Österreichische Fußballmeisterschaft 1955/56

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Österreichische Fußballmeisterschaft 1955/56
1954/55
Österreichische Fußballmeisterschaft 1955/56
Meister SK Rapid Wien (20)
Schützenkönig Johann Buzek (33)

Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1955/56 wurde vom Verein Österreichische Fußball-Staatsliga ausgerichtet. Als Unterbau zur Staatsliga A diente die ebenfalls professionell geführte Staatsliga B, in der jedoch nur Vereine aus Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich und Steiermark spielten. Für die Klubs aus dem Westen Österreichs wurden die Tauernliga Nord (Salzburg), die Tauernliga Süd (Kärnten) sowie die Arlbergliga (Tirol, Vorarlberg) auf Amateurbasis ausgerichtet. Als dritte Leistungsstufe fungierten die jeweiligen Landesligen der Bundesländer.

Staatsliga A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Meisterschaft in der Staatsliga wurde mit 14 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Rapid Wien konnte in der Spielsaison zum 20. Mal Österreichischer Fußballmeister werden Titelverteidiger Vienna belegte den dritten Platz. Der bis dahin letzte Titelgewinn der Hütteldorfer gelang im Spieljahr 1953/44. Die letzten beiden Mannschaften der Tabelle mussten absteigen. Dies traf den FC Wien sowie ESV Austria Graz, die somit in der nächsten Spielsaison nicht mehr in der ersten Liga vertreten waren.

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SK Rapid Wien 26 20 3 3 93-37 43
2. SC Wacker Wien 26 19 3 4 85-33 41
3. First Vienna FC (M) 26 18 4 4 96-41 40
4. FK Austria Wien 26 16 3 7 78-47 35
5. Wiener Sport-Club 26 12 5 9 50-51 29
6. 1. Simmeringer SC 26 10 8 8 68-61 28
7. Grazer AK 26 11 5 10 59-63 27
8. SV Austria Salzburg 26 9 5 12 50-65 23
9. SK Admira Wien 26 7 4 15 54-61 18
10. SK Sturm Graz 26 5 8 13 43-68 18
11. Kapfenberger SV 26 7 3 16 39-67 17
12. FC Stadlau 26 5 5 16 43-74 15
13. FC Wien 26 5 5 16 31-68 15
14. ESV Austria Graz 26 7 1 18 25-78 15

Qualifikation für den Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rapid Wien qualifizierte mit dem Gewinn der Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge für den Europapokal der Landesmeister 1956/57.

Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

33 Tore Johann Buzek (Vienna)
27 Tore Richard Brousek (Wacker)
25 Tore Gerhard Hanappi (Rapid)
23 Tore Otto Walzhofer (Vienna)
20 Tore Paul Kozlicek (Wacker)
19 Tore Herbert Grohs (Vienna), Franz Neubauer (Simmering), Hollaus (Stadlau)
18 Tore Josef Hamerl (FC Wien)
17 Tore Robert Dienst (Rapid)
15 Tore Alfred Körner (Rapid), Johann Riegler (Rapid), Wallner (Simmering), Hofka (Kapfenberg), Günter Kaltenbrunner (Admira)
14 Tore Missler (Sport-Club), Grün (Salzburg)
13 Tore Theodor Wagner (Wacker), Baumgartner (Austria), Sgerm (GAK), Fleck (Salzburg), Fritz Cejka (Admira)

siehe auch Liste der besten Torschützen Österreichs

Die Meistermannschaft der Rapid Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Relegation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meister der Arlbergliga traf in der Relegation um den Aufstieg auf den Meister der Tauernliga Süd beziehungsweise Nord. Dies hing davon ab, ob der Meister der Tauernliga Nord sein Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Tauernliga Süd gewann; ansonsten wäre der Meister der Tauernliga Süd gegen den Arlbergligameister angetreten. Der Sieger dieser Partie traf schließlich auf den Vizemeister der Staatsliga B - der Gewinner dieses Spiel stieg auf. Die anderen Aufstiegsplatz war dem Meister der Staatsliga B vorbehalten. Im Unterschied zum Vorjahr wurde damals erstmals eine Tauernliga Nord und Süd abgehalten.

Qualifikationsrunden
ASK Klagenfurt (TS) - SK Bischofshofen (TN) 2:0, 2:0
Schwarz-Weiß Bregenz (A) - WSG Radenthein (TS) 1:1, 1:1; 3:2
Entscheidungsrunde
Schwarz-Weiß Bregenz (A) - Kremser SC (S) 0:1, 2:3

Der Arlbergligameister Schwarz-Weiß Bregenz spielte zunächst gegen den Tauernligameister WSG Radenthein um die Qualifikation zu den Relegationsspielen für die Staatsliga A. Der WSG Radenthein durfte antreten, der der Tauernligameister Nord, SK Bischofshofen, gegen den Vizemeister der Tauernliga Süd, ASK Klagenfurt, zuvor mit einem Gesamtscore von 0:4 verloren hatte. Die Vorarlberger konnten sich gegen die Kärntner erst in einem dritten Entscheidungsspiel mit einem Gesamtscore von 5:4 knapp durchsetzten. Die Bregenzer unterlagen jedoch im Entscheidungsspiel um den Aufstieg für die Staatsliga A gegen den Zweitplatzierten der Staatsliga B, Kremser SC. Dieser konnte sich mit zwei knappen Siegen schließlich 4:2 durchsetzten.

Aufsteiger

Zweite Leistungsstufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatsliga B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein

Die Meister der Staatsliga B stieg direkt auf, der Zweitplatzierte durfte die Relegation bestreiten. Die letzten zwei Mannschaften stiegen in die jeweiligen Landesligen ab. In der vergangenen Saison mussten nur zwei Vereine absteigen. Dies bedeutete, dass die fünf Landesmeister von Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und des Burgenlandes in einer Aufstiegsrunde um die drei Plätze in der Staatsliga B spielen mussten.

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Wiener AC 26 15 7 4 56-35 37
2. Kremser SC 26 16 2 8 78-47 34
3. 1. Wiener Neustädter SC 26 13 8 5 71-46 34
4. FC Olympia 33 Wien 26 14 5 7 64-47 33
5. Linzer ASK 26 13 3 10 68-44 29
6. SK Vorwärts Steyr 26 12 4 10 56-49 28
7. ASV Hohenau 26 9 8 9 43-52 26
8. ASV Siegendorf 26 7 11 8 55-57 25
9. Grazer SC 26 10 3 13 63-75 23
10. SC Bruck an der Mur 26 6 10 10 31-43 22
11. ASK Ternitz 26 7 6 13 42-55 20
12. SC Red Star Wien 26 8 4 14 52-70 20
13. Floridsdorfer AC 26 6 8 12 49-72 20

Aufsteiger aus den Landesligen:

Tauernliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein

Die Tauernliga galt als zweite Spielstufe auf Amateurbasis und umfasste Vereine aus den Landesverbänden Kärnten und Salzburg. Erstmals seit Einführung der Tauernliga wurde diese geteilt ausgetragen: Die Kärntner Vereine spielten in der Tauernliga Süd, die Salzburger Vereine in der Tauernliga Nord. Die beiden Meister nahm an der Qualifikation zur Staatsliga A teil. Diese Saison gab es keine Absteiger, da die Tauernliga in der Folgesaison von je neun auf je zwölf beziehungsweise zehn Mannschaften erweitert wurde.

Tauernliga Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SK Bischofshofen 16 11 1 4 38-22 23
2. ASV Blau-Weiß Salzburg 16 9 2 5 25-19 20
3. Salzburger AK 1914 16 8 3 5 41-27 19
4. 1. Saalfeldener SK 16 6 5 5 37-31 17
5. 1. Salzburger SK 1919 16 7 2 7 29-28 16
6. SK Danubia Salzburg 16 7 1 8 30-35 15
7. SV Bürmoos 16 6 3 7 33-39 15
8. Polizei SV Salzburg 16 4 6 6 34-33 14
9. FC Salzburg (UFC) 16 1 3 12 24-57 5

Tauernliga Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. WSG Radenthein 16 11 2 3 51-21 24
2. ASK Klagenfurt 16 10 3 3 35-22 23
3. SK Austria Klagenfurt 16 7 4 5 43-30 18
4. Villacher SV 16 7 3 6 34-30 17
5. SK Magdalen 16 7 2 7 31-37 16
6. Klagenfurter AC 16 7 2 7 26-34 16
7. FC Seebach 16 5 3 8 41-45 13
8. SV Spittal an der Drau 16 3 5 8 32-46 11
9. SV St. Veit an der Glan 16 2 2 12 20-48 6

Arlbergliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein

Die Arlbergliga zählte neben der Tauernliga zur zweiten Spielstufe auf Amateurbasis. Der Meister nahm an der Qualifikation zur Staatsliga A teil. Die letzten beiden der Tabelle stiegen in die jeweiligen Landesligen ab.

Abschlusstabelle

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SC Schwarz-Weiß Bregenz 22 11 9 2 60-22 31
2. Innsbrucker SK 22 13 2 7 52-41 28
3. SV Wattens 22 10 7 5 48-39 27
4. SC Austria Lustenau 22 11 4 7 52-31 26
5. Polizei SV Innsbruck 22 12 2 8 50-39 26
6. FC Blau-Weiß Feldkirch 22 9 7 6 56-40 25
7. FC Dornbirn 1913 22 9 3 10 63-48 21
8. SC Schwaz 22 8 5 9 36-51 21
9. ESV Austria Innsbruck 22 9 2 11 45-62 20
10. Sportverein Innsbruck 22 6 4 12 43-69 16
11. Innsbrucker AC 22 4 5 13 30-48 13
12. FC Kennelbach 22 4 2 16 29-74 10

Aufsteiger aus den Landesligen