Österreichischer Kabarettpreis

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2015: Jürgen Marschal, Sebastian Huber und Fritz Jergitsch von Die Tagespresse, Matthias Egersdörfer, Martin Puntigam und Florian Scheuba
2012: Hosea Ratschiller, Manfred Deix, Thomas Stipsits, Manuel Rubey

Der Österreichische Kabarettpreis, bis 2006 auch „Karl“ genannt, wird seit 1999 jährlich in Wien vergeben. Ins Leben gerufen wurde er vom damaligen Leiter der Kleinkunstbühne Vindobona, Wolfgang Gratzl. Die Wahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Kultur-Journalisten. Bis 2010 wurden Kabarettisten in zwei Kategorien (Haupt-, und Programm/Förderpreis) ausgezeichnet. Seit 2011 wird der Preis vom Verein „Österreichischer Kabarettpreis“ mit Vereinsobfrau und Organisatorin Julia Sobieszek ausgerichtet. Im selben Jahr wurde auch die neue Kategorie Sonderpreis eingeführt.[1]

Die Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011: Christof Spörk, Ernst Stankovski (stellvertretend für Louise Martini) und Sigi Zimmerschied
2010: Michael Niavarani, Nadja Maleh und Viktor Gernot

Der Hauptpreis würdigt die inhaltlich anspruchsvolle, innovative und kontinuierliche Arbeit eines Kabarettisten, dokumentiert anhand seines aktuellen Programms, das er in der letzten Spielzeit vorgestellt hat.

Der Programm- bzw. Förderpreis zeichnet eine herausragende Produktion bzw. einen förderungswürdigen Nachwuchskünstler, aber auch einen satirisch-literarischen Beitrag der letzten Saison aus.

Der Sonderpreis wird seit 2011 an Menschen verliehen, die sich um die Satire im deutschsprachigen Raum verdient gemacht haben, spartenunabhängig und egal ob als Künstler oder Förderer. 2011 wurde die Schauspielerin und Chansonnière Louise Martini mit dem Sonderpreis geehrt, 2012 der Karikaturist Manfred Deix. Neben dem Sonderpreis erhielten sie auch ein Gemälde bzw. einen Comic des Malers Reinhard Trinkler.[2][3]

Bis 2009 wurden die Preise von Wien Energie gestiftet, nach deren Ausstieg 2010 von der Stadt Wien, 2011 kamen die BAWAG P.S.K. und die HDI Versicherung als Partner dazu. Bis 2010 war der Hauptpreis mit 7.000 Euro und der Programm- bzw. Förderpreis mit 3.000 Euro dotiert, ab 2011 ist die Dotierung 5.001 Euro (Hauptpreis) und 4.999 Euro (Programm-/Förderpreis). Der Sonderpreis ist undotiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine Statue. Seit 2011 ist diese, entsprechend der überarbeiteten Corporate Identity des Preises, in Form eines Spiegels gestaltet, der symbolisieren soll, dass Kabarettisten und Satiriker der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.

Die Preisverleihung fand bis 2006 im Vindobona statt, 2007 erstmals im Radiokulturhaus, 2010 im Vindobona und 2011 sowie 2012 im Jazz & Music Club Porgy & Bess. Die Preise des Jahres 2013 wurden am 27. November im MuTh überreicht.[4] Nach der erstmaligen Vergabe des Kabarettpreises in der Wiener Urania am 11. November 2014 fand hier auch die Preisverleihung 2015 statt.[5]

Am 8. November 2016 wurde der Österreichische Kabarettpreis 2016 verliehen, erstmals wurde die Verleihung im ORF übertragen. 2016 wurde zum ersten Mal auch ein Publikumspreis per Online-Voting vergeben, der an die Comedy-Quizshow „Was gibt es Neues?“ ging.

Preisträger
Jahr Hauptpreis Programm-/Förderpreis Sonderpreis (seit 2011)
2016 Thomas Maurer für „Der Tolerator“[6] Programmpreis: Hosea Ratschiller und RaDeschnig für „Der allerletzte Tag der Menschheit“

Förderpreis: Lisa Eckhart für „Als ob Sie Besseres zu tun hätten“[6]

Gerhard Haderer[6]
2015 Florian Scheuba für „Bilanz mit Frisur“[7] Matthias Egersdörfer und Martin Puntigam für „Erlösung“[7] Die Tagespresse[7]
2014 Andreas Vitásek für „Sekundenschlaf“ Otto Jaus Werner Schneyder
2013 Severin Groebner für „Servus Piefke!“ BlöZinger Science Busters
2012 Manuel Rubey und Thomas Stipsits für „Triest“ Hosea Ratschiller Manfred Deix
2011 Sigi Zimmerschied Christof Spörk Louise Martini
2010 Viktor Gernot und Michael Niavarani Nadja Maleh
2009 Thomas Maurer Buchgraber & Brandl
2008 Klaus Eckel Gery Seidl
2007 Andreas Vitásek maschek.
2006 Pigor & Eichhorn (Thomas Pigor, Benedikt Eichhorn, Ulf Henrich) Pepi Hopf
2005 Leo Lukas Walter Seidl (Kabarettduo Gerhard Walter und Gery Seidl)
2004 Lukas Resetarits Klaus Eckel, Pepi Hopf, Martin Kosch und Thomas Stipsits
für „Die lange Nacht des Kabaretts“
2003 Thomas Maurer Werner Brix
2002 Alf Poier Mike Supancic
2001 Roland Düringer Severin Groebner
2000 Andrea Händler Ludwig Müller
1999 Bernhard Ludwig Kabud

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Österreichischer Kabarettpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressetext zum Österreichischen Kabarettpreis 2012
  2. Österreichischer Kabarettpreis 2011 auf reinhard-trinkler.de, abgerufen am 4. Dezember 2012
  3. Österreichischer Kabarettpreis 2012 auf reinhard-trinkler.de, abgerufen am 4. Dezember 2012
  4. Der Standard: Österreichischer Kabarettpreis geht an Severin Groebner, 20. August 2013
  5. Der Standard: Andreas Vitasek erhält Österreichischen Kabarettpreis, 2. September 2014
  6. a b c Thomas Maurer erhält Österreichischen Kabarettpreis, auf der Webseite von derStandard.at, abgerufen am 23. August 2016.
  7. a b c orf.at - Österreichischer Kabarettpreis an Florian Scheuba. Artikel vom 2. September 2015, abgerufen am 2. September 2015.