Óscar García (Fußballspieler)

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Óscar García

Óscar García (2016)

Spielerinformationen
Name Óscar García Junyent
Geburtstag 26. April 1973
Geburtsort SabadellSpanien
Größe 184 cm
Position Offensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1990–1991 FC Barcelona
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1991–1994 FC Barcelona B 82 (23)
1992–1999 FC Barcelona 69 (21)
1994–1995 → Albacete Balompié (Leihe) 29 0(2)
1999–2000 FC Valencia 20 0(4)
2000–2004 Espanyol Barcelona 51 0(4)
2004–2005 UE Lleida 23 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1991 Spanien U-18 4 0(1)
1991 Spanien U-19 1 0(0)
1991 Spanien U-20 3 0(0)
1992–1996 Spanien U-21 24 (12)
1996 Spanien Olympiaauswahl 4 0(2)
1993–1998 Katalonien 2 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2010–2012 FC Barcelona (A-Jugend)
2012–2013 Maccabi Tel Aviv
2013–2014 Brighton & Hove Albion
2014 Maccabi Tel Aviv
2014 FC Watford
2016–2017 FC Red Bull Salzburg
2017– AS Saint-Étienne
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Óscar García Junyent (* 26. April 1973 in Sabadell) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler und heutiger Trainer. Als Angriffsspieler agierte er meistens im offensiven Mittelfeld oder als zweiter Stürmer. Seit 2017 trainiert er den französischen Verein AS Saint-Étienne.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

García ist ein Produkt der Fußballakademie des FC Barcelona. Sein erstes Ligaspiel für Barça bestritt er beim 4:1-Erfolg über den FC Cádiz am 9. Mai 1993. In seinen ersten zwei Jahren bei der ersten Mannschaft des FC Barcelona zwischen 1992 und 1994 absolvierte er fünf Ligaspiele, davon vier in der Startelf.

Zur Saison 1994/95 wurde er an den spanischen Erstligisten Albacete Balompié ausgeliehen, wo er sich auch gleich einen Stammplatz erkämpfte. In der Saison 1995/96 war er mit 10 Ligatoren der beste Torschütze des FC Barcelona[1] und das, obwohl er bei 28 Ligaeinsätzen lediglich 11 Mal von Beginn an zum Einsatz kam.

Die Zahl seiner Einsätze reduzierte sich in den folgenden Jahren, in denen Barcelona die spanische Meisterschaft und den spanischen Pokal je zwei Mal gewann, was García dazu veranlasste, 1999 zum FC Valencia zu wechseln. Mit Valencia erreichte er in der Saison 1999/00 das Finale der Champions League. García musste von der Ersatzbank aus miterleben, wie sein Team Real Madrid mit 0:3 unterlag.

Bereits nach dieser einen Saison kehrte García nach Barcelona zurück, diesmal schloss er sich aber Espanyol Barcelona an. Auch in seinen vier Jahren bei Espanyol kam García nicht über den Status des Jokers hinaus. Bei dieser Station spielte er gemeinsam mit seinem Bruder Roger. Insgesamt bestritt er für Espanyol 51 Ligaeinsätze (davon 19 von Beginn an) und erzielte vier Tore.

Nach der Saison 2004/05, in der er für den spanischen Zweitligisten UE Lleida spielte, beendete er seine Karriere im Alter von 32 Jahren.

1996 nahm er mit der spanischen Olympiaauswahl an den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta teil. Er traf dort in vier Spielen zwei Mal. Zwischen 1993 und 1998 bestritt er außerdem zwei Spiele für die katalanische Fußballauswahl.[2]

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2010/11 coachte García die A-Jugend des FC Barcelona.[3] In seiner ersten Saison führte er die Jugendmannschaft zum Gewinn der Liga, der Copa del Rey und des Copa de Campeones.[4] Am Ende der zweiten Saison verließ er die Katalanen und übernahm den Trainerposten beim israelischen Erstligisten Maccabi Tel Aviv.[5] Zur Saison 2013/14 musste er diesen Posten trotz erreichtem Meistertitel für Paulo Sousa räumen.[6] Vom 26. Juni 2013 bis zum 12. Mai 2014 war er Trainer des englischen Zweitligisten Brighton & Hove Albion.[7] Danach war er bis zum 26. August erneut Trainer bei Maccabi Tel Aviv. Nach dieser kurzen Station wechselte er zum FC Watford, wo er jedoch bereits nach einem Monat aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

Mit Jahresbeginn 2016 übernahm García den Trainerposten beim österreichischen Bundesligisten FC Red Bull Salzburg.[8] Mit dem Klub gewann er am Ende der Spielzeit 2015/16 den Meistertitel, zudem gewann die von ihm betreute Mannschaft im Pokalendspiel 2015/16 mit einem deutlichen 5:0-Erfolg über den FC Admira Wacker Mödling das Double. Jedoch auch unter seiner Leitung blieb der große internationale Erfolg aus, im August 2016 scheiterte RBS – zum neunten Mal in Folge – in der Qualifikation zur UEFA Champions League. Gegen Dinamo Zagreb verlor die Mannschaft in der Play-off-Runde nach einem 1:1-Hinspielremis mit 1:2 in der Verlängerung, war damit aber für die UEFA Europa League spielberechtigt. García führte die Niederlage unter anderem auch auf die Transferpolitik zurück, nachdem zahlreiche Leistungsträger den Verein in Richtung des ebenfalls von Red Bull finanzierten Partnerverein RB Leipzig verlassen hatten und er RB Salzburg zum Ausbildungsverein degradiert sah.[9] Auch am Beginn der Meisterschaft 2016/17 ließ die Mannschaft in der Folge die Dominanz der letzten Jahre vermissen, was sich jedoch mit Fortdauer der Meisterschaft änderte.

In der Frühjahrssaison erlitt Salzburg mit 1:2 gegen Mattersburg nur eine Niederlage und erreichte den Meistertitel mit 18 Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte Wiener Austria. Mit 25 Siegen insgesamt konnte der Rekord der Wiener egalisiert werden, die 24 Gegentore bedeuten den niedrigsten Wert in der Bundesligageschichte.[10]

Im Juni 2017 wurde er Trainer des französischen Vereins AS Saint-Étienne, bei dem er einen bis Juni 2019 gültigen Vertrag erhielt.[11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garcías Brüder, Roger und Genís, waren ebenfalls Profifußballspieler. Alle spielten in ihrer Jugend beim FC Barcelona, doch nur Óscar und Roger vermochten es in die erste Mannschaft aufzusteigen.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Óscar García Junyent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. weltfussball.de: Primera Division 1995/1996 - Torschützenliste
  2. vereransfcbarcelona.cat: Garcia Junyent, Òscar (englisch)
  3. FC Barcelona: Luis Enrique continua i Òscar Garcia s’estrena
  4. FC Barcelona: Definitively the best year in club history
  5. Maccabi Tel Aviv: Oscar Garcia Appointed As Head Coach
  6. Paulo Sousa appointed as head coach. Mitteilung auf der Homepage von Maccabi Tel Aviv (englisch), 11. Juni 2013. Abgerufen am 12. Juni 2013.
  7. seagulls.co.uk: Garcia Appointed Head Coach
  8. Óscar García ist der neue Trainer der roten Bullen redbullsalzburg.at, am 28. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015
  9. Rangnick: Kein Verständnis für Salzburg-Kritik. Abgerufen am 18. November 2016.
  10. Bundesliga.at
  11. Oscar Garcia nouvel entraîneur asse.fr, am 15. Juni 2017, abgerufen am 15. Juni 2017
  12. FCBarcelona.com: Barca Brothers (englisch), 29. Oktober 2009