Naumowka (Kaliningrad)

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Siedlung
Naumowka
Germehnen

Наумовка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Gegründet 1331
Frühere Namen Germayn (um 1414),
Germeyn (vor 1539),
Germain (nach 1540),
Germeyen (nach 1542),
Gyrmeyen (um 1560),
Germeinen (nach 1563),
Jermein (nach 1565),
Germehnen (bis 1946)
Bevölkerung 103 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40151
Postleitzahl 238317
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 209 000 084
Geographische Lage
Koordinaten 54° 53′ N, 20° 42′ OKoordinaten: 54° 52′ 43″ N, 20° 42′ 12″ O
Naumowka (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Naumowka (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Naumowka (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Naumowka (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Naumowka (russisch Наумовка, deutsch Germehnen) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gurjewsk im Rajon Gurjewsk.

Geographische Lage

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Naumowka liegt 23 Kilometer nordöstlich der Stadt Kaliningrad (Königsberg) an der Kommunalstraße 27K-140 von Pirogowo (Sudnicken) nach Marschalskoje (Gallgarben). Ein Bahnanschluss besteht nicht mehr, seitdem die vor 1945 bestehende Bahnstrecke Prawten–Schaaksvitte (russisch: Lomonossowo–Kaschirskoje) der Königsberger Kleinbahn mit der Bahnstation Sudnicken (Pirogowo) außer Betrieb gesetzt wurde.

Das ehemals Germehnen[2] genannte Dorf wurde 1331 gegründet. Am 30. April 1874 wurde es in den neu geschaffenen Amtsbezirk Sudnicken[3] (russisch: Pirogowo) eingegliedert, der bis 1945 bestand und zum Landkreis Königsberg (Preußen), 1939 bis 1945 Landkreis Samland, im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Am 1. April 1895 verlor die damalige Landgemeinde Germehnen ihre Selbständigkeit und wurde mit der Nachbargemeinde Kirschappen (russisch: Pridoroschnoje) in den Gutsbezirk Sudnicken (Pirogowo) eingemeindet.

1945 kam Germehnen mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Naumowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Saliwenski selski Sowet im Rajon Gurjewsk zugeordnet.[4] Später gelangte der Ort in den Marschalski selski Sowet. Von 2008 bis 2013 gehörte Naumowka zur Landgemeinde Chrabrowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gurjewsk.

Mit seiner überwiegend evangelischen Bevölkerung war Germehnen vor 1945 in das Kirchspiel Schaaken mit dem Pfarrsitz Kirche Schaaken (russisch: Schemtschuschnoje) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Königsberg-Land II innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Naumowka im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Marschalskoje (Gallgarben), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg), der Hauptkirche der Propstei Kaliningrad[5] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Germehnen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sudnicken
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  5. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)