Solonzy (Kaliningrad)

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Siedlung
Solonzy
Dwarrehlischken (Herrendorf)

Солонцы
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Slawsk
Gegründet um 1650
Frühere Namen Dwarrelischken (nach 1785),
Dwarehlischken (nach 1912),
Dwarrehlischken (bis 1930),
Herrendorf/Херрендорф (bis 1950)
Bevölkerung 111 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40163
Postleitzahl 238611
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 236 000 049
Geographische Lage
Koordinaten 55° 6′ N, 21° 34′ OKoordinaten: 55° 6′ 0″ N, 21° 34′ 20″ O
Solonzy (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Solonzy (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Solonzy (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Solonzy (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Solonzy (russisch Солонцы, deutsch Dwarrehlischken, 1930 bis 1950 Herrendorf; litauisch Dvareliškiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Slawsk im Rajon Slawsk.

Geographische Lage

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Solonzy liegt am linken Ufer des Flüsschens Laak (russisch: Warschinka) an einer Nebenstraße, die zwei Kilometer östlich an Timirjasewo (Neukirch) vorbeiführt. Die nächste Bahnstation ist Schtscheglowka (Groß Brittanien, 1928 bis 1946 Brittanien) an der Bahnstrecke Kaliningrad–Sowetsk (Königsberg–Tilsit). Bis 1945 bestand außerdem über Budehlischken (1938 bis 1946: Hoheneiche, heute nicht mehr existent) Anschluss an die beiden Kleinbahnstrecken Brittanien–Karkeln sowie Brittanien–Seckenburg der Niederungsbahn (ab 1938: Elchniederungsbahn).

Um 1650 wurde das früher Dwarrehlischken[2] genannte Dorf gegründet. Zwischen 1874 und 1945 gehörte es zum Amtsbezirk Neukirch[3] im Kreis Niederung (ab 1938: Kreis Elchniederung) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahr 1930 wurde der Ort in Herrendorf umbenannt.

In Kriegsfolge kam der Ort im Jahr 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Er wurde im Jahr 1950 in „Solonzy“ umbenannt und gleichzeitig dem Dorfsowjet Timirjasewski selski sowjet im Rajon Slawsk zugeordnet.[4] Von 2008 bis 2015 gehörte der Ort zur Landgemeinde Timirjasewskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Slawsk.

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohner[5]
1910 111
1933 117
1939 145
2002 163
2010 196

Bis 1945 war die Bevölkerung Dwarrehlischkens resp. Herrendorfs überwiegend evangelischer Konfession und somit in das Kirchspiel der Kirche Neukirch (ehemals: Joneykischken, heute russisch: Timirjasewo) eingepfarrt. Sie gehörte zum Kirchenkreis Niederung (Elchniederung) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Solonzy im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Slawsk (Heinrichswalde). Sie ist Pfarrsitz der gleichnamigen Kirchenregion in der Propstei Kaliningrad[6] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

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  1. Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Herrendorf
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Neukirch
  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
  5. Volkszählungsdaten
  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)