Soldatowo (Kaliningrad, Gwardeisk)

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Siedlung
Soldatowo
Friedrichsthal

Солдатово
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gwardeisk
Gegründet 1766
Bevölkerung 122 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40159
Postleitzahl 238211
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 206 000 052
Geographische Lage
Koordinaten 54° 40′ N, 21° 8′ OKoordinaten: 54° 40′ 22″ N, 21° 7′ 59″ O
Soldatowo (Kaliningrad, Gwardeisk) (Europäisches Russland)
Soldatowo (Kaliningrad, Gwardeisk) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Soldatowo (Kaliningrad, Gwardeisk) (Oblast Kaliningrad)
Soldatowo (Kaliningrad, Gwardeisk) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Soldatowo (russisch Солдатово, deutsch Friedrichsthal, Kreis Wehlau) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk.

Geographische Lage

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Soldatowo liegt östlich der Deime (russisch: Deima), vier Kilometer nordöstlich der Rajonstadt Gwardeisk (Tapiau). Am südlichen Ortsrand verläuft die neue Trasse der Föderalstraße A229. Durch den Ort führt die Kommunalstraße 27K-082 von Gwardeisk nach Krasny Bor (Krakau) an der Regionalstraße 27A-014 (ex R514). Die nächste Bahnstation ist Gwardeisk an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje (Königsberg–Eydtkuhnen/Eydtkau) der einstigen Preußischen Ostbahn.

Schatulldorf – Gutsbezirk – Landgemeinde

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Friedrichsthal wurde 1766 als Schatulldorf gegründet.[2] 1874 wurde der Gutsbezirk Friedrichsthal in den neu gebildeten Amtsbezirk Grünhayn im Kreis Wehlau eingegliedert.[3] Zu Friedrichsthal gehörte auch das Vorwerk Katharinenhof. Im Jahr 1922 wurde der Gutsbezirk Friedrichsthal in eine Landgemeinde umgewandelt.

In Kriegsfolge kam Friedrichsthal 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort (einschließlich Katharinenhof) die russische Bezeichnung Soldatowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Sorinski selski Sowet im Rajon Gwardeisk zugeordnet.[4] Wie es der neue Name schon andeutet, wurde der Ort Standort einer Garnison. Im ehemaligen Staatsforst Leipen wurde eine Kaserne angelegt. Von 2005 bis 2014 gehörte Soldatowo zur Landgemeinde Sorinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner[5]
1910 128
1933 291
1939 282
2002 86
2010 102

Mehrheitlich war die Bevölkerung Friedrichsthals bis 1945 evangelischer Konfession und in das Kirchspiel der Kirche Grünhayn (Ostpreußen) (russisch: Krasnaja Gorka, nicht mehr existent) eingepfarrt. Das gehörte zum Kirchenkreis Wehlau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Soldatowo im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Gwardeisk (Tapiau), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Persönlichkeiten

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  • Adolf von Horn (1819–1885), preußischer Generalmajor, in Friedrichsthal geboren
  • Hans Gerlach (1885–1980), Architekt und Schlossbaumeister, in Friedrichsthal geboren

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Friedrichsthal
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Grünhayn
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  5. Volkszählungsdaten
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)