Ölgangsinsel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ölgangsinsel
Ölganginsel von Südosten
Ölganginsel von Südosten
Gewässer Rhein

Geographische Lage

51° 13′ 15″ N, 6° 43′ 5″ OKoordinaten: 51° 13′ 15″ N, 6° 43′ 5″ O
Ölgangsinsel (Nordrhein-Westfalen)
Ölgangsinsel
Länge 1,2 km
Breite 600 m
Fläche 57 ha

Die Ölgangsinsel ist eine linksrheinisch mit dem Ufer verbundene Halbinsel zwischen dem Düsseldorfer Stadtteil Heerdt und dem Neusser Hafen. Sie ist unbewohnt und wird bei Hochwasser des Rheins regelmäßig zu großen Teilen überschwemmt.

Ein verlandeter Rheinarm, der nur bei Hochwasser noch überflutet wird, grenzt die Ölgangsinsel vom westlich gelegenen Hafengelände ab. Der Name soll vom Aalfang herrühren, der in früheren Zeiten in diesem Gebiet betrieben wurde.

Naturschutzgebiet und Renaturierungsprojekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 57 Hektar große Gelände steht seit 1977 unter Naturschutz und ist damit das älteste Naturschutzgebiet im Rhein-Kreis Neuss. Es beherbergt eine der in Deutschland seltenen Graureiher-Kolonien und ist regelmäßiges Brutgebiet des Pirols. Die Vegetation wird von einem nicht bewirtschafteten Pappelbestand dominiert.

Seit den 1990er Jahren gibt es Überlegungen, den verlandeten Rheinarm zu renaturieren und damit die Halbinsel Ölgangsinsel wieder zu einer echten Insel zu machen. Probebohrungen im Jahr 2004 offenbarten allerdings eine starke Schadstoffbelastung des Bodens durch angeschwemmtes Material. Die dadurch aufgetretenen Entsorgungsprobleme sind noch nicht endgültig gelöst und verzögern den Fortgang des Projekts.

Ölgangsinsel von Norden

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ölgangsinsel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien