Österreichische Fußballmeisterschaft 2005/06

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Dieser Artikel behandelt die österreichische Fußballmeisterschaft der Herren der Saison 2005/06.
Für die österreichische Fußballmeisterschaft der Frauen der Saison 2005/06 siehe unter Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 2005/06.
Saison 2005/06
Meister FK Austria Wien (22)
Schützenkönig Sanel Kuljic, Roland Linz (15)
 < 2004/05 2006/07 > 

Die Spiele um die österreichische Fußballmeisterschaft 2005/06 wurden in der „T-Mobile-Bundesliga“, der höchsten Spielklasse Österreichs, ausgetragen. Die zweite Liga trug den Sponsornamen „Red-Zac-Erste-Liga“, darunter spielten die Drittligisten in den drei Regionalligen West, Mitte und Ost um den Aufstieg in die Erste Liga. Die Damen spielten in der ÖFB-Frauenliga, die im Gegensatz zur Bundesliga der Männer vom ÖFB direkt ausgerichtet wurde, um den Meistertitel und der Qualifikation zum internationalen UEFA Women’s Cup. Die Meister der Zweiten Divisionen spielten in einer Relegationsrunde um den Aufstieg in die höchste Frauenspielklasse.

Bundesliga[Bearbeiten]

Die T-Mobile-Bundesliga wurde mit 10 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je viermal aufeinander trafen. FK Austria Wien fixierte nach einem abwechslungsreichen Meisterschaftsverlauf in der vorletzten Runde seinen 23. Meistertitel vor dem Verfolger Red Bull Salzburg. Der letzte Titelgewinn der Austria datierte zuvor aus dem Jahr 2003. Der Vorjahresmeister Rapid musste sich mit dem fünften Platz zufriedengeben und versäumte den Einzug in einen internationalen Bewerb. Aufsteiger Ried klassierte sich nach einer Aufholjagd im Herbstdurchgang am vierten Tabellenplatz und erreichte damit das bisher beste Vereinsergebnis in der Meisterschaft. Austria Wien und Red Bull Salzburg qualifizierten sich für die Champions-League-Qualifikation, Pasching und Cupfinalist Mattersburg für den UEFA-Cup sowie Ried für den UI-Cup.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. FK Austria Wien 36 19 10 7 51:33 +18 67
2. Red Bull Salzburg 36 20 3 13 62:42 +20 63
3. ASKÖ Pasching 36 16 10 10 43:32 +11 58
4. SV Ried (A) 36 13 13 10 48:47 +1 52
5. SK Rapid Wien (M) 36 13 10 13 51:41 +10 49
6. Grazer AK 36 13 6 17 47:48 -1 45
7. SV Mattersburg 36 12 8 16 40:54 -14 44
8. SK Sturm Graz 36 10 12 14 44:51 -7 42
9. FC Wacker Tirol 36 10 12 14 44:55 -11 42
10. VfB Admira Wacker Mödling 36 9 6 21 42:69 -27 33


Die Meistermannschaft des FK Austria Wien[Bearbeiten]

(In Klammern werden Einsätze und Tore angegeben.)

FK Austria Wien
FK Austria Wien

* Vladimír Janočko (2/1) hat den Verein während der Saison verlassen.

Die besten Torschützen[Bearbeiten]

Torschützenkönig der Bundesliga wurden erstmals Sanel Kuljic von der SV Ried und der Austrianer Roland Linz mit je 15 erzielten Toren. Eine sensationelle Herbstsaison brachte den Durchbruch von neuen Salzburg-Stürmer Marc Janko, der sich mit 11 Treffern noch auf den zweiten Rang platzierte.

Platz Spieler Nationalität Club Tore
1. Sanel Kuljić OsterreichÖsterreich Österreich SV Ried 15
" Roland Linz OsterreichÖsterreich Österreich FK Austria Wien 15
3. Mario Bazina KroatienKroatien Kroatien Grazer AK
SK Rapid Wien
11
" Marc Janko OsterreichÖsterreich Österreich FC Red Bull Salzburg 11
" Marek Kincl TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei SK Rapid Wien 11
" Michael Mörz OsterreichÖsterreich Österreich SV Mattersburg 11
7. Muhammet Akagündüz OsterreichÖsterreich Österreich SK Rapid Wien 9
" Ilčo Naumoski MazedonienMazedonien Mazedonien SV Mattersburg 9
" Olivier Nzuzi Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo SK Sturm Graz 9
" Thomas Pichlmann OsterreichÖsterreich Österreich FC Superfund 9
" Sigurd Rushfeldt NorwegenNorwegen Norwegen FK Austria Wien 9
" Alexander Zickler DeutschlandDeutschland Deutschland FC Red Bull Salzburg 9

Aufsteiger aus der Red-Zac-Ersten Liga[Bearbeiten]

Der Verein aus Altach qualifizierte sich erstmals in seiner Geschichte und als erst fünfter Fußballklub aus Vorarlberg für die höchste österreichische Spielstufe.

Schlaglichter der Saison[Bearbeiten]

Austria Wien[Bearbeiten]

Frank Stronach kündigte am 21. November 2005 an, sich nach der Saison 2006/07 von der Austria zurückzuziehen. Am 24. April 2006 wurde Austria-Keeper Joey Didulica am Wiener Straflandesgericht zu 60.000 Euro Geldstrafe für sein schweres Foul an Rapid-Spieler Axel Lawaree im Wiener Derby vom 26. Mai 2005 verurteilt. Austria-Ikone Toni Polster wurde nach seiner Klage gegen die angeblich unrechtsmäßige Entlassung im Vorjahr im Horr-Stadion zur Persona non grata erklärt und mit einem Stadionverbot belegt. Hinter den Kulissen wurde gemunkelt, der eigentliche Grund sei ein von Polster geplanter „Putschversuch“ gegen Präsident Stronach. Frenk Schinkels, zu Beginn der Saison von den eigenen Fans noch mit „Stinkels-raus“-Plakaten bedacht führte die Veilchen zum Double.

Red Bull Salzburg[Bearbeiten]

Der Klub, der in dieser Saison für die meisten Schlagzeilen und Diskussionen sorgte, war Red Bull Salzburg. Bereits nach kurzer Zeit war der Jubel über das Engagement von Red Bull beim harten Kern der Austria-Salzburg-Fans verebbt. Die Verleugnung der Vereinsgeschichte, die Umbenennung und vor allem der Verzicht auf die violetten Klubfarben kam einer Auslöschung des Traditionsvereins gleich und sorgte für Unmutskundgebungen der Fans und für ein mediales Echo in weiten Teilen Europas. Nachdem Red Bull sogar Stadionverbote gegen Anhänger aussprach, die in den alten violetten Dressen erschienen, und zwischen den Fans und den neuen Klubverantwortlichen keine Annäherung erzielt wurde, kam es in weiter Folge zur Gründung der Initiative Violett-Weiß sowie zur Gründung des neuen Sportverein Austria Salzburg, der in Spielgemeinschaft mit dem PSV S/W Salzburg in violetten Dressen in der Salzburger Landesliga antrat. Nach dem Bruch mit den alten Austria-Anhängern entwickelte sich im Stadion Wals-Siezenheim eine völlig neue Fankultur. Im Schnitt kamen rund 16.500 Zuschauer in die „Bullenarena“, die seither ironisch als größte Partyzone Österreichs bezeichnet wird.

Die ehemalige violette Austria Salzburg wurde nach der Übernahme durch Red Bull komplett umgebaut. Der neue Trainer Kurt Jara holte gleich zu Beginn der Saison 18 neue Spieler, von den bisherigen violetten Stützen blieben nur Arzberger, Suazo, Pichorner, Scharrer, Jank und Urgestein Winklhofer im Kader. Nach einem sehr schlechten Start rutschte Red Bull Salzburg zwischenzeitlich auf den vorletzten Platz ab. Am Ende des Grunddurchgangs zählte der bereits als Abstiegskanditat gehandelte Verein als Herbstmeister jedoch bereits zu den Titelanwärtern. In der Winterpause sorgte die Verpflichtung des als unverkäuflich bezeichneten Rapidstars Andreas Ivanschitz für Aufsehen und für Aufruhr bei den Hütteldorfer Fans, die den Burgenländer nach seinem Abgang von Rapid als „Judas“ brandmarkten. In der Frühjahrsmeisterschaft kam der große Durchbruch des zwischenzeitlich als Flop abgetanen Nachwuchstürmers Marc Janko. Mit 11 Toren in 17 Meisterschaftsspielen schoss sich der Niederösterreicher an die zweite Stelle der Torschützenliste und in den Teamkader für das Kroatien-Länderspiel. Letztendlich spielte Salzburg bis zur vorletzten Runde um den Meistertitel mit, brachte sich jedoch durch die eigene Auswärtsschwäche und die Unform des teuer aus Siena heimgeholten Alexander Manninger selbst um den Erfolg. Manninger, von Trainer Jara vorab zum Einsergoalie erklärt, fiel auf Grund einer Hand- und Schulterverletzung beinahe den gesamten Herbst aus und fand in Ersatztormann Arzberger einen ausgesprochen starken Konkurrenten. Jara vertraute nach seiner Genesung weiterhin dem ehemaligen Teamkeeper, der sein in ihn gesetztes Vertrauen mit peinlichen Fehlgriffen und zu vielen unnötigen Patzern jedoch nicht rechtfertigen konnte und seiner Mannschaft letztlich wohl auch den Titel kostete.

Nach Beendigung der Meisterschaft wurde Trainer Jara auf Grund möglicher Spekulationen bei Spielertransfers entlassen. Als Nachfolger wurde das Duo Giovanni Trapattoni (Teamchef) und Lothar Matthäus (Trainer) verpflichtet.

VfB Admira Wacker Mödling[Bearbeiten]

Admira Mödling zählte nach dem Engagement des iranischen Klub-Präsidenten Majid Pishyar und dessen Einkäufen als heimlicher Titelanwärter, kam aber trotz der qualitativen Aufstockung des Kaders (Mandl, Wagner, Flögel, Wimmer, Wallner) nie aus der Abstiegszone.

Für Aufregung sorgten Auseinandersetzungen in Kickbox-Manier nach dem Spiel Admira gegen Tirol in der Südstadt. Einige Admiraner verloren nach dem 1:1, das zwei verlorene Punkte im Abstiegskampf bedeute, auch noch die Nerven und prügelten auf die Tiroler ein. Haupttäter Mohsen Faraji, ein nicht aufgestellter iranischer Kaderspieler der Südstädter, der von der Tribüne (!) aus aufs Spielfeld lief und die Kämpfe initiierte wurde vom Strafsenat für 20 Spiele gesperrt. Weitere beteiligte Kicker waren Gerd Wimmer (12 Spiele Sperre), Nino Bule (9 Spiele) und Mahir Sağlık (3 Spiele). Auf Tiroler Seite wurden Sperren für Zeljko Pavlovic (4 Spiele) und Hannes Aigner (2 Spiele) ausgesprochen.

Grazer AK[Bearbeiten]

Harald Sükar löste am 24. Juni 2005 den bisherigen „Meister“präsidenten Rudi Roth an der Vereinsspitze ab und sorgte mit seiner Einschätzung der Vereinsfinanzen für Verwunderung und Verstimmung bei den Rotjacken: "Die finanzielle Grundlage und das sportliche Team sind da. Ich kann mich ins gemachte Nest setzen." Als Sükar erkannte, wie schlecht es finanziell um den Verein stand folgten die Notverkäufe der Leistungsträger Tokic, Bazina und Aufhauser. Nach der Trennung von Erfolgscoach Walter Schachner, den es zum TSV 1860 München zog, war das Meistertriumvirat von 2004 (Roth, Weninger, Schachner) Geschichte. Als Ersatz für Schachner folgte der Däne Lars Søndergaard auf die Trainerposition. Am 31. März gab Sükar zum Ärgernis vieler Fans die Rückkehr seines Vor-Vorgängers Peter Svetits, der während seiner Amtszeit den Klub in beträchtliche Schulden gestürzt haben soll, bekannt. Während der Saison verstarb am 13. Juli 2005 der amtierende GAK-Manager Hannes Weninger an einem jahrelangen Krebsleiden.

SK Sturm Graz[Bearbeiten]

Für Schlagzeilen sorgte in dieser Saison Präsident Hannes Kartnig mit seinem Rücktritt vom Rücktritt, die angebliche Wettaffaire, die Namens-Diskussion um das Grazer Stadion und der Aufstieg einiger hoffnungsvoller Talente. Am 7. November 2005 kündigte Kartnig nach 13 Jahren seinen Rücktritt vom Präsidentenamt an. Als der designierte Nachfolger Carlo Platzer jedoch zurückzog war „Zar Hannes“ wie Kartnig in Graz genannt wird, gezwungen seine Amtszeit um weitere drei Monate zu verlängern und ließ sich, nachdem sich auf Grund der finanziell prekären Lage bei den „Blackies“ kein Nachfolger fand, bei der Generalversammlung im Frühjahr 2006 erneut für drei Jahre in seinem Amt bestätigen.

Im April 2006 verkündete die Grazer Polizei, dass Sturm-Trainer Michael Petrovic und Spieler Bojan Filipovic in einen Wettskandal verwickelt wären. Ihnen wurde vorgeworfen, mit dem Serben Dragan Antic vereinbart zu haben, dafür Sorge zu tragen, dass die Spiele gegen Austria Wien und Red Bull Salzburg verloren gingen. Sowohl Petrovic und Filipovic verwehrten sich gegen die Vorwürfe. Stichhaltige Beweise für die Anschuldigung konnten nicht vorgebracht werden und auch durch die Abhörprotokolle konnten die beiden nicht überführt werden. Das Kuriose an den Vorwürfen stellten die tatsächlichen Resultate der beiden, angeblich abgesprochenen Spiele dar: Gegen Austria erreichte Sturm ein 0:0-Remis und beim 4:0-Erfolg über Salzburg erzielte sogar Filipovic selbst den Führungstreffer.

Nach der Hinrichtung von Tookie Williams sah sich der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger in seiner ehemaligen Heimat vehementer Kritik ausgesetzt. Von mehreren Parteien, Organisationen und auch einem Teil der Öffentlichkeit wurde die Entfernung des Arnold-Schwarzenegger-Namenszugs vom Stadion in Liebenau gefordert. Schwarzenegger selbst beendete diesen Disput mit seiner Heimatstadt indem er kurz vor Weihnachten der Stadt Graz verbot, weiterhin seinen Namen zu verwenden und schickte per Post sogar seinen Ehrenring der Stadt Graz an diese zurück. Das Stadion hieß sodann für einige Tage einfach nur Stadion Graz-Liebenau und wurde, nachdem ein Sponsor gefunden wurde in UPC-Arena umbenannt.

Die Lizenzfrage[Bearbeiten]

Der Senat 5 der Bundesliga verweigerte Ende April gleich vier Vereinen die Spielgenehmigung für die nächste Saison. Die Grazer Klubs Sturm und GAK erhielten diese jedoch in zweiter Instanz nachdem die zuvor für die Nichterteilung ausschlaggebende "unklare Formulierung der Haftungszusage des Landes Steiermark" präzisiert worden war. Ebenso positiv verlief die zweite Prüfung beim Erstligisten SC Schwanenstadt. Der einzige negative Entscheid betraf somit nur noch den Absteiger VfB Admira Wacker Mödling. Als Grund für die Lizenzverweigerung wurde angegeben, dass die Sponsorgelder des iranischen Klub-Präsidenten Pishyar nicht einklagbar wären, da sich der Firmensitz der „32group“ in Dubai befindet und es kein Rechtsabkommen zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten gäbe. Die Admira brachte daraufhin eine Klage gegen die Lizenzverweigerung beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht ein. Dieses Gremium entschied am 31. Mai 2006 für die Lizenzvergabe an die Admira, die dadurch vom Gang in die Regionalliga bzw. von der bereits angedachten Auflösung Abstand nehmen konnte.

Erste Liga[Bearbeiten]

Die nach dem Sponsor benannte „Red Zac-Erste Liga“ ist die zweithöchste österreichische Spielklasse nach der T-Mobile-Bundesliga. Gleich der obersten Spielklasse trafen auch die Erstligisten in der Saison vier Mal aufeinander.

SC Rheindorf Altach kürte sich in der vorletzten Runde durch einen 1:0-Erfolg im Vorarlberger Derby gegen Lustenau erstmals zum Meister der zweiten Liga und feiert somit in der Saison 2006/07 seine Premiere in der ersten Bundesliga. Die Saison verlief überaus spannend, waren bis kurz vor Ende der Meisterschaft noch fünf Klubs, neben Altach noch Austria Lustenau, LASK, Kärnten und die Austria Amateure an der Entscheidung um den Meistertitel beteiligt. Vielversprechend verlief das Debüt der ersten Amateurmannschaft eines Bundesligisten in der zweiten Liga für die Nachwuchskicker der Wiener Austria. Nach einem sehr guten Saisonstart dominierten die Austria Amateure die Herbstsaison und fielen erst im letzten Drittel der Frühjahrsmeisterschaft etwas zurück. Der FC Kufstein stieg direkt eine Saison nach Aufstieg wieder in die Regionalliga West ab.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SC Rheindorf Altach 36 20 8 8 61:35 +26 68
2. LASK Linz 36 19 9 8 51:30 +21 66
3. SC Austria Lustenau 36 17 11 8 54:32 +22 62
4. FK Austria Wien Amateure (A) 36 16 10 10 58:40 +18 58
5. FC Gratkorn 36 14 12 10 47:40 +7 54
6. DSV Leoben 36 14 9 13 59:49 +10 51
7. FC Kelag Kärnten 36 15 6 15 57:50 +7 51
8. SV Stadtwerke Kapfenberg 36 10 9 17 51:69 -18 39
9. SC Dialog Schwanenstadt (A) 36 9 6 21 33:57 -24 33
10. FC Kufstein (A) 36 4 4 28 23:92 -69 16


Die besten Torschützen[Bearbeiten]

LASK-Spieler Ivica Vastić holte sich mit 19 Toren die Schützenkrone in der Zweiten Liga. Ihm folgten Markus Aigner von Leoben und Armin Hobel von Austria Lustenau mit je 17 Treffern.

19 Tore Ivica Vastić (LASK Linz)
17 Tore Markus Aigner (Leoben), Armin Hobel (Lustenau)
16 Tore Georges Panagiotopoulos (Gratkorn)
15 Tore Gerald Krajic (Leoben)
14 Tore Rade Djokic (Kapfenberg)
12 Tore Christoph Saurer (Austria Amateure)
11 Tore Oliver Mattle (Altach)
10 Tore Arno Kozelsky (Leoben), Joachim Parapatits (Austria Amateure)

Aufsteiger aus den Regionalligen[Bearbeiten]

Dritte Leistungsstufe[Bearbeiten]

Die Meister der drei Regionalligen konnten sich, bedingt durch eine Aufstockung der Red Zac-Erste Liga auf zwölf Vereine, ab dieser Saison wieder direkt, das heißt ohne Zwischenschaltung von Relegationsspielen, für die zweite Spielstufe qualifizieren

Regionalliga Ost[Bearbeiten]

Parndorf fixierte nach einem umkämpften Meisterschaftsdreikampf mit dem SKN St. Pölten und der Vienna erst in der letzten Runde den Titel und stieg damit erstmals in der Vereinsgeschichte in die professionelle zweite Liga auf. Die Vienna durfte im Kampf um den Aufstieg bis zu 7000 Zuschauer auf der Hohen Warte begrüßen.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SC-ESV Parndorf 1919 30 20 5 5 52:23 +29 65
2. SKN St. Pölten 30 19 7 4 65:33 +32 64
3. First Vienna FC 1894 30 19 5 6 56:21 +35 62
4. PSV Team für Wien 30 15 5 10 41:33 +8 50
5. VfB A/W Mödling Amateure 30 13 7 10 48:47 +1 46
6. Wiener Sportklub Wienstrom 30 12 7 11 49:51 -2 43
7. FC Waidhofen/Ybbs 30 12 5 13 46:50 -4 41
8. SV Würmla 30 10 8 12 36:43 -7 38
9. SC Ritzing 30 10 7 13 32:42 -10 37
10. Kremser SC 30 9 9 12 36:42 -6 36
11. SC Zwettl (A) 30 9 6 15 44:46 -2 33
12. SC Neusiedl am See (A) 30 7 10 13 41:49 -8 31
13. SV Schwechat 30 7 10 13 27:38 -11 31
14. SC Eisenstadt 30 7 10 13 33:47 -14 31
15. ASK Kottingbrunn 30 7 6 17 31:51 -20 27
16. SV Donau Wien (A) 30 6 9 15 23:44 -21 27


Aufsteiger aus den Landesligen[Bearbeiten]

Regionalliga Mitte[Bearbeiten]

Hartberg enteilte im letzten Meisterschaftsdrittel dem Verfolger aus Spittal und stieg nach dem Abstieg 1998 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in die zweite Spielstufe auf. Da die Spielgemeinschaft des FC Superfund mit dem Linzer Team SK St. Magdalena aufgelöst wurde, konnte auch der Vorletzte, Union Perg, in der Liga verbleiben.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. TSV Hartberg 30 18 9 3 54:27 +27 63
2. SV Spittal/Drau 30 16 6 8 47:35 +12 54
3. SV Feldkirchen 30 16 5 9 43:38 +5 53
4. ASK Voitsberg 30 13 9 8 44:38 +6 48
5. SK St. Andrä 30 11 12 7 49:33 +16 45
6. Union St. Florian 30 11 11 8 45:33 +12 44
7. ASK Köflach 30 12 7 11 46:42 +4 43
8. FC Wels 30 11 7 12 41:40 +1 40
9. SAK Klagenfurt (A) 30 10 9 11 39:55 -16 39
10. SV Bad Aussee (A) 30 10 7 13 38:34 +4 37
11. SK Sturm Graz Amateure 30 8 11 11 52:46 +6 35
12. FC Blau-Weiß Linz 30 9 7 14 32:42 -10 34
13. SK St. Magdalena/Superfund Am. 30 7 10 13 36:42 -6 31
14. 1. FC Vöcklabruck (A) 30 7 10 13 37:49 -12 31
15. DSG Union Perg 30 7 10 13 27:43 -16 31
16. SVG Bleiburg 30 6 6 18 30:63 -33 24


Aufsteiger aus den Landesligen[Bearbeiten]

Regionalliga West[Bearbeiten]

In der Regionalliga West duellierten sich der FC Lustenau bis wenige Runden vor Schluss mit der Amateurmannschaft von Red Bull Salzburg um den Titel und Aufstieg in die Red Zac-Erste Liga.

Zur lang anhaltenden Spannung trug bei, dass der 2:0-Sieg der Lustenauer im Auftaktspiel gegen den SAK vom Vorarlberger Fußballverband zunächst mit 3:0 für die Nonntaler strafbeglaubigt (Lustenau setzte Neuverpflichtung Özgün trotz Gelbsperre ein) wurde, doch nur eine Woche später die Kommission der Regionalliga West das vom Landesverband ausgesprochene Urteil wieder außer Kraft setzte. Erst kurz vor Meisterschaftsende, nach dem direkten Duell der Lustenauer mit Red Bull Salzburg, sprach auch die dritte Instanz die drei Punkte schließlich dem späteren Meister zu, der sich mit dem Sieg über Red Bull und den drei am grünen Tisch wiedererlangten Punkten ab diesem Zeitpunkt vom Rest des Feldes absetzen und den Wiederaufstieg fixieren konnte.

Für negative Schlagzeilen sorgten die Salzburger Vereine ASK und SAK 1914. Bis zum Saisonende hing über dem ASK das Damoklesschwert eines möglichen Konkurses womit von einer Runde zur anderen das Antreten bzw. der Fortbestand der Mannschaft nicht gesichert schien. Beim SAK wiederum sprach sich Präsident Penco aufgrund großer finanzieller Schwierigkeiten für einen freiwilligen Abstieg in die Landesliga aus und sorgte damit für Unmut unter den eigenen Spielern. Da ein freiwilliger Abstieg jedoch einen Neustart in der letzten Spielklasse mit sich gebracht hätte, kämpften die Spieler weiterhin für den Klassenerhalt, der jedoch durch den Abstieg des FC Kufstein aus der Red Zac-Erste Liga in die Regionalliga nicht erreicht werden konnte. Nach dem Abstieg des SAK in die Landesliga verließ fast die komplette Kampfmannschaft den Verein.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. FC Lustenau 07 30 27 3 0 103:22 +81 84
2. Red Bull Salzburg Amateure 30 23 4 3 93:31 +62 73
3. FC Hard 30 17 3 10 64:50 +14 54
4. WSG Wattens (A) 30 16 5 9 59:42 +17 53
5. FC Blau-Weiß Feldkirch 30 13 8 9 49:35 +14 47
6. RW Rankweil 30 13 6 11 60:46 +14 45
7. VfB Hohenems 30 14 1 15 46:60 -14 43
8. SV Hall 30 12 3 15 55:53 +2 39
9. SC Austria Lustenau Am. (A) 30 11 6 13 50:53 -3 39
10. FC Dornbirn 1913 30 12 3 15 55:66 -11 39
11. SV Seekirchen 1945 30 10 7 13 44:48 -4 37
12. SVG Reichenau 30 10 7 13 48:61 -13 37
13. SPG Axams/Götzens 30 9 6 15 42:58 -16 33
14. Salzburger AK 1914 (A) 30 7 6 17 37:63 -26 27
15. FC Zell am See 30 6 6 18 44:62 -18 24
16. Innsbrucker SK 30 0 6 24 18:117 -99 6


Aufsteiger aus den Landesligen[Bearbeiten]

ÖFB-Pokal[Bearbeiten]

Viertelfinale[Bearbeiten]

Datum Heim Auswärts Resultat(e) Anmerkung
4. April SC Rheindorf Altach ASKÖ Pasching 2:3
4. April SV Stadtwerke Kapfenberg FK Austria Wien 0:1 (Eigentor)
4. April FC Gratkorn SV Ried 1:2
4. April SV Mattersburg SK Rapid Wien 1:0

Semifinale[Bearbeiten]

Das erste Halbfinale brachte ein spannendes Duell zwischen dem FC Superfund aus Pasching und dem SV Mattersburg. Die Mattersburger waren als klarer Außenseiter in das Spiel gestartet, gingen durch Patocka in der 27. Minute aber Überraschend in Führung. Nach dem 2:0 durch Mörz schien trotz Feldüberlegenheit der Paschinger das Spiel gelaufen, doch brachten Vorisek (41.) und Gileweicz (64.) die Oberösterreicher noch einmal heran. Den Siegtreffer erzielte nach einem Schlagabtausch beider Mannschaften Michael Mörz (68.), der damit seine Mattersburger ins erste Pokalfinale der Vereinsgeschichte schoss.

Im zweiten Duell trafen Titelverteidiger Austria und der starke Bundesliga-Aufsteiger aus Ried im Innkreis aufeinander. Die Austria siegte durch Tore von Sebo (29.), Troyanski (57.), Dheedene (69.) und Sasa Papac (91.) klar mit 4:0 und erreichte damit ihr viertes Cupendspiel binnen vier Jahren.

Datum Heim Auswärts Resultat(e) Anmerkung
18. April ASKÖ Pasching SV Mattersburg 2:3
19. April FK Austria Wien SV Ried 4:0

Finale[Bearbeiten]

Das Finale des ÖFB-Pokals wurde am 9. Mai 2006 vor 20.100 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Mit dem SV Mattersburg konnte sich erstmals in der langjährigen Geschichte des österreichischen Cups eine Mannschaft aus dem Burgenland für das Finalspiel qualifizieren. Trotz Tausender burgenländischer Fans konnte der SVM spielerisch nicht mit der Austria konkurrieren und verlor verdient mit 0:3. Die Tore erzielten Sebo (27. Min.), Rushfeldt (45.) und Troyansky in der 82. Minute. Austria Wien sicherte sich ihren 23. Pokalsieg und holte sich nach dem Meistertitel in dieser Saison auch das Double.

Datum Pokalsieger Finalist Resultat(e) Anmerkung
19. Mai FK Austria Wien SV Mattersburg 3:0

Die Finalmannschaften[Bearbeiten]

Austria: Szabolcs Sáfár - Fernando Troyansky, Mario Tokić, Saša Papac, Didier Dheedene - Libor Sionko, Vladimír Janočko (63. Nastja Čeh), Jocelyn Blanchard, Markus Kiesenebner (46. Arkadiusz Radomski) - Filip Šebo (76. Roman Wallner), Sigurd Rushfeldt; Trainer: Frenk Schinkels

Mattersburg: Thomas Borenitsch - Martin Lang, Adnan Mravac, Krzysztof Ratajczyk, Jürgen Patocka - Michael Mörz, Dietmar Kühbauer, Cem Atan (86. Bernd Kaintz), Christian Fuchs - Thomas Wagner (75. René Wagner), Ilco Naumoski (84. Patrick Bürger); Trainer: Franz Lederer

ÖFB-Supercup[Bearbeiten]

Der Supercup wurde, nachdem er bereits im Vorjahr nicht mehr zur Austragung kam, eingestellt. An seine Stelle trat ein so genanntes All-Star-Spiel zwischen der T-Mobile-Bundesliga und der Red Zac-Erste Liga. Bei diesem wurden die besten Spieler der Bundesliga und der Ersten Liga via Internet gewählt. Die jeweils 2 beliebtesten Spieler eines Vereins und die 2 besten Trainer der Liga wurden in den Kader der jeweiligen Liga aufgenommen:

T-Mobile-Allstars[Bearbeiten]

Trainer: Frenk Schinkels (FK Austria Magna), Didi Constantini (FC Superfund)

Feld: Jocelyn Blanchard, Filip Sebo (FK Austria Magna), Thomas Linke, Andreas Ivanschitz (Red Bull Salzburg), Michael Baur, Thomas Pichlmann (FC Superfund), Helge Payer, Peter Hlinka (SK Rapid Wien), Mario Sonnleitner, Zlatko Junuzovic (Liebherr GAK), Jürgen Patocka, Michael Mörz (SV Mattersburg), Johannes Ertl, Klaus Salmutter (SK Puntigamer Sturm Graz), Ferdinand Feldhofer, Vaclav Kolousek (FC Wacker Tirol), Jürgen Panis, Michael Wagner (VfB Admira Wacker Mödling), Sanel Kuljic (SV Ried)

Anmerkung: Die Spieler des SV Ried spielten aufgrund der Vorbereitung auf das unmittelbar bevorstehende Spiel im UI-Cup nicht mit. Sanel Kuljic hatte den Verein bereits verlassen und war zum FC Sion gewechselt.

Red Zac-Erste Liga Allstars[Bearbeiten]

Trainer: Michael Streiter (SC Rheindorf Altach), Karl Daxbacher (FK Austria Magna Amateure)

Feld: Mario Krassnitzer, Oliver Mattle (SC Rheindorf Altach), Sascha Laschet, Florian Klein (LASK Linz), Ramazan Özcan, Armin Hobel (SC Austria Lustenau), Florian Metz, Christoph Saurer (FK Austria Wien Amateure), Daniel Hofer, Georges Panagiotopoulos (FC Gratkorn), Markus Briza, Markus Aigner (DSV Leoben), Gernot Messner, Sandro Zakany (FC Kelag Kärnten), Mark Prettenthaler, Martin Six (SV Stadtwerke Kapfenberg), Christoph Cemernjak, Philipp Weissenberger (SC Dialog Schwanenstadt), Amir Bradaric (SC-ESV Parndorf 1919), Alexander Ziervogel (TSV Hartberg), Harun Erbek (FC Lustenau 07)

Anmerkung: Spieler des Absteigers der Red Zac-Ersten Liga, FC Kufstein, konnten nicht gewählt werden, dafür aber die Spieler der 3 Aufsteiger aus den Regionalligen, SC-ESV Parndorf 1919, TSV Hartberg und FC Lustenau 07.

Das Spiel fand am 14. Juli 2006 in Ried statt und endete mit einem 3:3-Unentschieden. Es sollte ein Fest mit ansehnlichem Fußball, vielen Zuschauern und vor allem auch eine Menge Spaß werden, was sich aber als Flop herausstellte. Stimmung und Zuschauer waren spärlich, wahrscheinlich auch aufgrund des relativ faden Fußballs. Das Pausenprogramm, ein Volley-Schießen, brachte auch keine Begeisterung. Von den Veranstaltern wurde daher darüber nachgedacht, ob nicht stattdessen die Nationalmannschaft gegen die besten Legionäre spielen sollte.

Weblinks[Bearbeiten]