Wirtschaftswissenschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ökonomie)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ein grundlegendes ökonomisches Modell: Angebot und Nachfrage. Es erklärt, wie sich Preise auf Märkten bilden und welche Größen dabei eine Rolle spielen.

Die Wirtschaftswissenschaft, auch Ökonomie oder Ökonomik, ist eine Sozialwissenschaft, die untersucht, wie Menschen mit Wert interagieren.[1] Dies beinhaltet insbesondere die Produktion, den Tausch und Konsum von Gütern und Dienstleistungen.[2][3]

Die Wirtschaftswissenschaft konzentriert sich auf das Verhalten und die Interaktionen von Wirtschaftsakteuren, sowie die Funktionsweise von Ökonomien. Die Mikroökonomie analysiert grundlegende Elemente der Wirtschaft, einschließlich einzelner Agenten und Märkte, ihrer Interaktionen und der Ergebnisse von Interaktionen. Zu einzelnen Agenten können beispielsweise Haushalte, Firmen, Käufer und Verkäufer gehören. Die Makroökonomie analysiert die Wirtschaft als Gesamtsystem, in dem Produktion, Konsum, Sparen und Investitionen interagieren, sowie Faktoren, die sie beeinflussen. Sie beschäftigt sich ferner mit Inflation und Wirtschaftswachstum und staatlichen Maßnahmen, die sich auf darauf auswirken.

Im deutschsprachigen Raum wird die Wirtschaftswissenschaft in Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre eingeteilt.[4]

Weitere mögliche Einteilungen sind die zwischen positiver Ökonomie, die beschreibt "was ist", und normativer Ökonomie, die untersucht "was sein sollte"- weiterhin zwischen Wirtschaftstheorie und angewandter Wirtschaftswissenschaft, sowie zwischen rationaler und Verhaltensökonomik und zwischen Mainstream-Ökonomie und heterodoxer Ökonomie.[5]

Ökonomische Analysen können in der gesamten Gesellschaft angewendet werden, in der Immobilienwirtschaft,[6] in Unternehmen,[7] auf dem Finanzmarkt,[8] im Gesundheitswesen,[9] im Ingenieurswesen[10] und für staatliche Zwecke[11]. Es gibt aber auch wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen zu Themen wie Kriminalität,[12] Bildung,[13] Familie,[14] Recht,[15] Politik,[16] Religion,[17] Krieg und Frieden,[18] Wissenschaft[19] und Umwelt[20].

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftswissenschaft untersucht den rationalen Umgang mit knappen, also nur begrenzt verfügbaren Ressourcen, welche für Akteure einen ökonomischen Wert haben.[21]

Es existieren verschiedene Einteilungen der Wirtschaftswissenschaft.[4] Im internationalen Kontext wird die Wirtschaftswissenschaft in Mikroökonomie und Makroökonomie aufgeteilt, wobei ökonomische Analysen auf Firmen, Privathaushalte oder Staaten angewendet werden können. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Unterteilung in Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL) etabliert, wobei Mikro- und Makroökonomie Teilbereiche der VWL sind. Die BWL wird im internationalen Kontext meist als Management oder Business Administration bezeichnet.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten erhaltenen ökonomischen Schriften stammen aus Mesopotamien, Griechenland, Rom, Indien, China, Persien und arabischen Zivilisationen.[22] Wirtschaftsvorschriften kommen in den Schriften des böotischen Dichters Hesiod vor.[23] Andere bemerkenswerte Autoren der Antike bis zur Renaissance waren Aristoteles, Xenophon, Chanakya, Qin Shi Huang, Thomas von Aquin und Ibn Chaldūn.[23][24]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemälde einer französischen Hafenstadt während der Blütezeit des Merkantilismus im Jahre 1638

Die moderne ökonomische Wissenschaft in Europa entwickelte sich im Ausgang der Renaissance und frühen Neuzeit.[25]

Zwei theoretische Schulen, die Merkantilisten und Physiokraten, beeinflussten die weitere Entwicklung des Fachs. Beide Schulen wurden mit dem Aufkommen des wirtschaftlichen Nationalismus und des modernen Kapitalismus in Europa in Verbindung gebracht und können als Vorläufer der modernen Wirtschaftswissenschaft angesehen werden.[26]

Der Merkantilismus bezeichnet eine Wirtschaftslehre, die vom 16. bis 18. Jahrhundert in einer Flugschriftenliteratur von Kaufleuten oder Staatsmännern aufblühte. Die Grundthesen waren: Der Reichtum einer Nation hängt von ihrem Anhäufen von Gold und Silber ab. Nationen ohne Zugang zu Minen konnten Gold und Silber aus dem Handel nur durch den Verkauf von Waren im Ausland und die Beschränkung der Einfuhr anderer als von Gold und Silber erhalten. Die Doktrin forderte den daher den Import billiger Rohstoffe für die Herstellung von Waren, die exportiert werden könnten, und eine staatliche Regulierung, um Schutzzölle auf ausländische Fabrikate zu erheben und die Herstellung in den Kolonien zu verbieten.[25]

Die Physiokratie bezeichnete eine Gruppe französischer Denker und Schriftsteller des 18. Jahrhunderts und ihre Idee, die Wirtschaft als Kreislauf von Einkommen und Produktion zu denken. Physiokraten glaubten, dass nur die landwirtschaftliche Produktion einen deutlichen Kostenüberschuss erwirtschafte, so dass die Landwirtschaft die Grundlage allen Reichtums sei. So widersetzten sie sich der merkantilistischen Politik der Förderung von Produktion und Handel auf Kosten der Landwirtschaft, einschließlich der Einfuhrzölle. Physiokraten plädierten dafür, die administrativ aufwendigen Steuererhebungen durch eine einzige Steuer auf das Einkommen der Landbesitzer zu ersetzen. Als Reaktion auf die umfangreichen merkantilistischen Handelsbestimmungen befürworteten die Physiokraten eine Politik des Laissez-faire, die minimale staatliche Eingriffe in die Wirtschaft forderte.[27]

Klassische Nationalökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adam Smith gilt weithin als Begründer der modernen Wirtschaftswissenschaft

Die Veröffentlichung von Adam Smiths Der Wohlstand der Nationen im Jahr 1776 wurde als die Geburtsstunde der Ökonomie als eigenständiger Disziplin angesehen.[28][29] Das Werk klassifizierte Land, Arbeit und Kapital als die drei Produktionsfaktoren, welche Beiträge zum Wohlstand einer Nation lieferten. Damit widersprach Smith der physiokratischen Vorstellung, dass nur die Landwirtschaft produktiv sei.[29]

Smith unterstreicht außerdem die Vorteile der Arbeitsteilung, etwa die erhöhte Arbeitsproduktivität und Handelsgewinne. Diese Vorteile zeigten sich zwischen Stadt und Land und zwischen Nationen. Er stellt dabei die These auf, dass die Arbeitsteilung dabei durch die Größe des Marktes begrenzt ist. Ein größerer gemeinsamer Markt führe zu mehr Arbeitsteilung und damit zu mehr Wohlstand.[30]

Ein weiterer wichtiger Ökonom war David Ricardo. Er hat als erster das Prinzip des komparativen Kostenvorteils dargestellt und bewiesen, dass sich jede Nation auf die Produktion und den Export von Gütern spezialisieren sollte, worin sie die geringsten relativen Produktionskosten hat.[31] Das Prinzip wird als grundlegendes Argument für Freihandel und die Abschaffung von Handelszöllen bezeichnet.[32]

Während Adam Smith die Einkommensproduktion betonte, konzentrierte sich David Ricardo auf die Einkommensverteilung zwischen Grundbesitzern, Arbeitern und Kapitalisten. Ricardo sah einen inhärenten Konflikt zwischen Grundbesitzern einerseits und Arbeit und Kapital andererseits. Er postulierte, dass das Wachstum der Bevölkerung und des Kapitals, das einem festen Bodenangebot entgegenwirkt, die Renten in die Höhe treibt und die Löhne und Profite niedrig hält.[33]

Die Werttheorie war ein weiteres wichtiges Forschungsobjekt der klassischen Nationalökonomie. Alle genannten Ökonomen waren Vertreter der Arbeitswerttheorie, d. h. der Auffassung, dass es ein objektives Wertmaß gäbe und dies durch die aufgewendete Arbeitszeit gegeben sei.[34]

Marxismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marxismus und die marxistische Wirtschaftstheorie stammen von der klassischen Ökonomie ab und leiten sich aus Werk von Karl Marx her.[35] Der erste Band von Marx' Hauptwerk Das Kapital wurde 1867 in deutscher Sprache veröffentlicht.[35] Darin konzentrierte sich Marx auf die Arbeitswerttheorie und die Mehrwerttheorie, die seiner Ansicht nach die strukturelle Ausbeutung der Ware Arbeitskraft durch das Kapital erkläre.[36] Marx ging dabei davon aus, dass der Wert einer produzierten Ware durch die Arbeit bestimmt wird, die in ihre Produktion floss, und er zeigte, dass die Arbeiter nur einen Teil des Wertes, den ihre Arbeit geschaffen hatte, als Lohn ausgezahlt bekamen.[37]

Die marxistische Wirtschaftstheorie wird heute von den meisten Ökonomen abgelehnt.[38][39]

Neoklassik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vilfredo Pareto, neoklassischer Ökonom und Begründer der Wohlfahrtsökonomik

Die Neoklassik, die auch als neoklassische Theorie oder Grenznutzenschule bezeichnet wird, entstand zwischen 1870 und 1910. Die Theorie ist vor allem durch eine Übernahme mathematischer Methoden aus den Naturwissenschaften gekennzeichnet. Sie begründet die Wirtschaftswissenschaft als moderne empirisch-mathematische Wissenschaft.[40]

Die neoklassische Ökonomie untersucht das Verhalten von Einzelpersonen, Haushalten und Organisationen (die als wirtschaftliche Akteure, Akteure oder Agenten bezeichnet werden), wenn sie knappe Ressourcen verwalten oder verwenden, die alternative Verwendungen haben, um gewünschte Ziele zu erreichen.[40] Wissenschaftliche Axiome der Neoklassik sind, dass Agenten rational handeln, mehrere wünschenswerte Ziele in Sicht haben, begrenzte Ressourcen, um diese Ziele zu erreichen, eine Reihe stabiler Präferenzen, ein eindeutiges übergeordnetes Leitziel und die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen.[41]

Die neoklassische Ökonomie führte Angebot und Nachfrage als systematische Determinanten von Preis und Menge in die Modellbildung ein. Sie verzichtete auf die aus der klassischen Ökonomie übernommene Arbeitswerttheorie zugunsten einer Werttheorie basierend auf dem Konzept des Grenznutzens auf der Nachfrageseite und einer Kostentheorie auf der Angebotsseite.[42] Im 20. Jahrhundert entfernten sich neoklassische Theoretiker von einer früheren Vorstellung, dass der Gesamtnutzen für eine Gesellschaft gemessen werden könnte, zugunsten des ordinalen Nutzens, der lediglich verhaltensbasierte Beziehungen zwischen Personen darstellt.

In der Mikroökonomie stellt die neoklassische Ökonomie Anreize und Kosten dar, die eine entscheidende Rolle bei ökonomischen Entscheidungen spielen. Ein unmittelbares Beispiel hierfür ist die Haushaltstheorie, die analysiert, wie Preise (als Kosten) und Einkommen die nachgefragte Menge beeinflussen.[43]

In der Makroökonomie ist besonders die Quantitätstheorie des Geldes zu nennen, welche bis heute die dominante Theorie zur Erklärung von Inflation darstellt.[44]

Die neoklassische Ökonomie wird gelegentlich als orthodoxe Ökonomie bezeichnet, sei es von ihren Kritikern oder Sympathisanten.[45][46] Die moderne Mainstream-Ökonomie baut auf der neoklassischen Theorie auf, jedoch mit vielen Verfeinerungen, die frühere Analysen entweder ergänzen oder verallgemeinern. Beispiele dafür sind Ökonometrie, Spieltheorie, die Analyse von Marktversagen und unvollkommener Wettbewerb und das neoklassische Modell des Wirtschaftswachstums zur Analyse langfristiger Variablen, die das Nationaleinkommen beeinflussen.[47]

Keynesianismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Maynard Keynes, Begründer des Keynesianismus

Der Keynesianismus bezeichnet eine ökonomische Theorie, die von John Maynard Keynes begründet wurde, insbesondere seinem Hauptwerk Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes. Keynes begründete damit die moderne Makroökonomie als eigenständiges Feld. Das Buch konzentrierte sich auf Determinanten des Nationaleinkommens auf kurze Sicht, wenn Preise relativ unflexibel sind. Keynes versuchte zu erklären, warum sich Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt aufgrund einer geringen „effektiven Nachfrage“ möglicherweise nicht selbst korrigiert und warum Preisflexibilität und Geldpolitik erfolglos sein können. Daher müsse der Staat durch Fiskalpolitik bzw. deficit spending auf die Wirtschaft einwirken.

Als die große Weltwirtschaftskrise ausbrach, hatten neoklassische Ökonomen Schwierigkeiten zu erklären, warum Waren unverkauft bleiben und Arbeiter arbeitslos werden konnten. In der neoklassischen Theorie sollten Preise und Löhne einfach soweit fallen, bis der Markt ein neues Gleichgewicht erreicht, wo alle Waren und Arbeitskräfte verkauft werden können. Keynes bot somit eine neue Wirtschaftstheorie an, die erklärte, warum Märkte möglicherweise nicht zu einem Gleichgewicht finden.

Die keynesianische Theorie hatte historisch vor allem einen dominanten Nachfolger: die neoklassische Synthese, welche versuchte, Keynes Theorie und die neoklassische Ökonomie zusammenzuführen.[48][49]

Ab 1950er Jahren wurde diese Synthese von den meisten Ökonomen akzeptiert. Vertreter wie Paul Samuelson, Franco Modigliani, James Tobin und Robert Solow entwickelten formale keynesianische Modelle und verfassten spezifische Theorien über Konsum, Investitionen und Geldnachfrage, die den keynesianischen Rahmen spezifizierten.

Chicagoer Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milton Friedman, Begründer des Monetarismus und einflussreicher Denker des politischen Liberalismus im 20. Jhd.

Die Chicagoer Schule bezeichnet eine Sammlung verschiedener ökonomischer Theorien.[50] Milton Friedman, George Stigler und Robert E. Lucas gelten als führende Vertreter.[51] Milton Friedman war dabei Befürworter des Monetarismus, einer makroökonomischen Position, die den Keynesianismus ablehnte und die Geldpolitik gegenüber der Fiskalpolitik betonte. Er hat die neoklassische Quantitätstheorie des Geldes aktualisiert und dabei die Funktion der Geldnachfrage betont.[52] Friedman argumentierte weiterhin, dass Geldpolitik effektiver sei als Fiskalpolitik.[53]

Die neue klassische Makroökonomie übte auch Kritik am Keynesianismus. Entscheidend war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die ökonomischen Modelle durch Robert Lucas.[54] Der Keynesianismus war von adaptiven Erwartungen ausgegangen, d. h. es wurde angenommen, dass Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Mit rationalen Erwartungen zeigten Neue klassische Ökonomen, dass die Geldpolitik nur begrenzte Auswirkungen habe und Fiskalpolitik faktisch unwirksam sei.[55][56]

Außerdem übte Robert E. Lucas eine fundamentale Kritik an den Modellen des Keynesianismus: die Lukas-Kritik. Sie besagt, dass die meisten makroökonomischen Modelle nur statische Annahmen treffen, während sich reale Ökonomien dynamisch verhalten würden. Agenten passen ihre Erwartungen dynamisch an sich verändernde Informationen an. Daher seien die meisten keynesianischen makroökonomischen Modelle nicht haltbar.[57]

Damit läutete Lucas einen Paradigmenwechsel in der Makroökonomie ein, der als Mikrofundierung bekannt ist.[58]

Neukeynesianismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stanley Fischer, Mitbegründer des Neukeynesianismus
Oliver Blanchard, wichtiger zeitgenössischer Makroökonom

Der Neukeynesianismus ist die heute dominante ökonomische Theorie. Hauptvertreter sind dabei Stanley Fischer, John B. Taylor und Oliver Blanchard. Der Neukeynesianismus entstand aus der Synthese der Neuen Klassischen Makroökonomik, d. h. rationale Erwartungen und Mikrofundierung wurden akzeptiert. Zugleich bezog man aber auch die Einsicht John Maynard Keynes ein, dass sich Preise und Löhne kurzfristig nicht perfekt anpassen können. Die Verschmelzung von Elementen aus den verschiedenen Denkrichtungen wurde als neue neoklassische Synthese bezeichnet.[59] Neue keynesianische Modelle untersuchten daher Quellen von Starrheit bei Preisen und Löhnen (sticky prices and wages).[60] So konnte gezeigt werden, dass Fiskal- und Geldpolitik kurz- und mittelfristig wirksam sein können.[61][62]

Die so entstandenen ökonomischen Theorien werden genutzt, um dynamische stochastische allgemeine Gleichgewichtsmodelle (DSGE) zu erstellen. Diese stellen den heutigen Stand der Makroökonomie dar und werden von internationalen Organisationen und Zentralbanken verwendet.[63]

Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen.[64]

Betriebswirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) als reine Beschreibung von Tätigkeiten und deren Zwecken in einzelnen Unternehmen begann schon im 15. Jahrhundert in Italien. Dort wurde im Jahre 1494 auch für das Rechnungswesen der BWL die Technik der doppelten Buchführung durch Luca Pacioli entwickelt und veröffentlicht.

Als Begründer der Handlungswissenschaft gilt der Franzose Jacques Savary, der im Jahre 1675 das erste systematisch gegliederte Lehrbuch zur Betriebswirtschaft veröffentlichte: Le parfait Négociant. Darin fasste er das gesamte kaufmännische Wissen seiner Zeit zusammen, beschrieb das Handelsgeschäft und die damit verbundenen Risiken und schlug unter anderem vor, zur bilanziellen Bewertung des betrieblichen Vermögens das Niederstwertprinzip anzuwenden und für den periodengerechten Abschluss transitorische Posten vorzusehen.[65] Savary hatte großen Einfluss auf Paul Jacob Marperger aus Nürnberg, der in seinem 1714 veröffentlichten Hauptwerk Nothwendige und nützliche Fragen über die Kauffmannschafft ebenfalls das Handelsgeschäft beschrieb und die Handelsspanne rechtfertigte. Als Erster begründete er den wissenschaftlichen Anspruch des Fachs, indem er forderte, auf Universitäten öffentliche Professores Mercaturae zu verordnen.[66]

Als Savarys eigentlicher Nachfolger im deutschen Sprachraum aber gilt jedoch Carl Günther Ludovici, der „sein Augenmerk allein auf das Zusammentragen und systematische Aufbauen des Stoffes“ richtete und mit seinem Werk „Eröffnete Akademie der Kaufleute oder vollständiges Kaufmannslexikon die beste Sammlung seiner Zeit schuf“ (Eduard Weber). In deren Anhang findet sich mit dem Grundriss eines vollständigen Kaufmanns-Systems eine systematische Darstellung der Handlungswissenschaft, die den Stoff in die Arten der Handels- und Handelshilfsbetriebe, die produktiven Faktoren (Waren, Personen, Sachmittel) sowie die Handelstätigkeit als Ein- und Verkauf gliedert.

Nach einer Zeit des Niederganges der Betriebswirtschaftslehre und der Verdrängung durch die Volkswirtschaftslehre nahm ihre Bedeutung seit Beginn des 20. Jahrhunderts erheblich zu.

Heterodoxe Ökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heterodoxe Ökonomie bezeichnet verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Schulen, die außerhalb des ökonomischen Mainstreams liegen. Dazu zählen zum Beispiel die Österreichische Schule, die Freiburger Schule, die Stockholmer Schule, der Postkeynesianismus und die Neoricardianische Schule.

Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mikroökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mikroökonomie untersucht Handels-, Produktions- und Konsumentscheidungen, wie sie auf einem traditionellen Markt stattfinden.

Die Mikroökonomie untersucht, wie einzelne Agenten innerhalb eines Marktes interagieren, um ein Marktsystem zu bilden.[67] Zu diesen Agenten gehören private und öffentliche Akteure mit verschiedenen Eigenschaften. Das auf dem Markt gehandelte Gut kann ein Produkt wie Äpfel, Autos oder Computer oder eine Dienstleistung wie Reparaturdienste, Rechtsbeistand oder Unterhaltung sein.

Theoretisch können in einem freien Markt die Aggregate (Summe) der von den Käufern nachgefragten und der von den Verkäufern angebotenen Menge im Laufe der Zeit als Reaktion auf Preisänderungen ein wirtschaftliches Gleichgewicht erreichen; In der Praxis können verschiedene Probleme ein Gleichgewicht verhindern, und nicht jedes erreichte Gleichgewicht ist ethisch gerecht.

Elektronischer Handel bringt Käufer und Verkäufer über eine elektronische Handelsplattform zusammen, um virtuelle Marktplätze zu schaffen, wie hier an der Börse von São Paulo.

Es existieren verschiedene Marktstrukturen. In vollkommenen Märkten ist kein Teilnehmer groß genug, um über genug Marktmacht zu verfügen, um den Preis eines homogenen Produkts festzulegen. Mit anderen Worten, jeder Teilnehmer ist ein Preisnehmer, da kein Teilnehmer den Preis eines Produkts beeinflussen kann. In der realen Welt erleben Märkte oft einen unvollkommenen Wettbewerb.[68]

Zu den Formen unvollkommenen Wettbewerbs gehören Monopole (bei dem es nur einen Anbieter eines Gutes gibt), Duopole (bei dem es nur zwei Anbieter eines Gutes gibt), Oligopole (bei dem es nur wenige Verkäufer eines Gutes gibt), monopolistische Konkurrent (bei dem es viele Anbieter gibt, die stark differenzierte Waren verkaufen), Monopsone (bei dem es nur einen Nachfrager eines Gutes gibt) und Oligopson (bei dem es wenige Nachfrager eines Gutes gibt). Im Gegensatz zum vollkommenen Wettbewerb bedeutet unvollkommener Wettbewerb unweigerlich, dass die Marktmacht ungleich verteilt ist.[69] Unternehmen im unvollkommenen Wettbewerb haben das Potenzial, Preismacher zu sein, das heißt, sie können durch einen überproportionalen Anteil an Marktmacht die Preise ihrer Produkte beeinflussen.[70]

Die Mikroökonomie untersucht einzelne Märkte, indem sie das Wirtschaftssystem vereinfacht, indem sie davon ausgeht, dass die Aktivität auf dem analysierten Markt keine Auswirkungen auf andere Märkte hat. Diese Analysemethode wird als Partielle Gleichgewichtsanalyse bezeichnet.[71] Diese Methode aggregiert dabei die Summe aller Aktivitäten in nur einem Markt. Das Allgemeine Gleichgewichtsmodell untersucht verschiedene Märkte und ihr Verhalten. Es aggregiert die Summe aller Aktivitäten über alle Märkte hinweg. Diese Methode untersucht sowohl Marktänderungen als auch deren Wechselwirkungen, die zu einem globalen Gleichgewicht führen.[71]

Angebot und Nachfrage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Theorie von Angebot und Nachfrage stellt ein grundlegendes mikroökonomisches Modell da.[72] Es soll erklären, wie Preise den Konsum und die Produktion von Gütermengen koordinieren. Preise und Gütermengen sind die am direktesten beobachtbaren Größen in einer Marktwirtschaft.[73] Es gilt für Märkte mit vollständiger Konkurrenz.

Je höher der Preis, umso niedriger ist die Nachfrage eines Gutes

Die Nachfrage bezeichnet die Menge, die alle Konsumenten zu einem bestimmten Preis zu kaufen bereit wären. Die Nachfrage wird oft durch eine Grafik dargestellt, die Preis und nachgefragte Menge zeigt. Die Haushaltstheorie ist ein verwandtes ökonomisches Modell. Es besagt, dass der einzelne Konsument rational wählt, hinsichtlich der am meisten bevorzugten Menge jedes Gutes bei gegebenem Einkommen, Preisen, Geschmack usw. Diesen Vorgang nennt man ist Nutzungsmaximierung, wobei Einkommen und Vermögen als Nachfragebeschränkungen sind. Der Nutzen bezeichnet das Maß an Bedürfnisbefriedigung, welches mit verschiedenen Warenbündeln erreicht wird.[73]

Das Gesetz der Nachfrage besagt, dass Preis und nachgefragte Menge auf einem bestimmten Markt im Allgemeinen in umgekehrter Beziehung stehen.[74] Das heißt, je höher der Preis ist, desto weniger wären die Leute bereit, es zu kaufen. Wenn der Preis einer Ware sinkt, bewegen sich die Verbraucher von relativ teureren Gütern zu ihr (Substitutionseffekt). Darüber hinaus erhöht die Kaufkraft aus dem Preisverfall die Kauffähigkeit der Konsumenten (Einkommenseffekt).[72]

Das Angebot ist das Verhältnis zwischen dem Preis eines Gutes und der zu diesem Preis verfügbaren Menge. Es kann als Grafik dargestellt werden, die Preis und produzierte Menge in Beziehung setzt. Es wird angenommen, dass Produzenten, zum Beispiel Unternehmen, Gewinnmaximierer sind. Das bedeutet, dass sie versuchen, die Menge an Gütern zu produzieren und zu liefern, die ihnen den höchsten Gewinn bringt. Das Angebot wird wie die Nachfrage in der Regel als Preis-Mengen-Funktion dargestellt.[75]

Das Marktgleichgewicht ist der Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve

Je höher der Preis, zu dem eine Ware verkauft werden kann, desto mehr davon werden die Produzenten liefern. Der höhere Preis macht es rentabel, die Produktion zu erhöhen. Das Gesetz des Angebots besagt, dass ein Anstieg des Preises im Allgemeinen zu einer Ausweitung des Angebots und ein Preisrückgang zu einem Rückgang des Angebots führt.[72]

Ein Marktgleichgewicht tritt ein, wenn die angebotene Menge der nachgefragten Menge entspricht, der Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurve. Bei einem unter dem Gleichgewichtspreis liegenden Preis fehlt die angebotene Menge im Vergleich zur nachgefragten Menge. Dies wird gesetzt, um den Preis zu erhöhen. Bei einem über dem Gleichgewichtspreis liegenden Preis besteht ein Überschuss der angebotenen Menge gegenüber der nachgefragten Menge. Das drückt den Preis nach unten. Das Modell von Angebot und Nachfrage sagt voraus, dass sich Preis und Menge bei gegebenen Angebots- und Nachfragekurven auf den Preis stabilisieren, der die angebotene Menge der nachgefragten Menge entspricht. In ähnlicher Weise sagt die Nachfrage- und Angebotstheorie eine neue Preis-Mengen-Kombination aus einer Verschiebung der Nachfrage oder des Angebots voraus.

Spieltheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entscheidungen unter Unsicherheit sind ein wichtiger Forschungsbereich der Mikroökonomie. Unsicherheit bezeichnet eine unbekannte Aussicht auf Gewinn oder Verlust, unabhängig davon, ob sie als Risiko quantifizierbar ist oder nicht. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Formen gibt es verschiedene Möglichkeiten, Unsicherheit darzustellen und die Reaktionen der Agenten darauf zu modellieren.[76]

Spieltheorie ist ein Zweig der angewandten Mathematik, der strategische Interaktionen betrachtet. Spieltheorie untersucht, wie Agenten in Situationen handeln, in denen sie mit Agenten interagieren, die andere Interessen haben als sie. Anwendungsbeispiele der Spieltheorie sind Lohnverhandlungen, Ein- und Verkaufsverhandlungen, sowie Preisgestaltungen auf Märkten. Außerdem gibt es wichtige Anwendungen außerhalb der Wirtschaftswissenschaft in so unterschiedlichen Fächern wie der Entwicklung von Nuklearstrategien, Ethik, Politikwissenschaft und Evolutionsbiologie.[77]

Ergebnisse der Spieltheorie werden in verschiedenen Bereichen der Mikroökonomie verwendet. Ein Beispiel ist die Finanzökonomik, wo finanzielle Entscheidungen unter Unsicherheit, Preisgestaltung von Finanzinstrumenten, die Finanzstruktur von Unternehmen, die Effizienz und Fragilität von Finanzmärkten, Finanzkrisen und die damit verbundene Regierungspolitik oder Regulierung untersucht wird.

Einige Formen von Märkten können zu Ineffizienzen im Zusammenhang mit Unsicherheit führen. Der Artikel The Market for Lemons von George Akerlof beschreibt ein Paradebeispiel, nämlichen einen zwielichtigen Gebrauchtwagenmarkt. Kunden, die nicht wissen, ob ein Auto eine "Zitrone" ist, drücken seinen Preis unter den Wert eines hochwertigen Gebrauchtwagens.[78] Hier kann eine Informationsasymmetrie entstehen, wenn der Verkäufer über mehr oder relevantere Informationen verfügt als der Käufer, aber keinen Anreiz hat, diese offenzulegen. Verwandte Probleme in der Versicherungswirtschaft sind die negative Selektion, wobei sich diejenigen mit dem höchsten Risiko am ehesten versichern (z. B. rücksichtslose Fahrer) und moralisches Risiko, wobei der Abschluss einer Versicherung zu riskanterem Verhalten führt (z. B. rücksichtsloseres Fahren).[79]

Marktversagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktversagen bezeichnet Situationen, in denen Märkte nicht zu einer effizienten Verteilung von Ressourcen führen. Einige Formen von Marktversagen können durch staatliche Eingriffe beseitigt werden. Marktversagen stellt allerdings nur eine notwendige, jedoch keine hinreichende Bedingung für staatliche Eingriffe dar. Es existieren folgende Formen von Marktversagen:[80]

Einige Bereiche der Wirtschaftswissenschaft beschäftigen sich mehr mit Marktversagen als andere. Die Ökonomie des öffentlichen Sektors ist ein Beispiel. Ein Großteil der Umweltökonomik behandelt den effizienten Umgang mit Externalitäten.[81]

Politische Lösungsoptionen sind gesetzliche Vorschriften, die eine Kosten-Nutzen-Analyse beinhalten, oder Marktlösungen, die Anreizstrukturen ändern, zum Beispiel der Emissionsrechtehandel oder die Neudefinition von Eigentumsrechten.[82]

Makroökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung eines Konjunkturverlaufs

Die Makroökonomie untersucht die Wirtschaft als Ganzes, um breite Aggregate und ihre Wechselwirkungen zu erklären.[83] Zu diesen Aggregaten gehören das Nationaleinkommen und die Produktion, die Arbeitslosenquote und die Inflation, sowie Unteraggregate wie der Gesamtkonsum und die Investitionsausgaben und ihre Komponenten.[84] Die Makroökonomie untersucht auch die Auswirkungen der Geld- und Fiskalpolitik.

Mindestens seit den 1960er Jahren ist die Makroökonomie durch eine Integration in Bezug auf die mikrobasierte Modellierung von Sektoren gekennzeichnet, einschließlich der Rationalität der Agenten, der effizienten Nutzung von Marktinformationen und des unvollkommenen Wettbewerbs.[83][85]

Die makroökonomische Analyse berücksichtigt auch Faktoren, die das langfristige Niveau und das Wachstum des Nationaleinkommens beeinflussen. Zu diesen Faktoren zählen Kapitalakkumulation, technologischer Wandel und Arbeitskräftewachstum.[86]

Wachstum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wachstumsökonomik untersucht Faktoren, die das Wirtschaftswachstum erklären – die Zunahme der Produktion pro Kopf eines Landes über einen langen Zeitraum. Dieselben Faktoren werden verwendet, um die Unterschiede im Pro-Kopf-Produktionsniveau zwischen den Ländern zu erklären, insbesondere warum einige Länder schneller wachsen als andere und ob die Länder mit den gleichen Wachstumsraten konvergieren.

Viel untersuchte Faktoren sind die Investitionsrate, das Bevölkerungswachstum und der technische Fortschritt. Diese werden in theoretischer und empirischer Form in den neoklassischen und endogenen Wachstumsmodellen und der Wachstumsbuchhaltung untersucht.[87]

Konjunktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erklärung des Konjunkturzyklus und besonders die Erklärung für Rezessionen war der Ausgang der Makroökonomie als eigenständiger Disziplin. Während der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre verfasste John Maynard Keynes ein Buch mit dem Titel Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, das die Schlüsseltheorien der keynesianischen Makroökonomik skizziert. Keynes argumentierte, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern während eines wirtschaftlichen Abschwungs unzureichend sein könnte, was zu unnötig hoher Arbeitslosigkeit und Verlusten des Produktionspotenzials führen könnte.

Er plädierte daher für aktive politische Reaktionen des öffentlichen Sektors, einschließlich geldpolitischer Maßnahmen der Zentralbank und fiskalpolitischer Maßnahmen der Regierung, um die Produktion während des Konjunkturzyklus zu stabilisieren. Eine zentrale Schlussfolgerung der keynesianischen Ökonomie ist daher, dass der Markt in manchen Situationen Produktion und Beschäftigung nicht automatisch auf das Niveau der Vollbeschäftigung bringt. Das IS-LM-Modell von John Hicks war die einflussreichste Interpretation der Allgemeinen Theorie.

Im Laufe der Jahre hat sich das Verständnis des Konjunkturzyklus in verschiedene Forschungsprogramme verzweigt, die meist mit dem Keynesianismus in Verbindung stehen oder sich davon unterscheiden. Die neoklassische Synthese bezieht sich auf die Versöhnung der keynesianischen Ökonomie mit der neoklassischen Theorie und stellt fest, dass der Keynesianismus kurzfristig richtig ist, aber mittel- und langfristig durch neoklassische Überlegungen qualifiziert wird.

Der Monetarismus war eine Gegenreaktion auf den klassischen Keynesianismus. Der Hauptvertreter ist Milton Friedman. Er übte theoretische Kritik an den klassischen keynesianischen Modellen und zeigte, dass das Deficit spending des Keynesianismus nur zu höherer Inflation führe, aber keinen konjunkturellen Effekt habe.[88]

Die Neue klassische Makroökonomik führt diese Kritik fort. Sie postuliert im Gegensatz zur keynesianischen Sicht des Konjunkturzyklus eine Markträumung mit unvollkommenen Informationen. Sie umfasst Friedmans Hypothese permanenter Einkommen und die Theorie der rationalen Erwartungen. Der Hauptvertreter ist Robert Lucas. Die neue klassische Makroökonomik entwickelte die Theorie realer Konjunkturzyklen und zeigte, dass Fiskal- und Geldpolitik sowohl kurz- als auch langfristig keine Effekte auf die Konjunktur haben können.[89]

Die heute dominante makroökonomische Theorie ist der Neukeynesianismus. Rationale Erwartungen wurden akzeptiert, jedoch wurde Vielzahl von Marktversagen in die Theorie integriert. Insbesondere gehen Neukeynesianer davon aus, dass Preise und Löhne starr sind, was bedeutet, dass sie sich nicht sofort an Veränderungen der wirtschaftlichen Bedingungen anpassen. Sowohl Fiskal- als auch Geldpolitik können daher kurz- und mittelfristig reale konjunkturelle Effekte haben.[90]

Arbeitslosigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitslosigkeit und ihre Ursachen sind ein Forschungsfeld der Makroökonomie. Die Höhe der Arbeitslosigkeit wird anhand der Arbeitslosenquote gemessen, dem Prozentsatz der Arbeitnehmer an der Erwerbsbevölkerung ohne Beschäftigung. Menschen, die im Ruhestand sind, eine Ausbildung absolvieren oder aufgrund fehlender Berufsaussichten von der Arbeitssuche abgehalten werden, sind vom Erwerbsleben ausgeschlossen. Arbeitslosigkeit lässt sich im Allgemeinen in mehrere Typen einteilen, die mit unterschiedlichen Ursachen zusammenhängen.[91]

Klassische Modelle der Arbeitslosigkeit prognostizieren, dass Arbeitslosigkeit auftritt, wenn die Löhne zu hoch sind und der Arbeitsmarkt nicht in ein Gleichgewicht kommen kann. Im Einklang mit der klassischen Arbeitslosigkeit tritt friktionale Arbeitslosigkeit auf, wenn für einen Arbeitnehmer geeignete Stellenangebote vorhanden sind, aber die Zeit, die für die Suche und das Finden des Arbeitsplatzes benötigt wird, zu einer Phase der Arbeitslosigkeit führt.[92]

Strukturelle Arbeitslosigkeit deckt eine Vielzahl möglicher Ursachen für Arbeitslosigkeit ab, darunter ein Missverhältnis zwischen den Qualifikationen der Arbeitnehmer und den für offene Stellen erforderlichen Qualifikationen. Strukturelle Arbeitslosigkeit kann auftreten, wenn sich eine Wirtschaft im Umbruch befindet und Arbeitnehmer feststellen, dass ihre vorherigen Fähigkeiten nicht mehr gefragt sind. Strukturelle Arbeitslosigkeit ähnelt der friktionalen Arbeitslosigkeit, da beide das Problem der Vermittlung von Arbeitskräften und Stellenangeboten widerspiegeln, aber die strukturelle Arbeitslosigkeit deckt die Zeit ab, die für den Erwerb neuer Fähigkeiten und nicht nur für den kurzfristigen Suchprozess erforderlich ist.[93]

Während einige Arten von Arbeitslosigkeit unabhängig von der Wirtschaftslage auftreten können, tritt zyklische Arbeitslosigkeit auf, wenn das Wachstum stagniert. Das Okunsche Gesetz stellt die empirische Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum dar. Die ursprüngliche Version des Okunschen Gesetzes besagt, dass eine Steigerung der Produktion um 3 % zu einer Verringerung der Arbeitslosigkeit um 1 % führen würde.[94]

Fiskalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierungen setzen Fiskalpolitik ein, um makroökonomische Bedingungen zu beeinflussen. Dazu passen sie ihre Ausgaben- und Steuerpolitik an, um die Gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu verändern. Wenn die Gesamtnachfrage unter das Produktionspotenzial der Wirtschaft fällt, entsteht eine Produktionslücke, bei der ein Teil der Produktionskapazitäten arbeitslos bleibt. Die Regierungen erhöhen die Ausgaben und senken die Steuern, um die Gesamtnachfrage anzukurbeln. Nicht genutzte Ressourcen können von der Regierung verwendet werden.[95]

So können zum Beispiel arbeitslose Bauarbeiter für den Ausbau von Autobahnen eingestellt werden. Steuersenkungen ermöglichen es den Verbrauchern, ihre Ausgaben zu erhöhen, was die Gesamtnachfrage ankurbelt. Sowohl Steuersenkungen als auch staatliche Ausgaben haben Multiplikatoreffekte. Damit ist gemeint, dass der anfängliche Anstieg der Nachfrage aus der Politik die Wirtschaft durchdringt und dort zusätzliche Wirtschaftstätigkeit erzeugt.[96]

Die Auswirkungen der Fiskalpolitik sind durch Crowding-out begrenzt. Wenn keine Produktionslücke besteht, produziert die Wirtschaft mit voller Kapazität und es gibt keine überschüssigen produktiven Ressourcen. Wenn die Regierung in dieser Situation die Ausgaben erhöht, verwendet die Regierung Ressourcen, die ansonsten vom Privatsektor verwendet worden wären, sodass die Gesamtproduktion nicht erhöht wird.[97]

Gegner der schuldenfinanzierten Fiskalpolitik argumentieren außerdem mit dem Konzept der ricardianischen Äquivalenz. Dieses besagt, dass eine Zunahme der Schulden mit zukünftigen Steuererhöhungen bezahlt werden muss, was dazu führt, dass die Menschen ihren Konsum reduzieren und Geld sparen, um die zukünftige Steuererhöhungen zu bezahlen. Daher wird ein etwaiger Nachfrageschub durch Steuersenkungen durch die erhöhten Sparrate ausgeglichen, welche für die zukünftig höheren Steuern gedacht ist.[98]

Es besteht ein Konsens unter zeitgenössischen Makroökonomen, dass schuldenfinanzierte Fiskalpolitik zu einem totalen Crowding-out führt.[97][99]

Geldpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geld ist in den meisten Marktwirtschaften das Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen. Außerdem ist es die Rechnungseinheit, in der Preise typischerweise angegeben werden. Geld hat allgemeine Akzeptanz, relative Wertkonstanz, Teilbarkeit, Haltbarkeit, Portabilität und Langlebigkeit, sowie das Vertrauen der Bevölkerung. Es umfasst Geldeinheiten, die von Haushalten gehalten werden, und Bankeinlagen.

Geld als Tauschmittel erleichtert den Handel. Es ist im Wesentlichen ein Wertmaßstab und ein Wertaufbewahrungsmittel und Grundlage für die Kreditschöpfung. Seine wirtschaftliche Funktion kann dem Tauschhandel (nicht-monetärer Austausch) gegenübergestellt werden. Bei einer Vielzahl von produzierten Gütern und spezialisierten Produzenten kann der Tauschhandel Probleme hinsichtlich der Umtauschbarkeit mitbringen, zum Beispiel Äpfel und ein Buch miteinander zu tauschen. Geld kann die Transaktionskosten des Austauschs aufgrund seiner leichten Akzeptanz reduzieren. Dann ist es für den Verkäufer weniger kostspielig, Geld als Gegenleistung anzunehmen, als das, was der Käufer produziert.

Die Menge an Geld in der Wirtschaft kann die Konjunktur und die Inflation beeinflussen.[100] Daher wird die Geldmenge von Zentralbanken gesteuert. Geldpolitik bezeichnet alle Aktivitäten, die eine Zentralbank ergreift, um ihre Ziele zu erfüllen. Zentralbanken nutzen verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik und die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken.[101]

Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an.[102]

Außenwirtschaftstheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruttoinlandsprodukt der Staaten der Welt

Die Außenwirtschaftstheorie untersucht die Einflussfaktoren für Waren- und Dienstleistungsströme über internationale Grenzen hinweg.[103] Sie untersucht auch den Umfang und die Verteilung der Handelsgewinne. Dabei wendet sie sowohl Methoden der Mikro- wie auch der Makroökonomie an. Politische Analysen umfassen die Abschätzung der Auswirkungen von sich ändernden Zollsätzen und Handelskontingenten.[104] Das internationale Finanzwesen ist ein makroökonomisches Untersuchungsfeld, das den Kapitalfluss über internationale Grenzen hinweg und die Auswirkungen dieser Bewegungen auf die Wechselkurse untersucht.[105] Der verstärkte Handel mit Gütern, Dienstleistungen und Kapital zwischen Ländern ist ein wichtiger Effekt der gegenwärtigen Globalisierung.

Entwicklungsökonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklungsökonomie untersucht die ökonomischen Aspekte des wirtschaftlichen Entwicklungsprozesses von relativ einkommensschwachen Ländern. Die gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte sind dabei Strukturwandel, Armut und Wirtschaftswachstum. Ansätze der Entwicklungsökonomie beziehen häufig soziale und politische Faktoren mit ein.[106]

Arbeitsmarktökonomik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsmarktökonomik versucht, die Funktionsweise und Dynamik der Märkte für Lohnarbeit zu verstehen. Arbeitsmärkte funktionieren durch die Interaktion von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Die Arbeitsökonomie betrachtet die Anbieter von Arbeitsdienstleistungen (Arbeitnehmer), die Nachfrage der Arbeitsdienste (Arbeitgeber) und versucht, das resultierende Muster von Löhnen, Beschäftigung und Einkommen zu verstehen. In der Ökonomie ist Arbeit ein Maß für die von Menschen geleistete Arbeit. Es wird konventionell mit anderen Produktionsfaktoren wie Land und Kapital verglichen.

Wohlfahrtsökonomik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wohlfahrtsökonomik verwendet mikroökonomische Techniken, um das Wohlergehen anhand der Zuweisung von Produktionsfaktoren hinsichtlich der Erwünschtheit und der wirtschaftlichen Effizienz innerhalb einer Volkswirtschaft zu bewerten. Die Disziplin analysiert die soziale Wohlfahrt, in Bezug auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der Individuen, aus denen die betrachtete theoretische Gesellschaft besteht. Dementsprechend sind Individuen mit den damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten die Grundeinheiten für die Zusammenführung zur sozialen Wohlfahrt, sei es einer Gruppe, einer Gemeinschaft oder einer Gesellschaft, und es gibt keine "soziale Wohlfahrt" außer der "Wohlfahrt", die mit ihren einzelnen Einheiten verbunden ist.[107]

Verwandte Bereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Wirtschaftswissenschaft im weiteren Sinne zählen auch interdisziplinäre Bereiche wie Verkehrswirtschaftslehre, Wirtschaftschemie, Wirtschaftsethik, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsstatistik, Wirtschaftspädagogik, Wirtschaftsphilosophie, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftssoziologie.

Wissenschaftlicher Konsens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In verschiedenen Umfragen unter Mitgliedern der American Economic Association, der weltweit-größten ökonomischen Vereinigung, wurde ein breiter wissenschaftlicher Konsens zu folgenden Punkten ermittelt:[108][109][110][111][112]

  1. Eine Mietpreisbindung reduziert die Quantität und Qualität des Wohnungsangebots. (93 % Zustimmung)
  2. Zölle und Einfuhrkontingente mindern in der Regel die allgemeine Wohlfahrt. (93 % Zustimmung)
  3. Flexible und variable Wechselkurse sind ein effektives internationales Währungssystem. (90 % Zustimmung)
  4. Finanzpolitik (z. B. Steuersenkungen und/oder Erhöhung der Staatsausgaben) hat eine erhebliche stimulierende Wirkung auf eine nicht vollbeschäftigte Wirtschaft. (90 % Zustimmung)
  5. Staaten sollten Unternehmen nicht daran hindern, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. (90 % Zustimmung)
  6. Wirtschaftswachstum in entwickelten Ländern führt zu mehr Wohlstand. (88 % Zustimmung)
  7. Die Staaten sollten Agrarsubventionen abschaffen. (85 % Zustimmung)
  8. Eine entsprechend gestaltete Fiskalpolitik kann die Kapitalbildungsrate langfristig erhöhen. (85 % Zustimmung)
  9. Wenn der Staatshaushalt ausgeglichen sein soll, sollte dies über den Konjunkturzyklus hinweg, statt jährlich erfolgen. (85 % Zustimmung)
  10. Geld-Transferleistungen erhöhen die Wohlfahrt der Empfänger stärker, als gleichwertige Sachleistungen. (84 % Zustimmung)
  11. Ein hohes Haushaltsdefizit des Staates wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus. (83 % Zustimmung)
  12. Die Umverteilung von Einkommen ist eine legitime Aufgabe des Staates. (83 % Zustimmung)
  13. Inflation wird in erster Linie durch ein zu starkes Wachstum der Geldmenge verursacht. (83 % Zustimmung)
  14. Staaten sollten gentechnisch veränderte Pflanzen nicht verbieten. (82 % Zustimmung)
  15. Ein Mindestlohn erhöht die Arbeitslosigkeit unter jungen und ungelernten Arbeitnehmern. (79 % Zustimmung)
  16. Der Staat sollte das Sozialsystem im Sinne einer negativen Einkommensteuer umstrukturieren. (79 % Zustimmung)
  17. Der Emissionsrechtehandel stellt einen besseren Ansatz für die Reduktion von Treibhausgasen dar, als Verbote und reine Ausstoßbegrenzungen. (78 % Zustimmung)

Praxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zeitgenössische Wirtschaftswissenschaft verwendet Mathematik.[113] Ökonomen greifen auf die Werkzeuge der Infinitesimalrechnung, der linearen Algebra, der Statistik, der Spieltheorie und der Informatik zurück. Von professionellen Ökonomen wird lediglich erwartet, dass sie mit diesen Werkzeugen vertraut sind, während sich eine Minderheit auf Ökonometrie und die Weiterentwicklung der mathematischen Methoden spezialisiert hat.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der HU Berlin

Die Professionalisierung der Wirtschaftswissenschaft, die sich in der Zunahme von Graduiertenprogrammen zu diesem Thema widerspiegelt, wurde als die wichtigste Veränderung der Wirtschaftswissenschaften seit 1900 beschrieben.[114] Die meisten europäischen Universitäten bieten ein Studium der Wirtschaftswissenschaft im Hauptfach oder Nebenfach an. Ökonomische Fachbereiche gehören dabei entweder der Fakultät der Sozialwissenschaften an oder sie bilden eine eigene wirtschaftswissenschaftliche Fakultät.

In der Privatwirtschaft und in der Industrie, einschließlich Banken und Finanzen, werden professionelle Ökonomen als Berater eingesetzt. Ökonomen arbeiten auch für verschiedene Regierungsabteilungen und -behörden, zum Beispiel das nationale Finanzministerium, die Zentralbank oder das Statistikamt. Außerdem gibt es verschiedene internationale Organisationen wie die OECD, die Weltbank oder den Internationalen Währungsfonds in denen Ökonomen ebenfalls tätig sind.

Für herausragende wissenschaftliche Beiträge auf diesem Gebiet werden jedes Jahr Dutzende von Preisen verliehen, von denen der bedeutendste der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ist.

Empirie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ökonomische Theorien werden häufig empirisch getestet, hauptsächlich durch den Einsatz von Ökonometrie unter Verwendung von Wirtschaftsdaten.[115] Die in den Naturwissenschaften üblichen kontrollierten Experimente sind schwierig und in der Wirtschaftswissenschaft ungewöhnlich, stattdessen werden umfassende Daten durch Beobachtung untersucht. Diese Art von Tests wird normalerweise als weniger streng angesehen als kontrollierte Experimente, und die Schlussfolgerungen sind in der Regel eher vorläufig. Das Feld der experimentellen Ökonomik wächst jedoch, und natürliche Experiment werden zunehmend genutzt.[116]

Statistische Methoden wie die Regressionsanalyse sind in empirischen Arbeiten üblich.[117] Ökonomen verwenden diese Methoden, um die Größe, die wirtschaftliche und statistische Signifikanz ("Signalstärke") der hypothetischen Beziehung(en) zu schätzen und um Rauschen von anderen Variablen zu korrigieren. Auf diese Weise kann eine Hypothese akzeptiert werden. Die Akzeptanz hängt von der falsifizierbaren Hypothese ab, die die Tests überlebt. Die Verwendung allgemein anerkannter Methoden muss angesichts unterschiedlicher Tests, Datensätze und früherer Überzeugungen nicht zu einer endgültigen Schlussfolgerung oder sogar zu einem Konsens zu einer bestimmten Frage führen.

In der angewandten Ökonomie sind Input-Output-Modelle mit Methoden der linearen Programmierung weit verbreitet. Große Datenmengen werden durch Computerprogramme geleitet, um die Auswirkungen bestimmter Richtlinien zu analysieren; IMPLAN ist ein bekanntes Beispiel.

Die experimentelle Ökonomik hat den Einsatz wissenschaftlich kontrollierter Experimente in der Wirtschaftswissenschaft befördert. Dies hat die seit langem bekannte Abgrenzung der Ökonomie von den Naturwissenschaften reduziert, weil jetzt direkte Experimente möglich sind, um ökonomische Axiome zu überprüfen. In einigen Fällen haben diese herausgefunden, dass Axiome, wie vollständige Rationalität der Agenten nicht richtig sind.[116] Das Ultimatumspiel hat beispielsweise gezeigt, dass Menschen ungleiche Angebote ablehnen.[118]

In der Verhaltensökonomik erhielt der Psychologe Daniel Kahneman 2002 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für seine und Amos Tverskys empirische Arbeit zu mehreren kognitiven Verzerrungen und Heuristiken.

Die Volkswirtschaftslehre untersucht grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten in einer Gesellschaft, sowohl in Bezug auf einzelne wirtschaftende Einheiten (Mikroökonomie) als auch gesamtwirtschaftlich (Makroökonomie). Erkenntnisobjekte sind das Wirtschaften, also der planmäßige und effiziente Umgang mit knappen Ressourcen zwecks bestmöglicher Bedürfnisbefriedigung in der Umgebung der Wirtschaft. Die Betriebswirtschaftslehre befasst sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten einzelner Unternehmen und liefert Erkenntnisse über betriebliche Strukturen und Prozesse.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Wirtschaft – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wirtschaft

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Bürgin: Zur Soziogenese der Politischen Ökonomie. Wirtschaftsgeschichtliche und dogmenhistorische Betrachtungen, 2. Aufl., Marburg 1996
  • Karl Eman Pribram: Geschichte des ökonomischen Denkens. Übersetzung der Originalausgabe A History of Economic Reasoning. Erster und zweiter Band. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-518-28956-X
  • Adam Smith, 1776: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations
  • Joachim Starbatty (Hrsg.): Klassiker des ökonomischen Denkens: Von Platon bis John Maynard Keynes. Teil 1 und 2 in einer Gesamtausgabe. Hamburg 2008, ISBN 978-3-937872-92-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ökonomie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Wirtschaftswissenschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks: Regal:Wirtschaftswissenschaft – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Krugman, Robin Wells: Economics. 3rd ed Auflage. Worth Publishers, New York, NY 2013, ISBN 978-1-4292-5163-1, S. 2.
  2. economics | Definition, History, Examples, & Facts. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  3. Definition of ECONOMICS. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  4. a b c Womit beschäftigt sich die Wirtschaftswissenschaft? (Memento vom 22. Februar 2011 im Internet Archive) Universität Marburg.
  5. Andrew Caplin, A. Schotter: The foundations of positive and normative economics : a handbook. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-804396-6.
  6. Rahimberdi Annamoradnejad, Issa Annamoradnejad, Taher Safarrad, Jafar Habibi: Using Web Mining in the Analysis of Housing Prices: A Case study of Tehran. In: 2019 5th International Conference on Web Research (ICWR). IEEE, Tehran, Iran 2019, ISBN 978-1-72811-431-6, S. 55–60, doi:10.1109/ICWR.2019.8765250 (ieee.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  7. Terry E. Dielman: Applied regression analysis for business and economics. 3rd ed Auflage. Duxbury/Thomson Learning, Pacific Grove, CA 2001, ISBN 0-534-37955-9.
  8. Hendrik S. Houthakker, Peter J. Williamson: The Economics of Financial Markets. Oxford University Press, 1996, ISBN 978-0-19-504407-2, doi:10.1093/019504407x.001.0001 (universitypressscholarship.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  9. Rosanna Tarricone: Cost-of-illness analysis. In: Health Policy. Band 77, Nr. 1, Juni 2006, S. 51–63, doi:10.1016/j.healthpol.2005.07.016 (elsevier.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  10. Javad Gorjidooz: Engineering economics for aviation and aerospace. Abingdon, Oxon 2017, ISBN 978-1-317-28846-6.
  11. David King: Fiscal tiers : the economics of multi-level government. Abingdon, Oxon 2016, ISBN 978-1-317-23552-1.
  12. Nuno Garoupa: Economic Theory of Criminal Behavior. In: Encyclopedia of Criminology and Criminal Justice. Springer, New York, NY 2014, ISBN 978-1-4614-5690-2, S. 1280–1286, doi:10.1007/978-1-4614-5690-2_409.
  13. Hanushek, Eric A., Woessmann, Ludger: The Role of Education Quality for Economic Growth. Februar 2007 (worldbank.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  14. Michael C. Keeley: The Economics of Family Formation*. In: Economic Inquiry. Band 15, Nr. 2, 1977, ISSN 1465-7295, S. 238–250, doi:10.1111/j.1465-7295.1977.tb00468.x (wiley.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  15. Lewis Kornhauser: The Economic Analysis of Law. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy. Fall 2017 Auflage. Metaphysics Research Lab, Stanford University, 2017 (stanford.edu [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  16. Joseph Groenke: The Economics of Politics. 2019, abgerufen am 28. Juni 2021.
  17. Laurence R. Iannaccone: Introduction to the Economics of Religion. In: Journal of Economic Literature. Band 36, Nr. 3, 1998, ISSN 0022-0515, S. 1465–1495, JSTOR:2564806.
  18. Jonathan D. Caverley: The Economics of War and Peace. In: The Oxford Handbook of International Security. Oxford University Press, 2018, ISBN 978-0-19-877785-4, S. 303–318, doi:10.1093/oxfordhb/9780198777854.013.20 (oxfordhandbooks.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  19. Paula E. Stephan: The Economics of Science. In: Journal of Economic Literature. Band 34, Nr. 3, 1996, ISSN 0022-0515, S. 1199–1235, JSTOR:2729500.
  20. Partha Dasgupta: The economics of the environment*. In: Environment and Development Economics. Band 1, Nr. 4, Oktober 1996, ISSN 1469-4395, S. 387–428, doi:10.1017/S1355770X00000772 (cambridge.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  21. Gabler Wirtschaftslexikon: Definition Wirtschaftswissenschaften, abgerufen: 30, September 2019
  22. B. B. Price: Ancient economic thought. Routledge, London 1997, ISBN 0-203-98170-7.
  23. a b Barry Gordon: Economic Analysis before Adam Smith. Palgrave Macmillan UK, London 1975, ISBN 978-1-349-02118-5, doi:10.1007/978-1-349-02116-1 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  24. Ibn Khaldûn: A Fourteenth-Century Economist. In: Journal of Political Economy. Band 79, Nr. 5, September 1971, ISSN 0022-3808, S. 1105–1118, doi:10.1086/259818 (uchicago.edu [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  25. a b mercantilism | Definition & Examples. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  26. The Early Modern Atlantic Economy. Cambridge University Press, Cambridge 2001, ISBN 978-0-521-78249-4, doi:10.1017/cbo9780511523878 (cambridge.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  27. physiocrat | Facts, History, & Definition. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  28. Wilfred Dolfsma, Patrick J. Welch: Paradigms and Novelty in Economics: The History of Economic Thought as a Source of Enlightenment. In: The American Journal of Economics and Sociology. Band 68, Nr. 5, 2009, ISSN 0002-9246, S. 1085–1106.
  29. a b economics | Definition, History, Examples, & Facts. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  30. George J. Stigler: The Division of Labor is Limited by the Extent of the Market. In: Journal of Political Economy. Band 59, Nr. 3, Juni 1951, ISSN 0022-3808, S. 185–193, doi:10.1086/257075 (uchicago.edu [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  31. Ronald Findlay: Comparative Advantage. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–9, doi:10.1057/9780230226203.0274 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  32. Paul R Krugman: Is Free Trade Passé? In: Journal of Economic Perspectives. Band 1, Nr. 2, 1. November 1987, ISSN 0895-3309, S. 131–144, doi:10.1257/jep.1.2.131 (aeaweb.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  33. Ricardo, David.: Principles of Political Economy and Taxation. Dover Publications, 2012, ISBN 1-306-35985-6.
  34. Nils Fröhlich: Die Aktualität der Arbeitswerttheorie theoretische und empirische Aspekte. Marburg 2009, ISBN 978-3-89518-756-8.
  35. a b Ernest Mandel: Marx, Karl Heinrich (1818–1883). In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–28, doi:10.1057/9780230226203.3051 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  36. J. E. Roemer: Marxian Value Analysis. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–6, doi:10.1057/9780230226203.3052 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  37. Pierangelo Garegnani: Surplus Approach to Value and Distribution. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–26, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1559-1.
  38. Andrew Glyn: Marxist Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–9, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1135-1.
  39. Andrew Arato: Marxism. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–7, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_995-1.
  40. a b Tony Aspromourgos: ‘Neoclassical’. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–2, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_723-2.
  41. Jamie Morgan: What is neoclassical economics? : debating the origins, meaning and significance. London 2016, ISBN 978-1-317-33451-4.
  42. R. D. Collison Black: Utility. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–6, doi:10.1057/9780230226203.1781 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  43. Robert B. Ekelund, Robert F. Hébert: Retrospectives: The Origins of Neoclassical Microeconomics. In: The Journal of Economic Perspectives. Band 16, Nr. 3, 2002, ISSN 0895-3309, S. 197–215, JSTOR:3216957.
  44. Paul A. Samuelson: What Classical and Neoclassical Monetary Theory Really was. In: The Canadian Journal of Economics / Revue canadienne d'Economique. Band 1, Nr. 1, 1968, ISSN 0008-4085, S. 1–15, doi:10.2307/133458, JSTOR:133458.
  45. David Colander: The Death of Neoclassical Economics. In: Journal of the History of Economic Thought. Band 22, Nr. 2, Juni 2000, ISSN 1469-9656, S. 127–143, doi:10.1080/10427710050025330 (cambridge.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  46. Peter Senker: The triumph of neoliberalism and the world dominance of capitalism. In: Prometheus. Band 33, Nr. 2, 2015, ISSN 0810-9028, S. 97–111, doi:10.1080/08109028.2015.1070482.
  47. J. R. Hicks, J. E. Meade: A Neo-Classical Theory of Economic Growth. In: The Economic Journal. Band 72, Nr. 286, Juni 1962, ISSN 0013-0133, S. 371, doi:10.2307/2228676.
  48. N. Gregory Mankiw: The Macroeconomist as Scientist and Engineer. In: Journal of Economic Perspectives. Band 20, Nr. 4, 1. August 2006, ISSN 0895-3309, S. 29–46, doi:10.1257/jep.20.4.29 (aeaweb.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  49. Michel De Vroey, Pedro Garcia Duarte: In search of lost time: the neoclassical synthesis. In: The B.E. Journal of Macroeconomics. Band 13, Nr. 1, 1. Januar 2013, ISSN 1935-1690, doi:10.1515/bejm-2012-0078 (degruyter.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  50. M. W. Reder: Chicago School. In: The World of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1991, ISBN 978-0-333-55177-6, S. 40–50, doi:10.1007/978-1-349-21315-3_7 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  51. Ross B. Emmett: Chicago School. In: The Palgrave Encyclopedia of Strategic Management. Palgrave Macmillan UK, London 2018, ISBN 978-1-137-00772-8, S. 231–234, doi:10.1057/978-1-137-00772-8_624.
  52. Milton Friedman: Why Money Matters. In: Wall Street Journal. 17. November 2006, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  53. Olivier Blanchard: Macroeconomics. 5th ed., Updated ed., [International ed.]. Pearson Prentice Hall, Boston, Mass. 2011, ISBN 0-13-215986-4, S. 582–583.
  54. Alvaro Cencini: Macroeconomic foundations of macroeconomics. Routledge, London 2005, ISBN 0-203-02278-5.
  55. Robert E Lucas: Expectations and the neutrality of money. In: Journal of Economic Theory. Band 4, Nr. 2, April 1972, S. 103–124, doi:10.1016/0022-0531(72)90142-1 (elsevier.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  56. Peter Galbács: Fiscal Policy and New Classical Macroeconomics. In: The Theory of New Classical Macroeconomics. Springer International Publishing, Cham 2015, ISBN 978-3-319-17577-5, S. 221–281, doi:10.1007/978-3-319-17578-2_5 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  57. Robert E. Lucas: Econometric policy evaluation: A critique. In: Carnegie-Rochester Conference Series on Public Policy. Band 1, Januar 1976, S. 19–46, doi:10.1016/S0167-2231(76)80003-6 (elsevier.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  58. E. Roy Weintraub: The Microfoundations of Macroeconomics: A Critical Survey. In: Journal of Economic Literature. Band 15, Nr. 1, 1977, ISSN 0022-0515, S. 1–23, JSTOR:2722711.
  59. Olivier Blanchard: Macroeconomics. 5th ed., Updated ed., [International ed.]. Pearson Prentice Hall, Boston, Mass. 2011, ISBN 0-13-215986-4, S. 590.
  60. Stanley Fischer: Long-Term Contracts, Rational Expectations, and the Optimal Money Supply Rule. In: Journal of Political Economy. Band 85, Nr. 1, Februar 1977, ISSN 0022-3808, S. 191–205, doi:10.1086/260551 (uchicago.edu [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  61. N. Gregory Mankiw: Small Menu Costs and Large Business Cycles: A Macroeconomic Model of Monopoly. In: The Quarterly Journal of Economics. Band 100, Nr. 2, Mai 1985, S. 529, doi:10.2307/1885395 (oup.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  62. Olivier Jean Blanchard, Nobuhiro Kiyotaki: Monopolistic Competition and the Effects of Aggregate Demand. In: The American Economic Review. Band 77, Nr. 4, 1987, ISSN 0002-8282, S. 647–666, JSTOR:1814537.
  63. Rochelle M. Edge, Refet S. Gürkaynak: How Useful Are Estimated DSGE Model Forecasts for Central Bankers? In: Brookings Papers on Economic Activity. Band 2010, Nr. 2, 2010, ISSN 1533-4465, S. 209–244, doi:10.1353/eca.2010.0015 (jhu.edu [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  64. Frank Smets, Rafael Wouters: An Estimated Stochastic Dynamic General Equilibrium Model of the Euro Area. ID 358102. Social Science Research Network, Rochester, NY 1. August 2002 (ssrn.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  65. Edmund Sundhoff: Dreihundert Jahre Handelswissenschaft. 1979, S. 37.
  66. Paul Jacob Marperger: Nothwendige und nützliche Fragen über die Kauffmannschafft. 1714, S. 138–141.
  67. Hal R. Varian: Microeconomics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1212-1.
  68. M. Ali Khan: Perfect Competition. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–15, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1633-2.
  69. Louis Makowski: Imperfect Competition. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–7, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_944-1.
  70. Amitai Etzioni: The Political Economy of Imperfect Competition. In: Journal of Public Policy. Band 5, Nr. 2, Mai 1985, ISSN 1469-7815, S. 169–186, doi:10.1017/S0143814X00003019 (cambridge.org [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  71. a b Murray Milgate: Equilibrium (Development of the Concept). In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–7, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_297-2.
  72. a b c Peter Groenewegen: ‘Supply and Demand’. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–3, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1603-2.
  73. a b A. Brody: Prices and Quantities. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–7, doi:10.1057/9780230226203.3325 (springer.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  74. Michael Jerison, John K.-H. Quah: Law of Demand. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–8, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2413-1.
  75. Donald W. Katzner: Supply Functions. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–6, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1515-1.
  76. Peter P. Wakker: Uncertainty. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–16, doi:10.1057/9780230226203.1753 (springer.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  77. Robert Leonard: Game Theory in Economics, Origins of. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–8, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1922-1.
  78. George A. Akerlof: The Market for "Lemons": Quality Uncertainty and the Market Mechanism. In: The Quarterly Journal of Economics. Band 84, Nr. 3, August 1970, S. 488, doi:10.2307/1879431 (oup.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  79. A. Postlewaite: Asymmetric Information. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–3, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_265-1.
  80. John O. Ledyard: Market Failure. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1052-2.
  81. Robert N. Stavins: Environmental Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–14, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_634-2.
  82. Lawrence H. Goulder, William A. Pizer: Climate Change, Economics of. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–10, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2595-1.
  83. a b Robert W. Dimand: Macroeconomics, Origins and History of. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–12, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2333-1.
  84. economics | Definition, History, Examples, & Facts. Abgerufen am 28. Juni 2021 (englisch).
  85. Peter Howitt: Macroeconomics: Relations with Microeconomics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_691-1.
  86. Steven N. Durlauf, Paul A. Johnson: Economic Growth, Empirical Regularities in. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2689-1.
  87. H. Uzawa: Models of Growth. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–10, doi:10.1057/9780230226203.3097 (springer.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  88. M. Friedman: The Role of Monetary Policy. In: Essential Readings in Economics. Macmillan Education UK, London 1995, ISBN 978-1-349-24002-9, S. 215–231, doi:10.1007/978-1-349-24002-9_11.
  89. Stanley Fischer: New Classical Macroeconomics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–7, doi:10.1057/9780230226203.1180 (springer.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  90. Huw David Dixon: New Keynesian Macroeconomics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–8, doi:10.1057/9780230226203.1184 (springer.com [abgerufen am 1. August 2021]).
  91. Robert Topel: Unemployment. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–9, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1772-2.
  92. John B. Taylor: Involuntary Unemployment. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–6, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_702-2.
  93. C. Freeman: Structural Unemployment. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1525-2.
  94. Jesús Crespo Cuaresma: Okun’s Law. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–3, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2346-1.
  95. Narayana R. Kocherlakota: Monetary and Fiscal Policy Overview. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–9, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2451-1.
  96. Menzie Chinn: Fiscal Multipliers. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–10, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_2859-1.
  97. a b Olivier Jean Blanchard: Crowding Out. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–4, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_647-2.
  98. Andrew B. Abel: Ricardian Equivalence Theorem. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–10, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1752-2.
  99. Carol E. Heim, Philip Mirowski: Crowding Out: A Response to Black and Gilmore. In: The Journal of Economic History. Band 51, Nr. 3, 1991, ISSN 0022-0507, S. 701–706, JSTOR:2122942.
  100. Peter Howitt: Optimum Quantity of Money. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–3, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1740-1.
  101. Paul De Grauwe: International Monetary Policy. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–5, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1010-1.
  102. Europäische Zentralbank: Das Inflationsziel wird flexibler. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 1. August 2021]).
  103. James E. Anderson: International Trade Theory. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–10, doi:10.1057/9780230226203.0839 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  104. A. Venables: International Trade: Economic Integration. In: International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences. Elsevier, 2001, ISBN 978-0-08-043076-8, S. 7843–7848, doi:10.1016/b0-08-043076-7/02259-2 (elsevier.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  105. Maurice Obstfeld: International Finance. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2008, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–17, doi:10.1057/9780230226203.0828 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  106. Clive Bell: Development Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–14, doi:10.1057/9780230226203.2366 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  107. Allan M. Feldman: Welfare Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2017, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–14, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1417-2.
  108. Mankiw, N. Gregory, author.: Principles of microeconomics. ISBN 978-0-357-13348-4, S. 32.
  109. Richard M. Alston, J. R. Kearl, Michael B. Vaughan: Is There a Consensus Among Economists in the 1990's? In: The American Economic Review. Band 82, Nr. 2, 1992, ISSN 0002-8282, S. 203–209, JSTOR:2117401.
  110. Dan Fuller, Doris Geide-stevenson: Consensus Among Economists: Revisited. In: The Journal of Economic Education. Band 34, Nr. 4, Januar 2003, ISSN 0022-0485, S. 369–387, doi:10.1080/00220480309595230 (tandfonline.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  111. Robert Whaples: Do Economists Agree on Anything? Yes! In: The Economists' Voice. Band 3, Nr. 9, 17. November 2006, ISSN 1553-3832, doi:10.2202/1553-3832.1156 (degruyter.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  112. The Policy Views of American Economic Association Members: The Results of a New Survey · Econ Journal Watch : consensus among economists, surveys of economics, public policy, trade, health care industry, ethanol, Wal-Mart, casinos, inflation, savings rate. Abgerufen am 28. Juni 2021.
  113. Gerard Debreu: Mathematical Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–8, doi:10.1057/9780230226203.3059 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  114. Neil J. Smelser, Paul B. Baltes: International encyclopedia of the social & behavioral sciences. 1st ed Auflage. Elsevier, Amsterdam 2001, ISBN 0-08-043076-7, S. 459.
  115. M. Hashem Pesaran: Econometrics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–25, doi:10.1057/9780230226203.2430 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  116. a b C. F. Bastable: Experimental Methods in Economics (i). In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–2, doi:10.1057/9780230226203.2512 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).
  117. Aris Spanos: Statistics and Economics. In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 2016, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–26, doi:10.1057/978-1-349-95121-5_1935-1.
  118. Vernon L. Smith: Experimental Methods in Economics (ii). In: The New Palgrave Dictionary of Economics. Palgrave Macmillan UK, London 1987, ISBN 978-1-349-95121-5, S. 1–14, doi:10.1057/9780230226203.2513 (springer.com [abgerufen am 28. Juni 2021]).