Österreichische Fußballmeisterschaft 1916/17

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Österreichische Fußballmeisterschaft 1916/17
1915/16

Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1916/17 wurde vom Verein Niederösterreichischen Fußball-Verband ausgerichtet und von dessen Mitgliedern bestritten. Es gab ursprünglich vier gleichberechtigte österreichische Meisterschaften, die sich auf das österreichische Kernland, Böhmen, Mähren-Schlesien und Polen (Galizien) verteilten und somit alle Gebiete Cisleithaniens umfassten. Während des Ersten Weltkrieges wurde jedoch ausschließlich die Erste Klasse des NFV als Kriegsmeisterschaft ohne Relegation ausgespielt.

Österreichisches Kernland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Klasse (NFV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Klasse (NFV) 1916/17
Meister SK Rapid Wien (4)
Mannschaften 10
Spiele 90
Tore 414  (ø 4,6 pro Spiel)
Torschützenkönig Eduard Bauer (21)

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Meisterschaft in der Ersten Klasse des NFV wurde von 10 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Österreichischer Fußballmeister wurde Rapid, die ihren vierten Meistertitel gewann. Da es sich in dieser Saison um eine Kriegsmeisterschaft handelte, war Auf- und Abstieg ausgesetzt.

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine der Österreichischen Fußballmeisterschaft 1916/17
Pl. Verein Sp. S U N Tore Quote Punkte
 1. SK Rapid Wien  18  13  3  2 064:280 2,29 29
 2. Floridsdorfer AC  18  12  3  3 055:170 3,24 27
 3. SpC Rudolfshügel  18  12  3  3 049:300 1,63 27
 4. Wiener Association FC  18  11  3  4 061:320 1,91 25
 5. SC Wacker Wien  18  7  4  7 036:380 0,95 18
 6. Wiener AC  18  7  4  7 034:400 0,85 18
 7. Wiener Sport-Club  18  6  2  10 036:420 0,86 14
 8. Wiener Amateur-SV  18  3  3  12 034:470 0,72 09
 9. 1. Simmeringer SCEK1  18  3  1  14 025:640 0,39 07
10. ASV Hertha WienEK2  18  1  4  13 020:760 0,26 06
Stand: Endstand. Quelle: Austria Soccer[1], Rapid-Archiv[2], RSSSF[3]
EK1 Der Simmeringer SC trug die meisten Heimspiele beim Gegner aus, nur eines in der Rinnböckgasse.
EK2 ASV Hertha Wien spielte ihre Spiele beim Gegner oder an neutralen Orten.
  • Österreichischer Meister
  • kein Absteiger, da Erster Weltkrieg
  • (M) Österreichischer Meister 1915/16
    (C) kein Wiener Cup 1916 ausgetragen
    Aufsteiger
    • Zweite Klasse A: keiner, da Erster Weltkrieg

    Spiele im Detail[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Tore Spieler Verein
    1. 21 Tore Osterreich CisleithanienCisleithanien Eduard Bauer SK Rapid Wien
    2. 19 Tore Osterreich CisleithanienCisleithanien Leopold Neubauer Wiener Association FC
    3. 16 Tore Osterreich CisleithanienCisleithanien Otto Necas SC Rudolfshügel
    Osterreich CisleithanienCisleithanien Henry Pak Wiener Association FC
    5. 15 Tore Osterreich CisleithanienCisleithanien Gustav Wieser SK Rapid Wien
    Quelle: Austria Soccer[4]

    siehe auch Liste der besten Torschützen Österreichs

    Die Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    SK Rapid Wien

    Theodor Mantler; Vinzenz Dittrich; Kovács; Willibald Stejskal; Josef Branätterdst; Josef Klíma; Johann Frassl; Rudolf Rupec; Anton Blazevic; Franz Balzer; Oswald; Leopold Nitsch; Engelbert Klein; Mäder; Gustav Putzendopler Max Cerny; Josef Hagler; Bachura; Leopold Grundwald; Karl Wondrak; Gustav Blaha Heinrich Körner Eduard Bauer Gustav Wieser
    Trainer: Dionys Schönecker

    Quelle: Austria Soccer[5]

    Zweite Klasse (NFV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zweite Klasse A (NFV) 1916/17
    Meister SC Donaustadt
    Absteiger Favoritner FK Sturm
    Mannschaften 10
    Spiele 90
    Tore 429  (ø 4,77 pro Spiel)

    Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Meisterschaft in der Zweiten Klasse A des NFV wurde von 10 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Sieger wurde die Hakoah, die in der Liga verblieb. Aus der Zweiten Klasse A absteigen musste Favoritner FK Sturm, welche durch Drittligameister SC Bewegung X ersetzt wurde. Der SC Red Star Wien trat während der Kriegsjahre unter dem Vereinsnamen SC Rot-Stern Wien an.

    Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Pl. Verein Sp. S U N Tore Quote Punkte
     1. SC Donaustadt  18  13  3  2 055:200 2,75 29
     2. SC Hakoah Wien (N)  18  11  4  3 062:260 2,38 26
     3. First Vienna FC 1894 (N)  18  11  2  5 057:250 2,28 24
     4. SK Admira Wien  18  9  3  6 052:350 1,49 21
     5. SK Slovan Wien  18  8  4  6 039:250 1,56 20
     6. SC Rot Stern Wien  18  7  3  8 039:470 0,83 17
     7. Ottakringer SC (N)  18  7  0  11 038:450 0,84 14
     8. Nussdorfer AC  18  6  1  11 034:680 0,50 13
     9. Jedlersdorfer SC (N)  18  5  2  11 037:550 0,67 12
    10. Favoritner FK Sturm (N)  18  1  2  15 016:830 0,19 04
    Stand: Endstand. Quelle: Austria Soccer[6], RSSSF[3]
    Legende für die Zweite Klasse, Gruppe 1
  • Meister, aber kein Aufstieg in die Erste Klasse
  • Abstieg in die dritte Spielklasse
  • (N) Neuaufsteiger der Saison 1915/16, Wiederaufnahme des Spielbetriebes oder Umsteiger von FBiNÖ.
    Aufsteiger

    Meisterschaft des DAFV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Eine Meisterschaft des Deutsch-Alpenländischen Fußballverbandes (DAFV) wurde wegen des Ersten Weltkrieges in dieser Saison keine ausgetragen.[7]

    Situation in den Kronländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Böhmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Deutscher Fußball-Verband für Böhmen, jetzt unter dem tschechischen Name Krajského svazu pre Království České OeFV, trug in dieser Saison eine Meisterschaft, tschechisch Mistrovství, aus, in dem Prager Vereine mitspielten.[8] Es wurde eine Tschechische Fußballmeisterschaft 1917 in Böhmen, vor allem in Prag, ausgetragen, die vom Český svaz footballový (ČSF) organisiert wurde.

    Mähren-Schlesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Deutscher Fußball-Verband für Mähren und Schlesien trug in dieser Saison keine Meisterschaft aus.

    Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der Deutscher Fußball-Verband für Polen trug in dieser Saison keine Meisterschaft aus.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Österreich 1 (1.Klasse) NÖ Fußballverband 1916/17. In: austriasoccer.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
    2. Rapid Archiv, Meisterschaft 1916/17. In: rapidarchiv.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
    3. a b Austria Final League Tables (First and Second Level), Austria 1916/17. In: rsssf.com. Abgerufen am 1. Februar 2018 (englisch).
    4. Statistik Ö1 (1.Klasse) NÖ Fußballverband 1916/17, Torschützen (Top 10). In: austriasoccer.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
    5. Statistik Ö1 (1.Klasse) NÖ Fußballverband 1916/17, SK Rapid Wien. In: austriasoccer.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
    6. 2. Klasse NÖ Fußballverband Gruppe 1 1916/17. In: austriasoccer.at. Abgerufen am 1. Februar 2018.
    7. Austria – Steiermark – List of Champions, Meisterschaft des Deutsch-Alpenländischen Fußballverbandes 1912/13. In: rsssf.com. Abgerufen am 1. Februar 2018 (englisch).
    8. Part of Austro-Hungarian Empire until 1918, Republic of Czechoslovakia 1918-1920. In: webalice.it. Abgerufen am 1. Februar 2018.