Ärztevereinigung

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In Deutschland existieren verschiedene Ärztevereinigungen und Zahnärztevereinigungen, wobei hierunter sowohl juristische Personen des Privatrechts wie des öffentlichen Rechts zu zählen sind. Die beiden wichtigsten Dachverbände der Ärzte sind die Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern), die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung in den Landesärztekammern mit 485.800 Mitgliedern (davon 371.302 berufstätigen Ärzten) (Stand: 31. Dezember 2015), [1] und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), in der über die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) alle Vertragsärzte in Deutschland Mitglied sind, und die als Organ der ärztlichen Selbstverwaltung als Berufsständische Körperschaft öffentlichen Rechts (K. d. ö. R.) fungiert. Insgesamt rund 164.947 (Stand 31. Dezember 2014) niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sind Mitglieder der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen. [2]

Die 62.684 deutschen Vertragszahnärzte (Stand 1. Oktober 2016) sind Mitglieder in den 17 Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV), ebenfalls K. d. ö. R.. Deren Dachorganisation ist die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Alle 92.678 Zahnärzte (davon 71425 zahnärztlich tätig; Stand: 31. Dezember 2015) sind Pflichtmitglieder der jeweiligen Landeszahnärztekammern, die sich in der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern e. V. zusammengeschlossen haben. [3]

Ärztliche Interessenverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Marburger Bund ist die Interessenvertretung der angestellten und verbeamteten Ärzte in Deutschland. Den weitaus größten Teil der rund 108.000 Mitglieder (Selbstauskunft) machen dabei Klinikärzte aus. Der Marburger Bund vertritt die Interessen der Ärzte als Gewerkschaft gegenüber den zumeist öffentlichen Tarifpartnern (angestellte Ärzte), b.z.w. Dienstherren (beamtete Ärzte).
  • Der NAV-Virchow-Bund vertritt die Interessen der niedergelassenen Ärzte Deutschlands mit seinen rund 12.000 Mitgliedern.
  • Der Hartmannbund ist einer der größten deutschen Ärzteverbande und vertritt fachgruppenübergreifend die Interessen von mehr als 60.000 Ärzten, Zahnärzten und Medizinstudierenden in Deutschland.
  • Der Verein Demokratischer Ärztinnen und Ärzte wurde 1986 als Alternative zu den rein standespolitischen Interessenvertretungen der Ärzte gegründet und engagiert sich gegen die Kommerzialisierung der Medizin.

Die Fachärzte sind in fachgruppenspezifischen Berufsverbänden organisiert, wie z. B. dem

  • Berufsverband Deutscher Internisten, der sich mit seinen ca. 23.000 Mitgliedern (Selbstauskunft)[4] als größter europäischer Fachärzteverband bezeichnet,
  • dem Deutschen Hausärzteverband[5] ist die Interessenvertretung der deutschen Hausärzte und gilt mit seinen über 30.000 Mitgliedern (Selbstauskunft)[6] als der größte Berufsverband der deutschen Vertragsärzte oder
  • dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands[7] (SpiFa), welcher als Facharztdachverband die Darstellung der Interessen von gegenwärtig über 150.000 der in Deutschland tätigen Fachärzte (Selbstauskunft)[8] repräsentiert,

und in wissenschaftlichen Fachgesellschaften, wie z. B. der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM).

Zahnärztliche Interessenverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wichtigsten gehören:

Seitennachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BÄK, Ärztestatistik
  2. KBV Arztzahlen
  3. Mitgliederstatistik BZÄK
  4. http://www.bdi.de/presse/fact-sheet/ Eigendarstellung des Berufsverbands Deutscher Internisten e. V. (abgerufen am 15. Dezember 2015)
  5. http://www.hausaerzteverband.de/ Deutscher Hausärzteverband e. V. (abgerufen am 15. Dezember 2015)
  6. http://www.hausaerzteverband.de/cms/Bundesverband.7.0.html Eigendarstellung des Deutschen Hausärzteverbands e. V. (abgerufen am 15. Dezember 2015)
  7. http://www.spifa.de/ Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (abgerufen am 15. Dezember 2015)
  8. https://www.spifa.de/spitzenverband-fachaerzte/wir-ueber-uns.php Eigendarstellung des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. (abgerufen am 15. Dezember 2015)