Öko-Test

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ÖKO-TEST
Öko-Test-Logo.svg
Beschreibung Verbrauchermagazin
Verlag ÖKOTEST Holding AG
Erstausgabe 1985
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2016)
121.553 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 1/2016) 123.920 Exemplare
Reichweite (MA 2013) 1,736 Mio. Leser
Chefredakteur Jürgen Stellpflug
Weblink oekotest.de
ISSN 0948-2644Vorlage:Infobox Publikation/Unspezifische ISSN-Angabe

Öko-Test ist ein deutschsprachiges Verbrauchermagazin. Die Zeitschrift Öko-Test Magazin gibt es seit April 1985. Weiter erscheinen im Verlag mehrmals jährlich Öko-Test Kompakt, Öko-Test Ratgeber, Öko-Test Spezial, Öko-Test Kompass sowie die Öko-Test Jahrbücher. Die verkaufte Auflage des Magazins beträgt 121.553 laut IVW 1/2016. Die Reichweite wird mit monatlich 1,73 Millionen Lesern (MA 2013) angegeben. Öko-Test unterhält eine Website, auf der alle Testergebnisse seit Anfang 1992 abrufbar sind. Aktuelle Ergebnisse kosten zwischen 0 Cent und 4,00 Euro.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Öko-Test Verlag GmbH hat etwa 65 Mitarbeiter. Der Umsatz beträgt ca. 11 Millionen Euro (2007).

Gesellschafter ist zu 100 % die Öko-Test-Holding AG. 66,2 % der Aktien sind im Besitz der GLG Green Lifestyle GmbH, einem Tochterunternehmen der dd_vg.[1] Unter dieser Holding vereint die SPD ihre Medienbeteiligung. Die restlichen Aktien gehören rund 900 Aktionären.

Die in Frankfurt ansässige Öko-Test Verlag GmbH ist für die Print-Titel wie das Öko-Test-Magazin, die Öko-Test-Jahrbücher und die Öko-Test-Ratgeber zuständig. In den Aufgabenbereich der Niederlassung Augsburg fallen die Website www.oekotest.de sowie das firmeneigene Kundenmagazin Markt und Medien.

Als einen Verbraucherservice haben Öko-Test Mitarbeiter den Verein Ökologische Verbraucherberatung e.V. gegründet. Der gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verbraucheranfragen zu beantworten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Zeitschrift Neugier zum ÖKO-TEST-Magazin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer des Öko-Test-Magazins war die Neugier – Illustrierte Zeitschrift mit Öko-Test, die bereits im April/Mai 1983 in der gleichnamigen Neugier-Verlag GmbH (Berlin) erschienen ist. Gründer und Herausgeber war der Wirtschaftsjournalist Jürgen Räuschel, Finanzier der 1947 in Heidelberg geborene Diplomchemiker Dr. Peter Plieninger. Dessen Vater, Professor Dr. Hans Plieninger, gehörte auch zu den frühen Kommanditisten der späteren ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG. [2] Peter Plieninger übertrug später seine Anteile an der Neugier-Verlag GmbH auf den Verein „Freunde des ÖKO-Test-Magazins e.V.“, der damit, ohne eigenes Kapital aufbringen zu müssen, Mehrheitsgesellschafter der ÖKO-TEST-Verlag GmbH wurde.

Die Zeitschrift Neugier, für die im Zeitschriftenkatalog der Deutschen Nationalbibliothek nur eine Ausgabe nachgewiesen wird[3], hat publizistisch keine große Resonanz gefunden, auch wenn der in ihr veröffentlichte Test ein heißes Eisen aufgriff: Cadmium in Lego-Bausteinen, mithin in Kinderspielzeug.[4] Die Bedeutung des Tests bestand vielmehr darin, dass mit ihm die Basis-Konzeption für das noch zu entwickelnde ÖKO-TEST-Magazin gelegt worden war.

Journalistische und politische Traditionslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept der ÖKO-TESTS (siehe unten) war das Fundament, auf dem die neue Zeitschrift aufbauen sollte. Aber dieses Fundament war eingebettet in journalistische Traditionen, die sich so nur wieder entfalten konnten vor dem Hintergrund der politischen Verhältnisse in den frühen achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Im Beteiligungsprospekt wird der Bogen gespannt von den investigativen amerikanischen Journalisten des frühen 20. Jahrhunderts, den Muckrakers[5], über die bundesrepublikanische DM der 1960er-Jahre und die Medien mit aufklärerischem Charakter wie etwa konkret[6], päd.extra oder der Berliner Extra-Dienst, die sich bewusst als Gegenöffentlichkeit verstanden.

Jürgen Räuschel, der von 1963 bis 1965 als Redakteur bei der DM gearbeitet hatte, fühlte sich deren Tradition weiterhin verpflichtet. Deshalb verwundert auch nicht der ausführliche Exkurs auf diese „erste Zeitschrift mit Warentests“ im Beteiligungsprojekt, wo ihr Erfolg vor allem deshalb attestiert wird, weil sie sich „mit den alltäglichsten Dingen der Welt beschäftigte: mit Brot, Möbeln, Hosen, Waschmitteln, Autos, Wohnungen. Weil sie Preise und Gebrauchswerte zueinander in Beziehungen setzte. Weil sie Preise und Gebrauchswerte zueinander in Beziehung setzte. Weil sie Preise verglich und Reklamesprüche entlarvte. Und da fiel der Wirtschaftswunder-Lack ab. Das war das Politische an der DM.“[7] Daraus wird als Anspruch für das ÖKO-TEST-Magazin abgeleitet:

„Das ÖKO-TEST-Magazin will in ganz ähnlicher Weise den Gebrauchsnutzen der uns umgebenden Dinge untersuchen; aber nicht nur Waren, sondern den Verhältnissen entsprechend auch Lebensbereiche, Lebensumstände. Untersuchungskriterien sind nicht mehr Preis, praktische Form, Pflegeleichtigkeit, Geschmack, sondern Gesundheit, soziale Verantwortung, Verantwortung für das Ökosystem, in dem wir leben. Wenn es immer mehr Mühe macht, die Luft zu atmen, die uns umgibt, dann spielt es eigentlich keine Rolle mehr, ob das Handschuhfach an irgendeinem Test-Auto groß oder klein ist.[8]

Ob dieser hehre Anspruch durch das ÖKO-TEST-Magazin jemals in seiner gesamten Komplexität eingelöst werden konnte, sei dahingestellt.[9] Fakt aber ist, dass er so nur unter spezifischen gesellschaftlichen Bedingungen formuliert werden konnte. Und nur in einer spezifischen gesellschaftlichen Situation konnte er die Überzeugungskraft entfalten, die tatsächlich auch praktische Konsequenzen nach sich zog. Räuschel resümiert das 1994 so:

„Die Entwicklung des ÖKO-TEST-Magazins war nur in einer bestimmten politischen Situation der 80er Jahre möglich. Die frühen 80er waren die hohe Zeit der Öko-Bewegung in West-Deutschland. Friedensbewegung, Anti-Atomkraft-Kampagnen, Women‘s Lib, Bürgerinitiativen aller Art waren ineinander verzahnt und produzierten zusammen eine grün-bunte Fundamental-Kritik am herrschenden westeuropäischen Lebensstil. [..] Der Kern der Bewegung zog ein teils offen, teils insgeheim sympathisierendes Umfeld mit, das bald um ein Vielfaches größer wurde als der Kern der Bewegung selbst: Die politische Partei der Alternativen, die Grünen, erhielt in Wahlen rund zwei Millionen Stimmen.[10]

In einer Zeit, in der alles möglich schien, war es auch für einen mittellosen Journalisten keine Utopie, eine Zeitschrift zu gründen, denn: „Die Öko-Bewegung braucht jetzt eine Publikumszeitschrift.“ So stand es auf dem ersten Plakat, mit dem die Idee der Zeitschrift in die Öffentlichkeit getragen und die Kampagne zur Geldbeschaffung gestartet wurde.[11]

Das journalistische Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Rekurs auf die alte DM war im Prinzip der journalistische Leitgedanke für das ÖKO-TEST-Magazin vorgegeben, der in den Anspruch mündete, eine „Zeitschrift für den praktischen Alltag von Menschen“ zu machen, „die Wege suchen, einer zunehmenden Vergiftung unserer unmittelbaren Lebensbedingungen entgegenzuwirken“.[12] Dieser Anspruch sollte nicht durch eine bloße Berichterstattung über Umweltskandale eingelöst werden, sondern durch harte Fakten. Die zu liefern, war die Aufgabe der ÖKO-Tests[13]. Sie sollten auf wissenschaftlicher Basis Inhaltsstoffe von Lebensmitteln ebenso analysieren wie deren Produktionsbedingungen oder Probleme der Abfallentsorgung. Und sie sollten mehr sein, als nur vergleichende Warentests: gesundheitliche und ökologische Aspekte hatten Vorrang gegenüber rein funktionalen, ihre Resultate sollten dazu befähigen, tradiertes Alltagshandeln zu verändern, Unternehmen und Behörden sollten zur Beseitigung von Missständen gedrängt werden. Politische Wirkung war intendiert, parteipolitische Neutralität aber journalistisches Gebot.

„Der vergleichende Warentest kann seine Testkriterien um eine Umwelt-Variante bereichern, also bei Rasenmähern auch den Lärm messen, mit dem diese ihrer Umgebung auf die Nerven gehen. Aber das ist auch schon alles. Der Öko-Test hätte nach dem Sinn des Rasenmähens überhaupt zu fragen und zu untersuchen, ob es nicht sinnvoller ist, Wiesen wachsen zu lassen.[14]

Getreu dem Anspruch, durch die Tests Handlungsalternativen für die Leserschaft zu eröffnen und deren Handlungskompetenz zu stärken, sollte jeder Test mit einem „Was tun?“ überschriebenen Resümee enden, das Möglichkeiten anbot, ohne Handlungsdirektiven zu oktroyieren. Den Tests im Heft sollte außerdem die Rubrik „Nachwirkungen“ korrespondieren, in der gezeigt werden konnte, was sich nach den Tests (oder auch der übrigen Berichterstattung) getan hat. Das hatte natürlich auch Symbolcharakter für die eigene Leserschaft, der man so vermitteln konnte, dass ÖKO-Tests Wirkung erzielten, tatsächlich das „Gegengift zum giftigen Alltag“ waren, wie es auf dem oben schon zitierten Plakat zu lesen stand.

Eine wichtige Rolle bei den Tests und der Weiterentwicklung der Testmethoden spielten die Labore und Institute, mit denen zusammengearbeitet werden musste. Ein eigenes Testlabor war aus Kostengründen illusorisch aber es gab Alternativen. Im Zuge der Anti-Atomkraft-Bewegung und der Umweltbewegung insgesamt waren zunächst noch kleine unabhängige Forschungseinrichtungen entstanden. Initiatorinnen und Initiatoren waren häufig wissenschaftliche Mitarbeiter der Universitäten, die das Ziel verfolgten, unabhängige, vor allem von der Industrie unabhängige, Forschungsarbeiten zu umweltrelevanten Themen zu ermöglichen. Der Zeit und dem Selbstverständnis entsprechend, waren es in der Regel selbstverwaltete und selbstbestimmte Forschungsinstitute, die offen waren für das Konzept der ÖKO-Tests und diesen wissenschaftliche Seriosität garantierten. Die meisten dieser Forschungseinrichtungen waren ab 1986 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) e.V..[15]

Die Öko-Tests als zentraler Konzeptbaustein bildeten auch das Zentrum der Heftstruktur, die auf einer eher konventionellen Dreiteilung basierte:

„Vorn das Editorial, die Leserbriefe, die öko-sozialen Kurzmeldungen, daran anschließend die harten und längeren Beiträge. In der Mitte kamen die Öko-Tests. Den dritten Teil bestritten freundliche und nützliche Magazin-Themen, Rezepte, Ratschläge, Buchbesprechungen, der Terminkalender, die Anzeigen etc. Das Tagebuch stand auf der letzten Seite. Die Leser des Öko-Test-Maganzins konnten auch von hinten anfangen zu lesen.[16]

Für die unkonventionelle Durchmischung und Aufbrechung der Heftstruktur sorgte dann das gestalterische Konzept von Christof Gassner.

Das gestalterische Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen April 2013 und September 2015 war im Museum Angewandte Kunst (Frankfurt am Main) die Ausstellung „Weniger, aber besser. Design in Frankfurt 1925 bis 1985: Das Frankfurter Zimmer“ zu sehen.[17] Ihr folgte im März 2016 die Ausstellung „Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main“.[18]. Beiden Ausstellungen gemeinsam ist, dass in ihnen auch Christof Gassners Arbeiten als beispielhaft für den jeweiligen Kontext präsentiert werden. Sein Gestaltungskonzept für das ÖKO-TEST-Magazin findet sich dort neben den von Dieter Rams gestalteten Design-Ikonen aus der „BRAUN Design Collection“.[19] Doch das ÖKO-TEST-Magazin, das in beiden Ausstellungen als beispielhaft für den Umgang mit Typografie und Grafik gewürdigt wird, ist, abgesehen vom Logo, nicht mehr die Zeitschrift, die heute in den Kiosks zu haben ist, sondern die, für die Christof Gassner Mitte der 1980er Jahre die gestalterische Verantwortung trug.

Zwischen Zeitschriftenkonzepten, die für das „neu-deutsche Yuppigemüt mit geglätteter Konsumästhetik verschnitten wurden“, und den „vielfach selbstgestrickt[en] und selbstgehgäkelt[en], immer ebenso lieb wie öde und grau, immer gut gemeint[en] und somit naturgemäß selten guten“ Publikationsstrategien der Öko-Bewegung, „zwischen Lifestyle- und Müsli-Design“, versuchte Gassner ab 1984 eine neue Projektsprache für das ÖKO-TEST-Magazin zu finden.[20] Gestaltung war nach seinem Verständnis keine bloße Illustration des Inhalts, sondern Teil des Inhalts, autonom auch gegenüber der Redaktion.[21] Gesucht war eine neue Form der visuellen Kommunikation, eine eigene visuelle Sprache, die sich durchsetzen und bewähren musste auf dem Markt der Massenmedien. Eckpfeiler dieser neuen visuellen Sprache waren[22]:

  • Die elementaren Bausteine: Farbe, Zeichen, Typografie.
  • Die Bildsprache: Illustration, Fotografie.
  • Das Zusammenspiel von Text und Bild in der Heftstruktur.

Farbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine große Schwierigkeit bestand darin, dass es für ein Ökomagazin selbstverständlich war, auf Recyclingpapier gedruckt zu werden. Recyclingpapier in den 1980er Jahren aber war grau und nur bedingt verfügbar für die Anforderungen des Rollenoffset-Drucks. Nur die Firma Steinbeis [23] war zu der Zeit in der Lage, ein akzeptables Papier herzustellen, und dieses Papier wurde zu einem bestimmenden Faktor des Gestaltungskonzepts, das schon aufgrund des Ausgangsmaterials die Verwendung von auf Hochglanz

Das ursprüngliche Farbspektrum des ÖKO-TEST-Magazins

optimierten Farbfotografien ausschloss. Es bedurfte eines eigenen Farbkonzepts, dessen Farbigkeit „in der Volkskunst verschiedenster Kulturen, in Stickereien, Trachten und Keramiken zu finden ist, ein Farbkontrast, der die frühmittelalterliche Buchmalerei prägte und vielfach in Kunst und Design unseres Jahrhunderts auftritt. Der Kontrast der reinen Farbe.“[24] Rot, Blau und Gelb waren die Farben, die fortan das ÖKO-TEST-Magazin prägten.

Zeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn die Öko-Tests das Alleinstellungsmerkmal der neuen Zeitschrift sein sollten, dann brauchte es auch ein Logo, das diesen Anspruch wiedererkennbar transportiert.

Das ÖKO-Test-Logo auf dem Beteiligungsprospekt

Nach Gassner ist es nicht so sehr die Schrift, die extrafette schmale Futura, die das leistet, sondern das Blatt zwischen den Worten Öko und Test. Doch es ist nicht ein symbolisches Blatt, sondern das von Ausgabe zu Ausgabe wechselnde Blatt, auf das es ankommt. Das immer neue Blatt im Logo signalisiert „zum einen den Reichtum, die Artenvielfalt der Natur, zum anderen den Prozess fortwährender Veränderung“:

„Dieser Veränderungsprozess spielt sich auf verschiedenen Zeit- und Raumebenen ab. Zunächst, von Monat zu Monat, im Zeitschriftenkopf. Dann, von Seite zu Seite mit wechselnden kleinen Blättern als ‘laufende Fußnoten‘ in jedem Heft. Manchmal wird es zum Titelbild oder zum Aufmacher verarbeitet. Schließlich prägt es das Erscheinungsbild des Verlags: Jeder Mitarbeiter bekam sein eigenes Blatt auf seiner Visitenkarte.[25]

Typografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine schnörkellose Sprache, wie sie für die ÖKO-Tests stilbildend sein sollte, bedurfte einer typografischen Übersetzung, die den Gebrauchswert in den Vordergrund stellt. Nach Gassners Vorstellung sollte das Schriftbild der Texte „etwas vom alltäglichen Gebrauchscharakter einer Schreibmaschinentype vermitteln“, doch da diese zu viel Platz beanspruchte, kam die Rockwell zum Zuge, „eine Schrift mit kräftigen Ecken und Kanten, eine Schrift weniger zum träumen als zum handeln“.

Die Schriftenfamilie Rockwell

Ihr als Auszeichnungsschrift zur Seite gestellt wurde die serifenlose Futura, vorzugsweise in

Die Schriftfamilie Futura

fetten und schmalen Schnitten:

„Mehr als Rockwell und Furura benötigten wir nicht. Uns interessierte, was mit diesem eingeschränkten Typovokabular möglich und machbar ist, wie typografische Ressourcen optimal genutzt werden können. So variierten wir als Einleitung zum Test-Teil jeden Monat die vier Buchstaben T-E-S-T. Nach fünf Jahren waren es 60 Variationen über ein Thema. Anders ausgedrückt: wir testeten typografisch. Syntax und Semantik eines Begriffs.[26]

Illustration und Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Gassner waren von Bildagenturen abrufbare Gestaltungselemente kein Thema, weder zur direkten Verwendung, noch als Rohmaterial für eigene Entwürfe. Sein Rohmaterial waren die Dinge des Alltags, all das, was in den Tests und Berichten des Magazins thematisiert wurde. Sie galt es gestalterisch in neue Zusammenhänge zu stellen, um „mit ihnen neue Zeichen, Hieroglyphen des 20. Jahrhunderts“ zu bilden, und dabei bewusst an frühere Techniken anzuknüpfen: „Unsere Werkzeuge waren, in der Tradition der Foto-Montierer aus den 20er Jahren, Klebstoff und Schere. Und eine (gebrauchte) Reprokamera.“ Dass bei dieser Suche nach neuen Bildern manchmal auch die Grenze zum Surrealen gestreift oder überschritten wurde, verschweigt Gassner nicht: Zu sehen waren schon mal Fische, die zwischen zu spülendem Geschirr herumschwammen, Ameisen, die ein Auto zerlegen, oder ein blühender Baum, der aus einem Besenstiel wächst.[27]

Eine Ausnahme vom Primat des Selbermachens betraf die vorletzte Heftseite. So wie Jürgen Räuschel das Tagebuch auf der letzten Seite, von dem er behauptet, es gegen den Widerstand der gesamten Redaktion und der Grafik ins Blatt geboxt zu haben[28], als Instrument der Leser-Blatt-Bindung verteidigte, so bestand Gassner auf einem nonverbalen Gastkommentar auf der vorletzten Seite. Der kam überwiegend von prominenter Seite: Zeichnungen von Borislav Šajtinac etwa, der in Deutschland eher als Filmemacher bekannt zu sein scheint, obwohl er auch ein exzellenter Zeichner ist[29], Collagen von Isolde Monson-Baumgart, Grafiken des Plakatkünstlers Jan Lenica.

Nonverbale Kommentare zu den Testthemen waren auch die die Tests einleitenden Fotografien von Gabriele Lorenzer. „Von Angang an dabei, entwickelte sie die eigenständige fotografische Bildsprache des Magazins, in der sie die Testthemen interpretierte und inszenierte.“[30] Lorenzer, für die Fotografien keiner Ergänzung durch Worte bedurften, wollte mit ihren Bildern Realitätserfahrungen und Phantasie zusammenbringen, jedoch nicht durch naturalistische Abbildung der Realität, sondern eben durch deren Inszenierung.

Die in den Jahren 1985 bis 1991 für das ÖKO-TEST-Magazin entstandenen Fotografien wurden im Jahre 2000 unter dem Titel Menschen, Tiere, Phantasien erneut veröffentlicht. In der Rezension zu diesem Buch schreibt Monika Osberghaus über sie:

„Sie inszenieren den Gegenstand in neuer Umgebung oder reduzieren ihn auf seine ursprüngliche Funktion, zeigen ihn im Paradox oder schmücken ihn übertrieben üppig aus. So entsteht aus Ding und Bild ein Paar, und die Spannung zwischen beiden verweist stets auf das Seltsame im Alltäglichen. Unwillkürlich merkt man sich diese Paare und versucht, ähnliche Verbindungen auch anderswo aufzudecken. [..] Häufig ist das Testobjekt selbst gar nicht auf dem Bild. [..] Die Motive treten oft einen Schritt zurück in die Vergangenheit, sie waren vor den zum Test angetretenen Produkten da und erfüllen deren Aufgabe auf schlichtere Weise. [..] Gabriele Lorenzer sieht die Dramen im Unscheinbaren und sucht nach einer Inszenierung, die die Geschichte eines solchen Dramas am besten erzählen kann. Oder sie hält mit ihren an Alte Meister erinnernden Stillleben den Blick des Betrachters an. Es sind körnige, kontrastreiche Bilder, auf denen Flieder wie Porzellan schimmert und Früchte aussehen wie mundgeblasenes Glas, rau-weich und durchscheinend, eine Verführung zum Anfassen.[31]

Das Zusammenspiel von Text und Bild in der Heftstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gassner verweist auf die sehr unterschiedlichen Vorstellungen zum Verhältnis von Text und Bild im Magazin. Leserinnen und Leser, Verlag und Redaktion, hatten je eigene Vorstellungen, setzten Prioritäten aus ihren jeweiligen Interessen heraus: Primat des Textes, Bilder als Verstärker des Textes, Platz für Anzeigen statt für üppige Illustrationen. Für Gassner dagegen waren die Illustrationen „Stolpersteine“ mit einer eigenen Botschaft. Er wollte den Diskurs zwischen Text und Bild, in dem Bilder nicht wegerklärt und Texte nicht wegillustriert werden. Sein Credo: „Nicht mit Worten wiederkäuen, was ohnehin zu sehen ist, nicht mit Bildern wörtlich nachzeichnen, was nebenan mit Worten bildlich beschrieben wird.“[32] Wenn das ÖKO-TEST-Magazin hergebrachte Konsumgewohnheiten in Frage stellen wollte, so hätte das nach Gassner auch auf das Konsumieren von Texten und Bildern übergreifen müssen.

Seinem gestalterisch-didaktischen Ansatz versucht Gassner zugleich auch eine entspannendere Note zu verpassen. Er sieht in der Abkehr von tradierten Magazingestaltungsnormen ein Konzept, der Umweltmagazinen innewohnenden Problemlastigkeit entgegenzuwirken. Gestaltung war für ihn eine „Gratwanderung zwischen Apokalypse und heiler Welt, zwischen den täglichen Katastrophenbildern [..] und dem bunten Glanz vom Fun der schönen neuen Welt.“[33]

Finanzierungs- und Eigentumsverhältnisse in der Gründungsphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie oben schon beschrieben, stand am Anfang der Geschichte die Neugier-Verlag GmbH, die Jürgen Räuschel mit der finanziellen Unterstützung von Peter Plieninger gegründet hatte. Nach der Weiterentwicklung des Konzepts hin zum ÖKO-TEST-Magazin, der Umbenennung der Neugier-Verlag GmbH in die ÖKO-TEST Verlag GmbH und Räuschels Umzug von Berlin nach Frankfurt, musste parallel zum journalistischen Konzept auch ein Finanzierungskonzept entwickelt werden, denn mit dem noch vorhandenen GmbH-Kapital alleine wäre ein Neustart nicht möglich gewesen.

Zusammen mit einer in Frankfurt ansässigen Steuerberatungsgesellschaft[34] wurde 1983 ein Mindeststartkapital von 600.000,-- DM ermittelt. Um das einzusammeln, musste eine andere Rechtsform gefunden werden. Die Wahl fiel auf die GmbH & Co. KG, eine Gesellschaftsform, die damals bereits als Abschreibungsgesellschaft verrufen war. Das juristische Konstrukt hinter diesem negativen Image erwies sich jedoch für das neue Unternehmen als äußerst vorteilhaft. Bestimmender Faktor, Komplementär, in dieser Rechtsform war nämlich die GmbH, die nicht für externe Geldgeber geöffnet werden musste. Diese sollten vielmehr als Kommanditisten gewonnen werden, was ihnen zwar keine unmittelbare Mitbestimmung über die Verlagspolitik bescheren würde, dafür aber auch nur ein überschaubares Haftungsrisiko und – solange das Unternehmen noch keinen Gewinn abwarf – die Möglichkeit zu einer Steuerersparnis. Es entstand also die ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG Betriebsgesellschaft, vermutlich die erste alternative Abschreibungsgesellschaft.

Der erste Beteiligungsprospekt von 1983 fasste all diese journalistischen und gesellschaftsrechtlichen Fragen zusammen und diente fortan der Beteiligungsakquisition. Nach schleppendem Start – bei einer Mindesteinlage 500,00 DM kamen 1983 gerade mal 80.000,-- DM zusammen, die bis zum Sommer 1984 auf 250.000,-- DM anwuchsen – zeichnete sich im Herbst 1984 der Erfolg der Kampagne ab, so dass Jürgen Räuschel im November 1984 Redaktionsräume[35] anmieten und Redaktions- und Verlagsmitarbeiter einstellen konnte. Der Verkaufsstart für das ÖKO-TEST-Magazin sollte mit der April-Ausgabe 1985 erfolgen.

Wenn oben schon gesagt wurde, dass bei dieser Rechtsform die GmbH das Sagen hat, dann folgt daraus die Frage, wem die ÖKO-TEST Verlag GmbH gehörte und wer über sie Einfluss ausüben konnte. Alleiniger Geschäftsführer war in der Gründungs- und Anfangszeit Jürgen Räuschel, der sich als Treuhänder des von Peter Plieninger eingebrachten Kapitals (80.000,-- DM) verstand und sich lange Zeit ein Vetorecht bei allen Entscheidungen vorbehielt. Nachdem Plieninger seinen Kapitalanteil überschreiben wollte, kam hierfür nur ein Adressat in Frage: der inzwischen gegründete Verein „Freunde des ÖKO-Test-Magazins e.V.“. Was daraus folgt, beschreibt Räuschel wie folgt:

„Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten dem Verein beitreten. Wer ging, musste auch den Verein verlassen. So war gewährleistet, dass die Belegschaft in dem Unternehmen formal die Hauptrolle spielte. Damit waren wir dem Papier nach ein sogenannter Alternativbetrieb.[36]

Die Begriffe „formal“ und „sogenannter“ in diesem Zitat thematisieren die Kluft zwischen dem (werbewirksam auch nach außen getragenem) Anspruch und der Wirklichkeit. Räuschel, der in seinem Artikel immer sehr deutlich aus einer Ich-bezogenen Perspektive schreibt, weist selber daraufhin, dass die ursprüngliche allgemeine Gleichheit nicht durchzuhalten und er gezwungen gewesen sei, sich für die ersten neun Ausgaben selber zum Chefredakteur zu ernennen. Er macht dafür ein Kompetenz-Gefälle verantwortlich. ohne allerdings aufzuzeigen, wer dieses konstatiert habe, bekennt aber:

„Es gab Fraktionsbildungen, später auch Machtkämpfe unter teilweise skurrilen Bedingungen. [..] Es gab Zeiten, in denen es eine Lust war, in diesem Betrieb zu arbeiten. Es gab Zeiten, wo alle voreinander nur Angst hatten. Das Projekt war in seinen inneren Strukturen nie ganz ausgereift, eigentlich zu allen Zeiten ziemlich unreif. Damit unterschied es sich kaum von anderen Alternativ-Projekten der 80er Jahre. Aber das ist keine Entschuldigung.[37]

Dreizehn Jahre nach Jürgen Räuschel, 2007, konstatiert Hannes Koch, der oben schon erwähnte Jürgen Stellpflug, inzwischen „gleichzeitig Chefredakteur, Vorstand der Aktiengesellschaft und Anteilseigner“, habe „aus der alternativen eine konventionelle Firmenstruktur“ geschmiedet, in der es im Binnenverhältnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „nicht immer freundlich“ zugehe. Stellpflug als „unangefochtener Chef des Unternehmens“ sei „ein Machtmensch, ein harter Knochen“. Doch Kochs Fazit lautet: „Diese Eigenschaft dürfte dazu beigetragen haben, dass es die Zeitschrift überhaupt noch gibt.“ [38] Der Preis dafür war allerdings hoch. Von einer Publikumszeitschrift, die die Öko-Bewegung jetzt braucht (so der schon zitierte Slogan auf dem ersten Werbeplakat), kann heute im doppelten Sinne nicht mehr gesprochen werden: Weder ist das ÖKO-TEST-Magazin die Zeitschrift irgendeiner Bewegung (wenn sie das denn, außer in dem nach außen getragenen Selbstbild, je war), noch gibt es eine Öko-Bewegung in der Form, wie sie als Gründungsvoraussetzung für die Zeitschrift unabdingbar war. Und auch der Gedanke, dass das Unternehmen denen gehören soll, die darin arbeiten (so die ursprüngliche Idee hinter dem Verein „Freunde des ÖKO-Test-Magazins e.V.“), ist längst Geschichte. Von diesem Verein und den in ihm organisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, war schon 2007 nicht mehr die Rede, als Hannes Koch feststellte: „50 Prozent und 20 Aktien, also die Mehrheit, gehören der SPD-Medienholding DDVG. Chefredakteur Jürgen Stellpflug hält neun Prozent. 41 Prozent der Aktien sind im Streubesitz von rund 1500 Aktionären.“[39] Zu den aktuellen Beteiligungsverhältnissen heißt es in einer „Bekanntmachung gemäß § 20 Abs. 6 AktG“ vom 6. November 2015:

„Die GLG Green Lifestyle GmbH, Hamburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft unmittelbar gehört. Weiter hat sie uns mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört. Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh, Hamburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar keine Aktien unserer Gesellschaft und auch keine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft mehr gehören. Weiter hat sie uns mitgeteilt, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft und eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehören, da ihr die Beteiligung der von ihr abhängigen GLG Green Lifestyle GmbH an unserer Gesellscha!ft gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist. Frankfurt am Main, im November 2015[40]

Laut der Bilanz der ÖKO-Test Holding AG für das Jahr 2013 betrug deren gezeichnetes Kapital 5.112.900,00 Euro. Für das Jahr 2014 schlug der Vorstand in der Tagesordnung zur Hauptversammlung am 6. November 2015 vor, dass der Bilanzgewinn in Höhe von 749.001,12 Euro zur Zahlung einer Dividende von 0,10 Euro je Aktie verwendet werden solle.

Die weiterhin bestehende ÖKO-TEST Verlag GmbH, deren Eigenkapital 2.242.000,00 Euro beträgt, hat mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung vom 8. November 2010 mit der ÖKO-Test Holding AG einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Die Gründerinnen und Gründer von ÖKO-TEST[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn Koch 2007, wie oben zitiert, ausführt, dass es das Verdienst Stellpflugs gewesen sei, dass es die Zeitschrift damals überhaupt noch gegeben habe (und es sie 2016 unter Stellpflugs Leitung immer noch gibt), dann gilt um so mehr, dass es die Zeitschrift ohne Jürgen Räuschel überhaupt nie gegeben hätte.

Jürgen Räuschel ist am 3. Mai 2005 gestorben. In einem Nachruf von Gregor Eisenhauer heißt es über dessen letzten Lebensmittelpunkt: „Diese letzten Jahre lebte er in einer Parterrewohnung, Prenzlauer Berg, eingemauert von Büchern und Materialien, spartanisch, ganz auf die Arbeit fokussiert.“[41] Zwanzig Jahre früher sah es in dessen kleiner Wohnung in der Frankfurter Innenstadt kaum anders aus. Sie war Büro, Kreativ- und Vertriebszentrale in einem, das Fahrrad schwebte am Bücherregal über dem Bett. Die Gründungsvorbereitungen für die Zeitschrift und den Verlag waren sein Lebensinhalt, Zweifel, ob das gelingen könne, hegte er keine (oder zeigte sie nicht). Er war ein Menschenfänger, immer bemüht, andere von seiner Idee zu begeistern und sie für eine Beteiligung oder Mitarbeit zu gewinnen. Im Herbst 1984 hatte er sein erstes Ziel erreicht, die für den Start notwendigen 600.000,00 Euro waren als Beteiligungskapital gezeichnet.

Praktische Unterstützung in dieser Vorbereitungsphase erfuhr er vor allem durch

  • Monika Gerigk, die nach dem offiziellen Start im Verlag arbeitete und sich besonders um die Kommanditistenbetreuung kümmerte. Sie ging später zum Burda Verlag und arbeitet jetzt als Russischlehrerin an der Freien Waldorf-Schule Freudenstadt[42].
  • Friedrich Siekmeier. Er war später der erste Volontär des ÖKO-TEST-Magazins.

Um diese drei Personen herum gruppierte sich ein mehr oder weniger eng in die Vorbereitungen eingebundener Kreis, zu dem unter anderem gehörten:

  • Christof Gassner
  • Stephan Rotthaus, der heute eine Beratungsfirma für strategisches Marketing im Gesundheitsmarkt betreibt[43]
  • Eckart Krüger, der sich heute als zertifizierter Vertriebs-Trainer, Business-Coach, und Experte für Neuromarketing positioniert und auf der Webseite seiner Firma damit wirbt „7 Jahre für den Anzeigen-Umsatz des ÖKO-TEST-Magazins verantwortlich (Umsatz vervielfacht)“ gewesen zu sein.[44] Das stimmt so jedoch nicht, denn bereits 1988 hatte der Verlag begonnen, eine eigene Anzeigenabteilung aufzubauen und dazu eigene Mitarbeiterinnen einzustellen.[45]
  • Rolf Hermann von der HTS Hagenovia Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft
  • Jürgen Maaß[46]
  • Ronald Steinmeyer, der Mitbegründer der Naturkostzeitschrift „Schrot & Korn“[47]
  • Engelbert Schramm
  • Bernd Wältz, der wie Monika Gerigk später im Verlag arbeitete und in den 1990er Jahren auch für einige Jahre Geschäftsführer des Verlags war. Er lebt heute als Rentner in der Nähe von Frankfurt.

Eine Erweiterung erfuhr dieser Kreis gelegentlich noch durch Kommanditisten, von denen viele auch später der Zeitschrift eng verbunden blieben.

Ab Januar 1985 arbeitete dann in den frisch renovierten Räumen in Frankfurt-Sachsenhausen die erste Redaktion:

  • Fritz Arndt[48]
  • Werner W. Metzger[49]
    Ein Teil der ÖKO-TEST-Gründer. Von links: Jürgen Räuschel, Werner W. Metzger, Bernd Wältz, Friedrich Siekmeier, Hanno Parmentier, Fritz Arndt, Oliver Tolmein, Gabi Schwall. Es fehlen: Monika Gerigk, Christof mGassner und Monika Weiß.
    An der Wand: Poster für die Plakatwerbung. Davor (von links): Friedrich Siekmeier, Hanno Parmentier, NN, Gabi Schwall, Werner W. Metzger, Monika Gerigk, Michael Hadamczik, Fritz Arndt Oliver Tolmein. Stehend: Jürgen Räuschel.
  • Hanno Parmentier[50]
  • Jürgen Räuschel
  • Gabi Schwall[51]
  • Friedrich Siekmeier[52]
  • Oliver Tolmein

Im Verlag arbeiteten:

  • Monika Gerigk
  • Bernd Wältz
  • Michael Hadamczik[53]

In der Grafik wurde Christof Gassner, der weiterhin unentgeltlich für die Zeitschrift arbeitete, von Monika Weiß unterstützt.

Das Anfangsgehalt aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war gleich: 2.500,00 DM. Erst 1988 war eine erste Erhöhung auf 2.800,00 DM möglich, und wer Kinder zu versorgen hatte (was nur in Einzelfällen der Fall war), erhielt einen Zuschlag von 250,00 DM pro Kind. Das war auch für damalige Verhältnisse alles andere als üppig, weshalb gelegentlich gewitzelt wurde, man müsse es sich leisten können bei ÖKO-TEST zu arbeiten. Doch angesichts der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens war kein Spielraum gegeben: in den Jahren 1983 bis 1985 wurde ein Verlust von knapp 1,5 Millionen DM erwirtschaftet, 1986 waren es knapp 930.000,00 DM, 1987 176.000,00 DM und 1988 erneut 249.000,00 DM.[54]. Diese Verluste mussten immer wieder durch neu eingeworbenes Kommanditkapital ausgeglichen werden. Dass dies gelungen ist, schreibt Jürgen Räuschel nicht zu Unrecht den monatlich im Heft veröffentlichten Eigenanzeigen zu, die dazu animieren sollten, mittels einer beigehefteten Antwortkarte die Beteiligungsunterlagen anzufordern: „Das Echo war überwältigend. In den Jahren bis 1988, die ich miterlebte, haben wir nie auch nur einen Pfennig an Bankkrediten benötigt.“ [55] Er hätte wohl besser „bekommen“ geschrieben, denn der Ruf, etwas „alternatives“ zu sein, hatte bereits bewirkt, dass die ursprüngliche Hausbank dem Verlag nahegelegt hatte, die Bank zu wechseln. Gleichwohl bleibt: Auch in den Folgejahren kam das Unternehmen gänzlich ohne Fremdkapital aus. Es war die Solidargemeinschaft der Öko- und Friedensbewegung, die sein Überleben sicherte. Die Geschichte darüber, wie dieses Erbe in die Hände einer SPD-eigenen Holding gelangen konnte, ist noch zu schreiben.

Testarbeit heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öko-Test testete in 25 Jahren über 100.000 Produkte und Dienstleistungen in 3.000 Tests.[56] Es werden alle Endverbraucherprodukte und -dienstleistungen, wie z.B. Kinderschnuller, Mineralwasser, Joghurt, Haarwaschmittel, Energiesparlampen, Medikamente, Rentenversicherungen oder Kondome getestet.

Testeinkäufer von Öko-Test kaufen die Produkte anonym im Handel ein.[57] Das Unternehmen betreibt selbst keine eigenen Labore, sondern arbeitet mit Prüfinstituten in ganz Deutschland zusammen.[58]

Öko-Test bestimmt, nach welchen Schadstoffen, Inhaltsstoffen oder Wirksamkeiten die Labors suchen. Die Testkriterien werden dabei immer weiter verschärft. So wurde bei Nuss-Nougat-Creme im Jahre 2005 nach gesundheitsschädlichen Transfettsäuren gesucht. Nachdem die Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen haben, wurde allerdings der Schadstoff 3-MCPD-Fettsäureester entdeckt. Daraufhin ließ Öko-Test im Jahr 2009 die Nuss-Nougat-Cremes auf diesen Schadstoff untersuchen.[59]

Die Testergebnisse der Labors werden von den Redakteuren bewertet.[60] Hersteller kritisieren dabei oft, dass Öko-Test weitaus strenger ist als der Gesetzgeber. Auch Produkte, die gesetzliche Vorgaben einhalten, können mit ungenügend abschneiden. Öko-Test hält dagegen, dass die gesetzlichen Grenzwerte zwar in die Bewertungsüberlegungen mit einfließen würden, wenn es aber Alternativen zu gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffen gäbe, diese die bessere Wahl wären. So seien beispielsweise aromatische Amine als Farbstoffe an Kleidung erst ab einem Gehalt von 30 Milligramm gesetzlich verboten, doch auch geringe Mengen seien krebserregend.[61] Gleiches gilt für die Gen-Technik: Lebensmittel, die weniger als 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, gelten laut EU-Gesetzgebung als gentechnikfrei. Öko-Test wertet Produkte selbst dann ab, wenn sie nur geringste Mengen von genetisch verändertem Material enthalten. Nach Ansicht von Öko-Test gibt es zudem in gesetzlichen Vorgaben oft Regelungslücken. So seien beispielsweise die krebserregenden aromatischen Amine in Textilien zwar verboten worden, in Baby- und Kinderspielzeug waren sie noch erlaubt.

Seit Dezember 2010 berücksichtigt Öko-Test von Fall zu Fall in den Testberichten auch die sogenannte Corporate Social Responsibility (CSR), also die Frage, inwieweit ein Unternehmen bei der Produktion seiner gesellschaftlichen Verantwortung und dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gerecht wird. Untersucht wird dabei einerseits, inwieweit Unternehmen sich ihrer diesbezüglichen Verantwortung verpflichtet fühlen, andererseits, welchen Aufwand sie hierzu betreiben. Der erste Test in diesem Zusammenhang beschäftigte sich mit Kinderspielzeug,[62] dabei wurde exemplarisch das Thema Kinderarbeit angesprochen. Eine Bewertung im Rahmen des Tests erfolgt nicht; die Abfragen sind so aufbereitet, dass die Leser sich hierzu eine eigene Meinung bilden sollen. Durch die Aufnahme von CSR in die Testberichte haben Konsumenten die Möglichkeit, Aspekte wie Arbeits-, Sozial- oder Umweltstandards bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Unternehmen bekommen Anreize, sich ihrerseits mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der verkauften Auflage[63]


Entwicklung der Abonnentenzahlen[64]


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Öko-Test - richtig gut leben. Öko-Test-Magazin. Frankfurt M 1985ff. ISSN 0948-2644
  • Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 1994, ISBN 3-87439-308-9. Das Buch vermittelt einen sehr detailreichen Einblick in die Geschichte des ÖKO-TEST-Magazins, es ist allerdings, insbesondere in dem Beitrag von Jürgen Räuschel, stark geprägt von subjektiven Deutungen der Projektgeschichte.
  • Gabriele Lorenzer: Menschen, Tiere, Phantasien, Umschau Braus Verlag, Heidelberg, 2000, ISBN 9783829568258
  • Hannes Koch: Soziale Kapitalisten. Vorbilder für eine gerechte Witschaft. Rotbuch Verlag, Berlin, 2007, ISBN 978-3-86789-016-8
  • ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, Frankfurt, mehrfach neu aufgelegt, hier:Ausgabe 1989
  • Klaus Klemp, Matthias Wagner K (Hg.): Design in Frankfurt : 1920 – 1990, Ausstellungskatalog Museum Angewandte Kunst anlässlich der Ausstellung „Das Frankfurter Zimmer“ mit einem Essay von Dieter Rams, avedition, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-89986-207-2. Diese Publikation ist komplett in Futura gesetzt.
  • Klaus Klemp, Matthias Wagner K (Hrsg.): Alles neu! : 100 Jahre neue Typografie und neue Grafik in Frankfurt am Main, Ausstellungskatalog Museum Angewandte Kunst, avedition, Stuttgart, 2016, ISBN 3-89986-246-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dd.vg Unsere Beteiligungen. Abgerufen am 13. Februar 2015.
  2. Hans Plieninger war der Schwiegersohn von Karl Freudenberg, dem Sohn des Weinheimer Fabrikanten Hermann Ernst Freudenberg (1856–1923). Zum engen Verhältnis von Karl Freudenberg und Hans Plieninger siehe: Biografie Karl Freudenberg. Peter Plieninger wiederum zeichnet verantwortlich für das Vorwort und die Bearbeitung der Lebenserinnerungen seines Großvaters: Karl J Freudenberg (Autor), Peter Plieninger (Vorwort, Bearbeitung): ‘‘Rückblicke auf ein langes Leben: Erinnerungen des Chemikers Karl Johann Freudenberg 1886-1983‘‘, Kurpfälzischer Verlag, Heidelberg, 1999, ISBN 3-924566-08-9. Über Experimente im Konzentrationslager Sachsenhausen, an denen auch das Unternehmen Freudenberg beteiligt war und für deren Aufklärung sich auch Peter Plieninger engagiert, siehe: Anne-Sophie Lang: Blut im Schuh
  3. Neugier: illustrierte Zeitschrift mit Öko-Test
  4. Hinweise auf diesen Test finden sich im Netz immer noch: A BRIEF HISTORY OF GREENPEACE (LONDON). Darauf Bezug genommen wird 2012 auf der Webseite Cadmium in LEGO bricks
  5. Ergänzend zum deutschen WIKIPEDIA-Artikel sollte unbedingt auch der gleichlautende Artikel in der englischen Ausgabe beachtet werden.
  6. Jürgen Räuschel war Wirtschafts-Ressortleiter bei konkret und wollte dort einen Betriebsrat in der Redaktion organisieren. Ihm wurde daraufhin von Klaus Rainer Röhl, Eigentümer, Herausgeber und Chefredakteur, gekündigt. Konkret = K 2 r, DER SPIEGEL 34/1969
  7. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, S. 5
  8. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, S. 5
  9. In seinem 2007 erschienen Buch zitiert Hannes Koch gegen das ÖKO-TEST-Magazin erhobene Vorwürfe, die Tests hätten nur einen begrenzten Nutzen, in ihnen würde „bio“ auf „schadstoffarm“ reduziert und der soziale Hintergrund der Produktion ausgeblendet. Die Erwiderung von Jürgen Stellpflug, dem Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, dass sich soziale Bedingungen nicht vernünftig kontrollieren ließen, da sie aufgrund fehlender eindeutiger Kriterien nicht trennscharf zu analysieren und folglich auch nicht nachvollziehbar darzustellen seien, hält Koch für vereinfachend. Er sieht in der Reduktion der Tests auf die Frage „Schadstoffe – ja oder nein?“ vorrangig eine Strategie zur publikumswirksamen Auflagensteigerung. Hannes Koch: Soziale Kapitalisten., S. 149. Zumindest im Hinblick auf die Frage, inwieweit ein Unternehmen bei der Produktion seiner gesellschaftlichen Verantwortung und dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gerecht wird, scheint aber inzwischen ein Lernprozess stattgefunden zu haben, wie der nachfolgende Abschnitt „Testarbeit“ zeigt.
  10. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 24
  11. Das Plakat ist abgedruckt bei Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 25
  12. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: Beteiligungsprospekt, S. 4
  13. Jürgen Räuschel datiert die Entstehung dieses Begriffs und des damit verbundenen Konzepts auf den Sommer 1982: Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 25
  14. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 27
  15. Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute (AGÖF) e.V.
  16. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 31
  17. Weniger, aber besser Design in Frankfurt 1925 bis 1985
  18. Alles neu! 100 Jahre Neue Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main
  19. Die BRAUN Design Collection
  20. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 37
  21. Dass dieser Autonomieanspruch nicht unumstritten und konfliktträchtig war, wird von Gassner in dem Zusammenhang nicht bestritten. In einem Video auf PAGE-online vom April 2011 (siehe Weblink) spricht er scherzhaft davon, dass seine schlohweißen Haare Folge dieser ständigen Auseinandersetzungen mit Redaktion und Verlag seien. Wenn er jedoch andererseits (Alltag Ökologie Design, S. 37) suggeriert, dass es eben diese andersartige Gestaltung gewesen sei, die nicht unerheblich zum Durchbruch des ÖKO-TEST-Magazins und zur verkauften Auflage von 100 000 Exemplaren im Jahre 1988 geführt habe, dann dürfte diese Aussage wenig mit der Realität übereinstimmen. Die angesprochene Auflagenhöhe im Jahre 1988 hatte nämlich wesentlich handfestere Gründe: Am 26. April 1986 war der Reaktor von Tschernobyl explodiert, was in der Folgezeit die Thematik des ÖKO-TEST-Magazins sehr stark beeinflusste und ihm neue Leserschichten zuführte. Für die noch relativ junge Zeitschrift kann man deshalb ohne weiteres die Einschätzung übernehmen, die von der taz.die tageszeitung stammt: „Dann passierte Tschernobyl und – die frisch gewonnenen LeserInnen blieben uns allesamt treu. Der Kioskverkauf ging zusätzlich steil nach oben, der hatte damals noch eine ganz andere Bedeutung. Nach Tschernobyl ging es munter so weiter. [..] Es klingt vielleicht zynisch, aber Tschernobyl kam für die taz genau zum richtigen Zeitpunkt.“ (taz.am wochenende, 23./24. April 2016, S. 16)
  22. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 37
  23. Steinbeis-Papiere
  24. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 41
  25. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 58
  26. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 66
  27. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 86
  28. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 31
  29. Auch in WIKIPEDIA ist er nur über seinen Film Die Braut (1971) präsent; einige seiner Zeichnungen finden sich auf der Seite Filomgrafie und Bilder von Borislav Šajtinac
  30. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 38
  31. Monika Osberghaus: Schrei nach Rückfettung - Gabriele Lorenzer fotografiert grüne Gemütsoasen
  32. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 124
  33. Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 124
  34. Der inzwischen nicht mehr bestehenden HTS Hagenovia Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft
  35. Die erste Verlagsadresse war ein reichlich heruntergewirtschaftetes Hinterhaus in der Schwanthalerstr. 59 in Frankfurt-Sachsenhausen. Vormieter war der Kreisverband Frankfurt der GRÜNEN, der seinen Sitz in die Mainzer Landfstraß 147, das KBW-Haus, verlegt hatte, wohin 1988 auch der ÖKO-TEST Verlag zog.
  36. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 35
  37. Jürgen Räuschel: Wie alles anfing. In: Christof Gassner (Hg.): Alltag Ökologie Design, S. 35
  38. Hannes Koch: Soziale Kapitalisten. S. 147. Eine Personality-Story, die Jürgen Räuschels Ich-bezogener Geschichtsdarstellung ebenbürdig ist, findet sich auf der Seite: 25 Jahre ÖKO-TEST Porträt Jürgen Stellpflug
  39. Hannes Koch: Soziale Kapitalisten. S. 140
  40. Registerportals der Länder beim Amtsgericht Hagen, HRB 51211, Amtsgericht Frankfurt am Main
  41. Gregor Eisenhauer: Nachruf auf Jürgen Räuschel, Der Tagesspiegel, 22.07.2005
  42. Monika Gerigk
  43. rotthaus.com. Auf der Autorenseite des Campus Verlags heißt es ergänzend: „Stephan Rotthaus, Bankkaufmann und Wirtschaftsjournalist, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit grünen Geldanlagen. Er ist Mitbegründer des Ökofonds NRW und der Zeitschrift Öko-Test.“ Stephan Rotthaus Bei Campus ist von ihm das Buch erschienen: Erfolgreich investieren in grüne Geldanlagen. Ökologisch - ethisch – nachhaltig, Frankfurt, 2009, ISBN 9783593385785
  44. Der rote Faden zum Kunden: Warum Kunden wirklich kaufen!
  45. Eine dieser ersten Mitarbeiterinnen war Petra Wedel, die von Krügers damaliger Firma in den ÖKO-TEST Verlag wechselte und heute in Darmstadt die "Zweiplus Medienagentur" betreibt. 2+ Medienagentur
  46. Er war damals noch Student, arbeitete in einem Umweltladen in Bonn mit und war ab 2008 Pressereferent im Bundesumweltministerium.
  47. bio verlag gmbh: Geschichte und Ronald Steinmeyer verlässt den bio verlag
  48. Er arbeitete später bei der „metallzeitung“, der Mitglieder-Zeitung der IG Metall, und lebt heute als freier Journalist in der Nähe von Franbkfurt.
  49. Auf twitter bezeichnet er sich als „Journalist.Philosoph.Wirtschaftsinformatiker. Lebenskünstler.“ Werner W. Metzger
  50. Er war schon im ÖKO-TEST-Magazin für Kultur zuständig und lebt heute in Düsseldorf. 2015 erschien von ihm (Neuauflage) ein Buch über den berüchtigten Serienmörder Dieter Kürten: Hanno Parmentier: Der Würger von Düsseldorf. Leben und Taten des Serienmörders Peter Kürten. Sutton Verlag GmbH, Erfurt, 2015, ISBN 978-3-95400-178-1
  51. Sie arbeitet heute als Reporterin für den Hessischen Rundfunk (hr) und betreibt die Webseite Leute und Geschichten aus dem Odenwald
  52. Er arbeitet heute als Landesmediensekretär für Niedersachsen-Bremen der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union
  53. Er ist heute „Leiter Marketing, Verwaltung und Finanzen“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Siehe hierzu auch: Die Köpfe der DUH
  54. ÖKO-TEST-Verlag GmbH & Co KG: ‘‘Beteiligungsprospekt‘‘, S. 11
  55. Jürgen Räuschel: ‘‘Wie alles anfing.‘‘ In: Christof Gassner (Hg.): ‘‘Alltag Ökologie Design‘‘, S. 33
  56. Über ÖKO-TEST - Unabhängigkeit. Abgerufen am 13. Februar 2015
  57. Über ÖKO-TEST - Testauswahl
  58. ÖKO-Test - So entsteht ein Test. Abgerufen am 13. Februar 2015
  59. ÖKO-Test - So entsteht ein Test. Abgerufen am 13. Februar 2015
  60. ÖKO-Test - So entsteht ein Test
  61. Über ÖKO-TEST - Testkriterien. Abgerufen am 13. Februar 2015
  62. Öko-Test. Test Kinderspielzeug. 26. November 2010. Abgerufen am 6. Januar 2010.
  63. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  64. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)