Église d’Auteuil (Métro Paris)

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Metro-M.svg Église d’Auteuil
Sortie du métro Église d'Auteuil.jpeg
Tarifzone 1
Linie(n) 10Paris m 10 jms.svg
Ort Paris XVI
Eröffnung 30. September 1913
Zugang an der Place Théodore-Rivière mit Kandelaber des Typs „Val d’Osne“

Der U-Bahnhof Église d’Auteuil ist eine unterirdische Station der Linie 10 der Pariser Métro. Die Zahl der einsteigenden Fahrgäste betreffend ist er die Métrostation mit dem geringsten Fahrgastaufkommen.[1][2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station befindet sich im Quartier d’Auteuil des 16. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter der Rue Wilhem zwischen der Place Théodore-Rivière und der Rue Corot.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend ist die an der Rue Wilhem gelegene Kirche Notre-Dame d’Auteuil. Sie wurde zwischen 1877 und 1884 an der Stelle eines Vorgängerbauwerks aus dem 11. Jahrhundert errichtet.

Zunächst trug die Station nach der Rue Wilhem den Namen „Wilhem“. Diese ist nach dem Schriftsteller und Komponisten Guillaume-Louis Bocquillon, der das Pseudonym Wilhem benutzte, benannt. Auf Initiative eines Gemeinderats, der fälschlich annahm, der Name beziehe sich auf den deutschen Kaiser Wilhelm II., wurde die Station am 15. Mai 1921 umbenannt.[2]

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station wurde am 30. September 1913 mit der Eröffnung der westlichen Verlängerung der Linie 8 von Beaugrenelle (seit 1947: Charles Michels) bis Porte d’Auteuil in Betrieb genommen.[3] Am 27. Juli 1937 wurde der betreffende Abschnitt der Linie 8 zwischen La Motte-Picquet – Grenelle und Porte d’Auteuil der Linie 10 zugeordnet.[4]

Sie liegt am Anfang der ehemaligen Endschleife Boucle d’Auteuil[5] und gehört zu den wenigen Stationen, die nur ein Gleis aufweisen. Nur die Züge in Richtung Boulogne – Pont de Saint-Cloud halten dort, für die Gegenrichtung muss in der nahen Station Mirabeau eingestiegen werden.

Unter einem elliptischen, weiß gefliesten Gewölbe liegt an der Nordostseite des Gleises der 75 m lange[6] Bahnsteig. Zu jedem seiner Enden führt ein Zugang, der südöstliche liegt gegenüber der Einmündung der Rue Corot. Der nordwestliche Zugang an der Place Théodore-Rivière ist durch einen Kandelaber der Typs Val d’Osne[7] markiert.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Linie 10 verkehren konventionelle Züge der Baureihe MF 67. Zwischen 1975 und 1994 liefen Züge der Baureihe MA, davor solche der Bauart Sprague-Thomson.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Église d'Auteuil (Paris Metro) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gérard Roland: Stations de métro. D’Abbesses à Wagram. Bonneton, Paris 2003, ISBN 2-86253-307-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 343.
  2. a b Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 97.
  3. Jean Tricoire, op. cit., S. 240.
  4. Jean Tricoire, op. cit., S. 243.
  5. Jean Tricoire, op. cit., S. 274.
  6. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  7. Jean Tricoire: op. cit., S. 74.
  8. Jean Tricoire: op. cit., S. 273.
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Michel-Ange – Auteuil
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Paris m 10 jms.svg Javel – André Citroën
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Koordinaten: 48° 50′ 50″ N, 2° 16′ 8″ O