Ägyptomanie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thomas Rowlandson, Egyptomania, 1806.

Ägyptomanie ist eine seit der Antike bekannte Ausprägung der Begeisterung für alles Altägyptische, daher auch Ägypten-Mode oder Ägyptophilie genannt.

Grundlegend für die moderne Ägyptenbegeisterung war die Ägyptische Expedition Napoleon Bonapartes in den Jahren von 1798 bis 1801. Ihr folgte eine ganz Europa erfassende Ägypten-Mode in der Kleidung bis hin zur Architektur und Innenraumgestaltung.

Eine ähnliche Wirkung in Europa hatte die Auffindung des Grabes des Tutanchamun (KV62) durch Howard Carter im Jahr 1922 und die 1924 folgende Ausstellung der Büste der Nofretete. Sie war 1912 bei Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG) freigelegt worden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friederike Werner, Ägyptomanie in Preußen - Die Tafelskulptur zur Hochzeit im Königshaus 1804, VDG Weimar 2016, ISBN 978-3-89739-856-6
  • Wilfried Seipel (Hrsg.): Ägyptomanie. europäische Ägyptenimagination von der Antike bis heute. Symposium Wien, Kunsthistorisches Museum, 30. und 31. Oktober 1994 (= Schriften des Kunsthistorischen Museums. Bd. 3). Kunsthistorisches Museum Wien. Wien 2000.
  • James Stevens Curl: The Egyptian Revival, revised and enlarged edition. Routledge, New York 2005, ISBN 0-415-36119-2, ISBN 0-415-36118-4.
  • Abbas Amin: Ägyptomanie und Orientalismus: Ägypten in der deutschen Reiseliteratur (1175-1663). Mit einem kommentierten Verzeichnis der Reiseberichte (383-1845) (= Studien Zur Deutschen Literatur. Bd. 202). de Gruyter, Berlin 2013, e-ISBN 978-3-11-029923-6, ISBN 978-3-11-029893-2.
  • Erich Hubala: Egypten. In: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte. Bd. 4: Dinanderie-Elle. Metzler, Stuttgart 1958, S. 750–775.