1991 folgte der Quereinstieg in den Schuldienst als Lehrerin an der Heid-Tech-Berufsschule in Heidenheim an der Brenz. Neben ihren Unterrichtsfächern Informations- und Medientechnik sowie technische Physik war sie dort für die Systemadministration und die Redaktion des Lehrerfortbildungsservers zuständig.[1]

Politische Karriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stumpp ist seit 2009 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen.[2] Sie war Vorstandsmitglied der kommunalpolitischen Vereinigung der Grünen und Alternativen in den Räten Baden-Württembergs.

Auf dem Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen 2013 in Esslingen wurde Stumpp in den Parteirat der Landespartei gewählt.[3] 2017 wurde sie auf dem Landesparteitag in Heidenheim wiedergewählt.[4] Ihre Mitgliedschaft im Parteirat gab sie 2018 auf.

Kommunalpolitik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1999 bis 2017 war Stumpp Gemeinderätin in Königsbronn und dort ab 2009 Vorsitzende der Fraktion der Unabhängigen/Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist seit 2004 Kreisrätin im Landkreis Heidenheim, war im Kreistag von 2014 bis 2017 Vorsitzende ihrer Fraktion und wurde 2022 erneut zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Ebenfalls seit 2004 ist sie Mitglied im Regionalverband Ostwürttemberg und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Als Gegenveranstaltung zu den vom Reservistenverband organisierten „Königsbronner Gesprächen“ initiierte Stumpp in ihrem Heimatort Königsbronn die „Königsbronner Friedensgespräche“, die internationale Entwicklungen und Lösungsansätze abseits militärischer Interventionen aufzeigen wollen.[5]

Bundestagsabgeordnete

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 kandidierte Stumpp erstmals für die Grünen im Bundestagswahlkreis Aalen – Heidenheim und auf Platz 15 der Landesliste in Baden-Württemberg, verpasste aber den Einzug in den Bundestag.[6]

Bei der darauffolgenden Bundestagswahl 2017 kandidierte sie erneut im Wahlkreis Aalen-Heidenheim und erreichte über Platz 13 der Landesliste der Grünen in Baden-Württemberg den Einzug in den Deutschen Bundestag. Sie war damit die erste Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis, aus dem zusätzlich der direkt gewählte Roderich Kiesewetter (CDU) sowie Leni Breymaier (SPD) in den Bundestag einzogen.[7]

Im 19. Deutschen Bundestag war Stumpp ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung, und Technikfolgenabschätzung. Zudem gehörte sie als stellvertretendes Mitglied dem Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung“ an.[8]

Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie erneut an. Ihre Partei nominierte sie jedoch nur noch auf Platz 20 der Landesliste in Baden-Württemberg[9], wodurch sie den Wiedereinzug in den Bundestag verpasste.[10]

Commons: Margit Stumpp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Deutscher Bundestag - Margit Stumpp. Abgerufen am 13. März 2020.
  2. Ländlicher Raum muss selbstbewusster sein. Abgerufen am 13. März 2020.
  3. Stumpp und Müller sind im Grünen Parteirat. Abgerufen am 13. März 2020.
  4. Kandidaten aus Ostwürttemberg erfolgreich wiedergewählt. Abgerufen am 13. März 2020.
  5. Heidenheimer Zeitung GmbH & Co KG: Sicherheit: Margit Stumpp wirbt für Königsbronner Friedensgespräche. 3. April 2016, abgerufen am 13. März 2020.
  6. Ländlicher Raum muss selbstbewusster sein. Abgerufen am 13. März 2020.
  7. „Die Wahl war ein heftiges Gewitter“. Abgerufen am 13. März 2020.
  8. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  9. Landesliste für den Bundestag 2021. In: gruene-bw.de. Abgerufen am 15. Juni 2021 (deutsch).
  10. Gewählte in Landeslisten der Parteien in Baden-Württemberg - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 10. November 2021.