Molybdänsäure

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von weißer Molybdänsäure
_ Mo6+ 0 _ O2−
Kristallstruktur von H2MoO4
Allgemeines
Name Molybdänsäure
Andere Namen
  • Molybdän(VI)-säure
  • MOLYBDIC ACID (INCI)[1]
Verhältnisformel MoO3 · H2O
Kurzbeschreibung

farbloser (triklin) bzw. gelber (monoklin) Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7782-91-4
EG-Nummer 231-970-5
ECHA-InfoCard 100.029.063
PubChem 82208
Wikidata Q412950
Eigenschaften
Molare Masse 161,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

300 °C (85 %ig)[3]

pKS-Wert
Löslichkeit

0,5 g·l−1 (Monohydrat, 15 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​335​‐​373
P: 305+351+338[3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Molybdänsäure hat die Verhältnisformel H2MoO4 und kann als Monohydrat des Molybdäntrioxids aufgefasst werden: MoO3 · H2O. Im Gegensatz etwa zur scheinbar analog aufgebauten Schwefelsäure (H2SO4), existieren keine diskreten H2MoO4-Moleküle, stattdessen besteht Molybdänsäure aus einem Schichtengitter aus MoO6-Oktaedern (gelbe, monokline Form) bzw. Zickzackketten von MoO6-Oktaedern (farblose, trikline Form).[2] Die konjugierte Base der Molybdänsäure MoO42− heißt Molybdat, die Salze der Molybdänsäure heißen Molybdate wie Nickelmolybdat. Die Molybdationen bestehen, analog den Sulfationen, aus MoO42−-Tetraedern.[2]

Molybdat (MoO42−) stellt die bioverfügbare, d. h. für Lebewesen nutzbare Form von Molybdän dar.[5]

Man kann Molybdänsäure als weißen Niederschlag erhalten, wenn man eine Molybdatlösung ansäuert. Salpetersaure Molybdatlösungen können bei längerem Stehen auch das gelbe Hydrat der Molybdänsäure H2MoO4 · H2O in kristalliner Form abscheiden.[6]

Einzelnachweise

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  1. Eintrag zu MOLYBDIC ACID in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 20. November 2021.
  2. a b c d e A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.
  3. a b c Datenblatt Molybdänsäure etwa 85 % MoO3, enthält Ammoniummolybdat bei Merck, abgerufen am 11. April 2011.
  4. D'Ans-Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 4. Auflage, Band 3, Springer Verlag 1998, ISBN 3-540-60035-3.
  5. Schwarz G. et al.: Molybdenum cofactors, enzymes and pathways. In: Nature. 460. Jahrgang, Nr. 7257, 2009, S. 839–847, PMID 19675644.
  6. Jander/Blasius, Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 8. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1969.