Émile Henriot (Chemiker)

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Henriot auf der Solvay-Konferenz 1927

Émile Henriot (* 2. Juli 1885; † 1. Februar 1961) war ein französischer Chemiker. Er bewies als erster, dass Kalium und Rubidium natürlich radioaktiv sind.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henriot untersuchte Methoden, um extrem hohe Winkelgeschwindigkeiten zu erzeugen, und stellte fest, dass in geeigneter Weise platzierte Luftdüsen verwendet werden können, um Kreisel bei sehr hohen Geschwindigkeiten zu drehen. Mit dieser Technik wurden später Ultrazentrifugen konstruiert.

Außerdem war er ein Pionier in der Untersuchung des Elektronenmikroskops. Er studierte auch die Doppelbrechung und Molekülschwingungen.

Er erhielt seinen Doktor der Physik im Jahre 1912 an der Universität von Paris bei Marie Curie[1] und nahm 1927 mit ihr und 27 anderen namhaften Physikern und Chemikern an der fünften Solvay-Konferenz in Brüssel teil.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. Marton: Obituaries: Prof. E. Henriot. In: Nature. 190, Nr. 4779, 1961, S. 861. bibcode:1961Natur.190..861M. doi:10.1038/190861a0.
  • Biographie Nationale publiée par L’Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique. vol. 12 (suppl.), Établissements Émile Bruylant, 1866–1986, col 421–423.
  • Acad. Roy. Belg. Ann., 130, 1964, S. 47–59.
  • Acad. Roy. Sci. Bull. Cl. Sci., 47, 1961, S. 680.
  • Le Radium, 5, 1908, S. 41–46

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensdaten, Publikationen und Akademischer Stammbaum von Emile Henriot bei academictree.org, abgerufen am 10. Februar 2018.