Çemişgezek

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Çemişgezek
Wappen fehlt
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Çemişgezek (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Tunceli
Koordinaten: 39° 4′ N, 38° 55′ OKoordinaten: 39° 3′ 50″ N, 38° 54′ 48″ O
Höhe: 975 m
Einwohner: 3.506[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 428
Postleitzahl: 62 600
Kfz-Kennzeichen: 62
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 7 Mahalle
Bürgermeister: Metin Levent Yıldız (AKP)
Postanschrift: Tepebaşı Mah.
Bademli Sokak No: 9
62600 Çemişgezek
Website:
Landkreis Çemişgezek
Einwohner: 8.347[1] (2018)
Fläche: 851 km²
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Kaymakam: Harun Kazez
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Çemişgezek (armenisch Չմշկածագ Čmškacag, osmanisch چمشکزک, auch Melkişî genannt) ist eine Stadt und Hauptort des gleichnamigen Landkreises (İlçe) in der ostanatolischen Provinz Tunceli. Der Ort liegt etwa 117 Straßenkilometer (55 km Luftlinie) westlich der Provinzhauptstadt Tunceli und ist laut Stadtsiegel seit 1881 eine Belediye (Gemeinde).

Der Ort wurde nach dem byzantinischen Kaiser Johannes Tzimiskes benannt. Johannes Tzimiskes entstammt einer armenischen Dynastie und herrschte im 10. Jahrhundert. Sein Name selbst leitet sich vom armenischen Begriff tschemschkik, was klein bedeutet, ab.
Zazaisch und Kurmandschi sind die häufigsten Sprachen des Landkreises.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis liegt im Westen der Provinz und grenzt im Osten und Nordosten an den Kreis Hozat sowie im Südosten an den Kreis Pertek. Außengrenzen werden durch die Provinzen Erzincan im Norden und Westen sowie Elazığ im Süden und Südwesten gebildet. Eine natürliche Grenze stellt im Süden der Keban-Stausee dar.

Der wichtigste Fluss ist der aus der Kreisstadt kommende Tağar Çayı, der in den Stausee mündet. Die wichtigsten Erhebungen sind die Pilav Tepe, Bozan Tepe, Kırklar Tepesi und der Yılan Dağ (2950 m). Von Norden nach Süden fällt das Terrain ab. Der Norden des Landkreises ist Teil des Munzurgebirges. Um die Stadt herum gibt es viele Ebenen. Çemişgezek hat durch den Stausee viel landwirtschaftliche Fläche eingebüßt, es wurden 14 Dörfer vollständig und 12 teilweise überflutet.

Der Kreis besteht neben der Kreisstadt (42 % der Kreisbevölkerung) aus 34 Dörfern (Köy) mit durchschnittlich 142 Bewohnern. Die Skala der Einwohnerzahlen reicht von 504 (Sarıbalta) bis 19 (Aşağıdemirbük), zehn Dörfer haben mehr als der Durchschnitt (= 142) Bewohner. Wie die meisten Kreise der Provinz hat der Kreis seit 2013 eine rückläufige Bevölkerung, die Bevölkerungsdichte liegt mit 9,8 Einw. je km² knapp unter dem Provinzwert von 11,6.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nufusune.com, abgerufen am 30. Juli 2019