Liste der österreichischen Gesundheitsminister

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Die österreichische Gesundheitsministerin ist die für Gesundheitspolitik zuständige Ministerin Österreichs. Aktuelle Amtsinhaberin ist seit 8. März 2017 Pamela Rendi-Wagner (SPÖ). Zudem ist sie für die Bereiche Frauen und Gleichbehandlung zuständig. Sie ist Ressortleiterin des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen.

Zum Ressort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ressort wurde 1918, während des Ersten Weltkriegs, in der Amtszeit des Ministeriums Hussarek, der vorletzten Regierung im österreichische Länder (Cisleithanien) genannten westlichen Teil Österreich-Ungarns, als k.k. Ministerium für Volksgesundheit gegründet, das erste solche Ministerium in Europa. Das Ministerium wurde per 27.  Juli 1918 eingerichtet, der erste Minister, Ivan Horbaczewski, von Kaiser Karl I. am 30. Juli 1918 ernannt. Horbaczewski hatte, mit den Vorbereitungsarbeiten für das neue Ressort betraut, schon der Vorgängerregierung, dem Ministerium Seidler, seit 30. August 1917 als Minister ohne Geschäftsbereich angehört.

Da die Monarchie im Herbst 1918 zerfiel, wurden die Minister vom Kaiser in einer seiner letzten Amtshandlungen am 11. November 1918 enthoben und keine Nachfolger mehr ernannt. Am 30. Oktober 1918 war ohne Beteiligung des Kaisers der neue, vom 12. November 1918 an republikanische österreichische Staat (damals Deutschösterreich genannt) gegründet und die erste Regierung eingesetzt worden. Dabei wurde das Staatsamt für Volksgesundheit geführt. Dann gingen die Agenden 1920 an das in den Notzeiten wichtigere Staatsamt/Bundesministerium für Volksernährung, 1923 an das Bundesministerium für soziale Verwaltung, 1945–49 wieder an den Bundesminister für Volksernährung.[1]

In der Republik Österreich wurden die Gesundheitsagenden vom Sozialministerium wahrgenommen, bis 1972 von Bruno Kreisky in der Bundesregierung Kreisky II wieder ein eigenes Ministerium dafür eingerichtet wurde. Seither war das Portefeuille durchwegs mit anderen Ressorts kombiniert, 2008–16 gab es wieder einen Minister ausschließlich für Gesundheitsangelegenheiten.

Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minister und Staatssekretäre für Volksgesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann (Ivan) Horbaczewski, Minister für Volksgesundheit: 30. August 1917 Minister ohne Portefeuille, seit 30. Juli 1918 Volksgesundheitsminister bis 11. November 1918
  • Ignaz Kaup, deutschösterreichischer Staatssekretär (Ministerrang) für Volksgesundheit: 30. Oktober 1918–15. März 1919 (ab 15. März 1919 ohne Titel mit der Fortführung der Agenden betraut, 20. März 1919 Sektionschef)
  • Julius Tandler: 9. Mai 1919–10. November 1920 in der Staatsregierung Mayr I Unterstaatssekretär, 10.–20. November 1920 in der Bundesregierung Mayr I Staatssekretär für Volksgesundheit

Im weiteren Sinne werden auch die Minister für Volksernährung 1920–23 (Alfred Grünberger, Rudolf Buchinger, jeweils betraut) und 1945–47 (Hans Frenzel, Otto Sagmeister) und die diversen Staatssekretäre in Ministerrang zu den Vorgängern der Gesundheitsminister gezählt.[1]

Bundesminister und Staatssekretäre für Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen. auf sozdok.at (abgerufen 29. Juli 2016).