Obusier de 120 mm C modèle 1890

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Obusier de 120 mm C modèle 1890


120 mm C M1890 Haubitze, 1915 im Wald von Gernicourt (Aisne)

Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung Obusier de 120 mm C modèle 1890
Produktionsstart 1890
Stückzahl 230
Modellvarianten 1
Technische Daten
Rohrlänge 1,32 m
Kaliber 12 cm
Kaliberlänge 14
Kadenz 2 Schuss/min
Höhenrichtbereich - 12°–+ 44° Winkelgrad
Seitenrichtbereich 10°
Ausstattung
Ladeprinzip Hinterlader mit Drehkurbelverschluss

Der Obusier de 120 mm C modèle 1890 (Haubitze 120 mm C Modell 1890), auch 120 mm Baquet (nach dem Konstrukteur Capitaine Louis Henry Auguste Baquet) genannt, war eine französische mittlere Feldhaubitze am Ende des 19. Jahrhunderts. Sie wurde 1890 eingeführt und nur in der französischen Artillerie des Ersten Weltkrieges eingesetzt. (Das „C“ steht für court – also „kurz“.)

Im Jahre 1886 wurde ein neues Geschütz gefordert, das über genügend Beweglichkeit verfügte, um es in der Feldartillerie einsetzen zu können, und das steilfeuertauglich war.

Als Ergebnis wurde 1890 eine Haubitze mit einer hydraulischen Rücklaufbremse eingeführt. Im August 1914 waren die fünf schweren Artillerieregimenter mit insgesamt 84 Haubitzen ausgestattet. Die Munitionsdotierung betrug pro Haubitze 400 Granaten. Insgesamt wurden von diesen Granaten 1.280.000 angefertigt, womit rein rechnerisch auf jedes Geschütz ca. 15.000 Granaten entfielen.

Das Geschütz spielte auch eine Rolle in der sogenannten Dreyfus-Affäre, in der dem Capitaine der Artillerie Alfred Dreyfus vorgeworfen wurde, er habe die technischen Daten der Haubitze den Deutschen verraten (oder verraten wollen).

Weitere technische Daten

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  • effektive Kampfentfernung = 5.800 m
  • Gewicht in Fahrstellung = 1,475 t
  • Geschossgewicht = 18–20 kg
  • Capitaine Leroy: Historique et organisation de l’artillerie. L’artillerie française depuis le 2 août 1914. Hrsg.: École militaire de l’Artillerie. 1922 (Digitalisat auf Gallica).
  • Général Jules Challéat: L’artillerie de terre en France pendant un siècle. Histoire technique (1916–1919). Band 2. Charles-Lavauzelle et Cie, Paris 1935 (Digitalisat auf Gallica).