Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk)

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Siedlung
Mostowoje
Kallwischken (Hengstenberg)

Мостовое
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Frühere Namen Kalwischken (nach 1785),
Kallwischken (bis 1938),
Hengstenberg (1938–1945)
Bevölkerung 22 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238174
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 000 050
Geographische Lage
Koordinaten 54° 49′ N, 21° 44′ OKoordinaten: 54° 48′ 51″ N, 21° 43′ 31″ O
Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
Mostowoje (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Mostowoje (russisch Мостовое, deutsch Kallwischken, 1938–1945 Hengstenberg, litauisch Kalviškiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Tschernjachowsk im Rajon Tschernjachowsk.

Geographische Lage

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Mostowoje liegt 21 Kilometer nordwestlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) an der Kommunalstraße 27K-097, die unweit nördlich von Kalinowka (Aulowönen/Aulenbach) von der Regionalstraße 27A-009 (ex A197) abzweigt und über Dubrowka (Spannegeln) nach Wyssokoje (Popelken/Markthausen) führt. Ein Bahnanschluss besteht nicht.

Das spätere Gutsdorf Kallwischken[2] war ehemals eine Kolonie der Salzburger Exulanten und kam 1874 zum neu errichteten Amtsbezirk Aulowönen[3] (1938 umbenannt in: „Amtsbezirk Aulenbach“, der Ortsname heißt russisch: Kalinowka). Dieser bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 lebten im Gutsbezirk Kallwischken 52 Einwohner.[4]

Am 17. Oktober 1928 schlossen sich die Nachbargemeinden Kemsen und Klein Aulowönen mit dem Gutsdorf Kallwischken zur neuen Landgemeinde Kallwischken zusammen, die 1933 insgesamt 197 und 1939 bereits 202 Einwohner zählte.[5] zählte. Am 3. Juni 1938 wurde Kallwischken – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli 1938 – aus politisch-ideologischen Gründen in „Hengstenberg“ umbenannt.

In Kriegsfolge kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt er die russische Bezeichnung „Mostowoje“ und wurde dem Kalinowski selski Sowet im Rajon Bolschakowo zugeordnet.[6] Später (vermutlich 1963) gelangte der Ort in den Wyssowski selski Sowet im Rajon Slawsk. Seit um 1980 gehörte Mostowoje wieder zum Kalinowski selski Sowet, diesmal im Rajon Tschernjachowsk.[7] Von 2008 bis 2015 gehörte der Ort zur Landgemeinde Kaluschskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Tschernjachowsk.

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Kallwischkens resp. Hengstenbergs war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Aulowönen (1938–1946: Aulenbach, russisch: Kalinowka) eingepfarrt und war Teil des Kirchenkreises Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Mostowoje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938–1946 Kreuzingen), einer Filialgemeinde der Kirchenregion Slawsk (Heinrichswalde) in der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Hengstenberg.
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Aulowönen/Aulenbach.
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg.
  5. Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Insterburg (russ. Tschernjachowsk). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  6. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950).
  7. Der Ort gehörte laut der administrativen Einteilung der Oblast Kaliningrad von 1975 zum Wyssowski selski Sowet im Rajon Slawsk und laut der administrativen Einteilung der Oblast Kaliningrad mit Stand von 1988 zum Kalinowski selski Sowet im Rajon Tschernjachowsk. Allerdings ist auf einer Karte von 1972 Mostowoje schon zum Rajon Tschernjachowsk gehörend eingezeichnet.
  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)