„Thomas Kemmerich“ – Versionsunterschied

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Im November 2018 wurde er in [[Weimar]] zum Spitzenkandidaten der [[FDP Thüringen]] für die [[Landtagswahl in Thüringen 2019|Landtagswahl 2019]] gewählt.<ref>{{Internetquelle |autor= |url=https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/weimar/fdp-parteitag-kemmerich-spitzenkandidat-100.html |titel=Thomas Kemmerich ist Spitzenkandidat der FDP |werk=mdr.de |hrsg=[[Mitteldeutscher Rundfunk]] |datum=2018-11-17 |abruf=2019-10-25 |sprache=}}</ref> Bei der Landtagswahl erreichte die FDP gemäß vorläufigem Endergebnis mit 55.422 Stimmen einen Stimmenanteil von 5,0005 % und kehrte damit um fünf Stimmen in den Landtag zurück.<ref>[https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=LW&wJahr=2019&zeigeErg=LAND&auswertung=1&wknr=&gemnr=&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-5&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart= Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl] auf wahlen.thueringen.de, abgerufen am 28. Oktober 2019.</ref> Am 7. November 2019 wurde der Einzug in den Landtag vom Landeswahlleiter durch das amtliche Endergebnis bestätigt, 73 Stimmen haben schließlich den Ausschlag gegeben.<ref>{{Internetquelle |autor= |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-11/thueringen-wahl-fdp-zieht-sicher-in-den-landtag-ein |titel=FDP zieht sicher in den Landtag ein |werk=zeit.de |hrsg=[[Die Zeit]] |datum=2019-11-07 |abruf=2019-11-07 |sprache=}}</ref> Hier wurde Kemmerich von der fünfköpfigen FDP-Fraktion zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.<ref>{{Internetquelle |autor= |url=https://www.liberale.de/content/fuenf-freie-demokraten-fuer-thueringen |titel=Fünf Freie Demokraten für Thüringen |werk=liberale.de |hrsg= |datum= |abruf=2019-11-12 |sprache=}}</ref> Sein Bundestagsmandat legte Kemmerich am 14. November 2019 nieder, Nachrücker war [[Reginald Hanke]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/abgeordnete/ausgeschiedene-abgeordnete-532298 |titel=Deutscher Bundestag - Ausgeschiedene Abgeordnete der 19. Wahlperiode |abruf=2019-11-17 |sprache=de}}</ref>


Bei der Wahl zum [[Thüringen|thüringischen]] [[Ministerpräsident]]en kandidierte Kemmerich am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang neben [[Bodo Ramelow]] ([[Die Linke]]) und [[Christoph Kindervater]] ([[parteilos]], auf Vorschlag der [[AfD]]) und wurde mit 45 Stimmen zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen (gegenüber 44 Stimmen für Bodo Ramelow und 0 Stimmen für Christoph Kindervater) gewählt. In den ersten beiden Wahlgängen hatten zuvor weder der Amtsinhaber Ramelow noch Kindervater die nötige absolute Mehrheit der Stimmen erhalten.<ref>[https://www.mdr.de/thueringen/ministerpraesident-wahl-ticker-100.html Mitteldeutscher Rundfunk Thüringen: Live-Ticker – Wahl-Krimi in Thüringen], abgerufen am 5. Februar 2020</ref> Er ist nach [[Reinhold Maier]] erst der zweite Ministerpräsident der FDP in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der erste, der mit Hilfe der AfD ins Amt gewählt wurde.<ref>[https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/thueringen-fdp-kandidat-kemmerich-ist-ministerpraesident-artikel10721679 Thüringen: FDP-Kandidat Kemmerich ist Ministerpräsident], [[Freie Presse]] vom 5. Februar 2020.</ref>
Bei der Wahl zum [[Thüringen|thüringischen]] [[Ministerpräsident]]en kandidierte Kemmerich am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang neben [[Bodo Ramelow]] ([[Die Linke]]) und [[Christoph Kindervater]] ([[parteilos]], auf Vorschlag der [[AfD]]) und wurde mit 45 Stimmen zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen (gegenüber 44 Stimmen für Bodo Ramelow und 0 Stimmen für Christoph Kindervater) gewählt. In den ersten beiden Wahlgängen hatten zuvor weder der Amtsinhaber Ramelow noch Kindervater die nötige absolute Mehrheit der Stimmen erhalten.<ref>[https://www.mdr.de/thueringen/ministerpraesident-wahl-ticker-100.html Mitteldeutscher Rundfunk Thüringen: Live-Ticker – Wahl-Krimi in Thüringen], abgerufen am 5. Februar 2020</ref> Er ist nach [[Reinhold Maier]] erst der zweite Ministerpräsident der FDP in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.<ref>[https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/thueringen-fdp-kandidat-kemmerich-ist-ministerpraesident-artikel10721679 Thüringen: FDP-Kandidat Kemmerich ist Ministerpräsident], [[Freie Presse]] vom 5. Februar 2020.</ref>


== Weblinks ==
== Weblinks ==

Version vom 5. Februar 2020, 14:06 Uhr

Thomas Kemmerich (2019)
Kemmerich mit Rainer Brüderle beim Bundestagswahlkampf 2013

Thomas Karl Leonard Kemmerich (* 20. Februar 1965 in Aachen) ist ein deutscher Politiker (FDP) und seit dem 5. Februar 2020 Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, in dem er das Kabinett Kemmerich bildet. Er ist seit 2015 Landesvorsitzender der FDP Thüringen und seit 2019 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag. Zuvor war er bereits von 2009 bis 2014 Mitglied des Thüringer Landtags und von 2017 bis 2019 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben und Beruf

Thomas L. Kemmerich besuchte das Pius-Gymnasium in Aachen, legte 1984 das Abitur ab, studierte Rechtswissenschaften in Bonn und schloss 1989 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Parallel absolvierte er eine kaufmännische Lehre im Groß- und Einzelhandel, die er 1987 abschloss, und besuchte Kurse in Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen.

Nach der politischen Wende kam Thomas L. Kemmerich 1989 nach Erfurt und machte sich dort als Unternehmensberater selbstständig. Er beriet landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen aus dem Handwerk. Ab 1991 wandelte Thomas L. Kemmerich das Dienstleistungskombinat Betriebsteil „Friseur & Kosmetik“ sowie die Produktionsgenossenschaft (PGH) des Friseurhandwerks aus Weimar, Rudolstadt, Auerbach und Sömmerda zur Friseur Masson GmbH um. 2000 wurde das Unternehmen in die Friseur Masson AG umgewandelt, deren Vorstandsvorsitzender Thomas L. Kemmerich wurde[1]. 2011 firmierte das Unternehmen zu der neuen Marke masson®Friseure.

Thomas L. Kemmerich ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Er lebt und arbeitet in Erfurt und Weimar.

Politik

Ab Ende 2006 war Kemmerich Thüringer Landesvorsitzender der FDP-nahen Vereinigung Liberaler Mittelstand, der er seit November 2011 als Bundesvorsitzender vorsteht. Seit 2007 ist er zudem FDP-Kreisvorsitzender in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt. Bei den Kommunalwahlen in Thüringen 2009 führte er die Partei zurück in den Erfurter Stadtrat und wurde dort ihr Fraktionsvorsitzender. Bei der Landtagswahl 2009 zog er über Platz 3 der FDP-Landesliste auch in den Landtag ein und begleitete dort als Wirtschaftspolitischer Sprecher das Ressort „Wirtschaft, Arbeit, Technologie“.

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Erfurt am 22. April 2012 trat Kemmerich als FDP-Kandidat an. Mit 2,6 % der Stimmen erhielt er die wenigsten Stimmen aller sieben angetretenen Kandidaten.[2]

Bei der Landtagswahl in Thüringen 2014 schied die FDP wieder aus dem Landtag aus, wodurch auch Kemmerich, der auf Platz 4 der FDP-Landesliste kandidiert hatte, sein Mandat verlor. Er gehörte weiterhin dem Erfurter Stadtrat an und war dort Mitglied einer gemeinsamen Fraktion von FDP, Freien Wählern und Piraten. Seit 2019 ist er Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Erfurter Stadtrat, nachdem planmäßig Wahlen anstanden.

Nach dem Rücktritt von Franka Hitzing als FDP-Landesvorsitzende wurde Kemmerich am 29. November 2015 auf einem Sonderparteitag in Stadtroda mit 85 von 143 gültigen Stimmen (59 Prozent) zu ihrem Nachfolger gewählt.[3]

Zur Bundestagswahl 2017 trat Kemmerich als FDP-Kandidat im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II und als Spitzenkandidat auf der Landesliste der FDP in Thüringen an und wurde in den 19. Deutschen Bundestag gewählt. Dort war er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie[4] und im Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne[5] sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Im November 2018 wurde er in Weimar zum Spitzenkandidaten der FDP Thüringen für die Landtagswahl 2019 gewählt.[6] Bei der Landtagswahl erreichte die FDP gemäß vorläufigem Endergebnis mit 55.422 Stimmen einen Stimmenanteil von 5,0005 % und kehrte damit um fünf Stimmen in den Landtag zurück.[7] Am 7. November 2019 wurde der Einzug in den Landtag vom Landeswahlleiter durch das amtliche Endergebnis bestätigt, 73 Stimmen haben schließlich den Ausschlag gegeben.[8] Hier wurde Kemmerich von der fünfköpfigen FDP-Fraktion zum Fraktionsvorsitzenden gewählt.[9] Sein Bundestagsmandat legte Kemmerich am 14. November 2019 nieder, Nachrücker war Reginald Hanke.[10]

Bei der Wahl zum thüringischen Ministerpräsidenten kandidierte Kemmerich am 5. Februar 2020 im dritten Wahlgang neben Bodo Ramelow (Die Linke) und Christoph Kindervater (parteilos, auf Vorschlag der AfD) und wurde mit 45 Stimmen zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen (gegenüber 44 Stimmen für Bodo Ramelow und 0 Stimmen für Christoph Kindervater) gewählt. In den ersten beiden Wahlgängen hatten zuvor weder der Amtsinhaber Ramelow noch Kindervater die nötige absolute Mehrheit der Stimmen erhalten.[11] Er ist nach Reinhold Maier erst der zweite Ministerpräsident der FDP in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.[12]

Weblinks

Commons: Thomas Karl Leonard Kemmerich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Unternehmenswebsite (Memento des Originals vom 21. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.masson-friseure.de Abgerufen am 30. November 2015
  2. Wahlergebnis beim Thüringer Landeswahlleiter
  3. Thomas Kemmerich ist neuer Thüringer FDP-Chef. Die Welt, 29. November 2015, abgerufen am 29. November 2015.
  4. Pressemitteilung: Besetzung Bundestagsausschüsse. In: fdpbt.de. Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, 14. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  5. Unterausschuss Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne. Abgerufen am 3. März 2019.
  6. Thomas Kemmerich ist Spitzenkandidat der FDP. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 17. November 2018, abgerufen am 25. Oktober 2019.
  7. Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl auf wahlen.thueringen.de, abgerufen am 28. Oktober 2019.
  8. FDP zieht sicher in den Landtag ein. In: zeit.de. Die Zeit, 7. November 2019, abgerufen am 7. November 2019.
  9. Fünf Freie Demokraten für Thüringen. In: liberale.de. Abgerufen am 12. November 2019.
  10. Deutscher Bundestag - Ausgeschiedene Abgeordnete der 19. Wahlperiode. Abgerufen am 17. November 2019.
  11. Mitteldeutscher Rundfunk Thüringen: Live-Ticker – Wahl-Krimi in Thüringen, abgerufen am 5. Februar 2020
  12. Thüringen: FDP-Kandidat Kemmerich ist Ministerpräsident, Freie Presse vom 5. Februar 2020.