Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk)

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Siedlung
Priwolnoje
Gunthenen

Привольное
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Selenogradsk
Gegründet 1299
Frühere Namen Guntheyn (nach 1414),
Guntein (um 1500),
Gunthein (nach 1540),
Gunthenen (bis 1946)
Bevölkerung 41 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40150
Postleitzahl 238300
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 215 000 081
Geographische Lage
Koordinaten 54° 54′ N, 20° 37′ OKoordinaten: 54° 54′ 19″ N, 20° 37′ 29″ O
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Europäisches Russland)
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Oblast Kaliningrad)
Priwolnoje (Kaliningrad, Selenogradsk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Priwolnoje (russisch Привольное, deutsch Gunthenen) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Selenogradsk im Rajon Selenogradsk.

Geographische Lage

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Priwolnoje liegt 23 Kilometer nordöstlich der Stadt Kaliningrad (Königsberg) an der Kommunalstraße 27K-044, die Nekrassowo (Liska-Schaaken) mit Chrabrowo (Powunden) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Das bis 1946 Gunthenen[2] genannte Dorf wurde im Jahre 1299 gegründet.

Im Jahre 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Lobitten[3] (heute russisch: Lugowskoje) eingegliedert, der bis 1939 zum Landkreis Königsberg (Preußen), von 1939 bis 1945 zum Landkreis Samland im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Am 1. April 1939 gab Gunthenen seine Eigenständigkeit auf und wurde in den Nachbarort Korreynen (russisch: Dubrawa, jetzt: Chrabrowo) eingemeindet.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam das Dorf aufgrund seiner Lage in Nordostpreußen zur Sowjetunion. Der Ort erhielt im Jahr 1947 wieder eigenständig die russische Bezeichnung Priwolnoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Nowoselski selski Sowet im Rajon Gurjewsk zugeordnet.[4] Später gelangte der Ort in den Muromski selski Sowet im Rajon Selenogradsk. Von 2005 bis 2015 gehörte Priwolnoje zur Landgemeinde Kowrowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Selenogradsk.

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner[5]
1910 179
1925 219
1933 196
2002 68
2010 61

Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Gunthenen vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Powunden (russisch: Chrabrowo) eingepfarrt und gehörte so zum Kirchenkreis Königsberg-Land II innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Priwolnoje im Einzugsbereich zweier in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinden: Marschalskoje (Gallgarben) bzw. Selenogradsk (Cranz). Beide sind Filialgemeinden der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Gunthenen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Lobitten
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  5. Volkszählungsdaten
  6. Evangelisch-lutherische Propeti Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)