Österreichischer P.E.N.-Club

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Der Österreichische P.E.N.-Club ist die älteste Schriftstellervereinigung Österreichs und Mitglied des Internationalen P.E.N., mit Sitz in Wien sowie Subzentren in mehreren Bundesländern.

Er versteht sich vor allem als Vermittler und Förderer österreichischer Literatur, als Forum und Begegnungsort für Schriftsteller, als Kontaktstelle zu internationalen literarischen Institutionen und als Verteidiger und Wahrer der Freiheit des Wortes. Er baut diese Aktivitäten kontinuierlich aus. Relativierende Rücksichten auf besondere Befindlichkeiten der einzelnen politischen Systeme in den unterschiedlichen Ländern werden nicht genommen, allerdings wird der Dialog auf breitester Basis geführt, um demokratische Entwicklungen zu befördern. Der österreichische P.E.N. macht dies auf Basis der Zugehörigkeit zur internationalen P.E.N.-Gemeinschaft und in Abstimmung mit der die Welt umspannenden Gemeinschaft. Im Rahmen seiner Arbeit im Writers-in-Prison-Committee richtet der P.E.N.-Club alljährlich zahlreiche Appelle an Regierungen von Ländern, in denen Schriftsteller und Journalisten am Recht der freien Meinungsäußerung gehindert oder sogar verfolgt, gefoltert und mit der Todesstrafe bedroht werden. Wenn möglich, hilft der P.E.N.-Club, Bücher von verfolgten oder ins Exil getriebenen Autoren zu veröffentlichen, um deren literarische Stimmen nicht verstummen zu lassen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste österreichische P.E.N.-Zentrum wurde im Juni 1923[2] gegründet, mit Arthur Schnitzler als Ehrenpräsidenten und Grete von Urbanitzky als Generalsekretärin. Auf dem XI. Kongress des Internationalen P.E.N.-Clubs im Mai 1933 in Ragusa (Dubrovnik) führten Meinungsverschiedenheiten innerhalb der österreichischen Delegation zu einem Eklat. Die Generalsekretärin Grete von Urbanitzky und der Delegierte Felix Salten hatten sich dem Protest der Literaten gegen die Bücherverbrennungen, die kurz zuvor stattgefunden hatten, nicht angeschlossen. Als Folge davon traten die Sympathisanten des Nationalsozialismus unter den Mitgliedern aus dem Österreichischen P.E.N. aus, darunter Mirko Jelusich, Bruno Brehm und Robert Hohlbaum. Viele bürgerlich-demokratische Autoren trieb die politische Spaltung der österreichischen Literaten ins Exil. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde auch der Österreichische P.E.N.-Club 1938 aufgelöst, Vermögen und Archiv des Zentrums wurden beschlagnahmt.

Aufgrund der Initiative von Robert Neumann, dem Generalsekretär des 1939 in London gegründeten österreichischen Exil-P.E.N.-Clubs (Free Austrian P.E.N.-Club), kam es 1947 zu einer Neugründung des österreichischen P.E.N.-Clubs. Zum ersten Nachkriegspräsidenten wurde Franz Theodor Csokor gewählt. Aus Protest gegen den Kurs des Österreichischen P.E.N.-Clubs gründete sich 1973 die Grazer Autorenversammlung.

Im Jahr 2010 musste der österreichische P.E.N.-Club den Konkurs anmelden, der in einem Ausgleich mündete, der abgewickelt wurde. Die neue Führung, u. a. mit Helmuth A. Niederle als Präsidenten, Susanne Scholl (2011) und Susanne Dobesch (ab 2012) als Generalsekretärin und Michael Amon (2011 bis 2013) als Schatzmeister, hat unter Einbindung der Landeszentren den P.E.N. saniert und auch inhaltlich neu positioniert. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die literarischen Stimmen jener Autoren gelegt, die aus unterschiedlichen Gründen ihre ursprüngliche Heimat verlassen und in Österreich ein neues Zuhause gefunden haben. Sie sorgen mit der Besinnung auf ihre kulturellen Wurzeln in unterschiedlichen literarischen Traditionen für eine Vielfalt der literarischen Stimmen, wie es der sich durch Migrationsströme verändernden Welt entspricht. Die im Aufbau befindliche Buchreihe „edition pen“ versammelt literarische Werke von österreichischen und ausländischen Autoren. Diese Buchreihe wird durch eine Reihe von Dokumenten ergänzt, deren Schwerpunkt verschiedene kulturpolitische Themen sind.

Liste der Präsidenten des Österreichischen P.E.N.-Clubs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Materialienbände des Österreichischen P.E.N.-Clubs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Time to Say: NO! 2013.[3]
  • Ungarn. betrifft: Freiheit der Kunst. 2013.[4]
  • Taksim Solidarity. Literature in Support of Turkish Protest. 2013.[5]
  • Frauenrechte als Satzung: mulieris mundi. 2015, ISBN 978-3-85409-787-7.

90 Jahre PEN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Kollegger, Helmuth A. Niederle (Hrsg.): 23 + 23 = 1. plattform Johannes Martinek Verlag, Perchtoldsdorf 2014, ISBN 978-3-9503683-0-7.
  • Helmuth A. Niederle, Christian Teissl (Hrsg.): Mitten im Satz. Fragmente. Eine Anthologie des Österreichischen P.E.N.-Clubs. plattform Johannes Martinek Verlag, Perchtoldsdorf 2014, ISBN 978-3-9503683-1-4.

Buchpublikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Paul Wiplinger: Positionen 1960–2012. Löcker Verlag / Austrian PEN Club, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-728-0.
  • Peter Bielész: Richard der Siebzehnte. Eine Travestie. (The Travesty of King Richard the 3rd and the 17th). (= Reihe: penyapaa). Wien 2014, ISBN 978-3-902997-01-2.
  • Helmuth A. Niederle, Christian Teissl (Hrsg.): Bunte Steine. Frisch gefärbelt. (= Reihe: penyapaa). Wien 2015, ISBN 978-3-85409-680-1.
  • Eva Schmidt (Hrsg.): Stadtschattierungen. Eine Anthologie. (= Reihe: penyapaa). Wien 2015, ISBN 978-3-85409-681-8.
  • Peter Paul Wiplinger: Tagtraumnotizen. Löcker Verlag / Austrian PEN Club, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-678-8.
  • Harald Kollegger, Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Wortkörper. (= Reihe: penyapaa). Wien 2016, ISBN 978-3-85409-828-7.
  • Harald Kollegger, Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Allein essen ist wie allein sterben. (= Reihe: penyapaa). Wien 2016, ISBN 978-3-85409-835-5.
  • Ishraga Mustafa Hamid, Mark Klenk, Anton Marku, Helga Neumayer (Hrsg.): Wir, bewegende Steine. Eine Anthologie der Plattform "literatur*grenzenlos" (= Reihe: penyapaa). Wien 2017. ISBN 978-3-85409-886-7.
  • Susanne Dobesch-Giese, Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Festschrift für Erich Sedlak. liber amicarumque amicorum. (= Reihe: penyapaa). Wien 2017, ISBN 978-3-85409-478-4.
  • Wolfgang Martin Roth (Hrsg.): In meiner eigenen Welt die Fremde … Ein Literatur-Workshop am Döblinger Gymnasium (= Reihe: penyapaa). Wien 2017. ISBN 978-3-85409-862-1.
  • Daniel R. Mekkonnen, Tedros Abraham, Abraham T. Zere (Hrsg.): Uncensored Voices. Essays, Poems and Art Works by Exiled Eritreans. (= Reihe: penyapaa). Wien 2017, ISBN 978-3-85409-889-8.

edition pen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilse Tielsch: manchmal ein Traum, der nach Salz schmeckt. Gesammelte Gedichte. Band 1, Löcker Verlag, Wien 2011, ISBN 978-3-85409-630-6.
  • Wolfgang Kubin (Hrsg.): Der himmlische Platz zum irdischen Frieden. Neue Stimmen aus China. Band 2, Löcker Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85409-623-8.
  • Harald Kollegger: Nur Briefe. 81 Miniaturen. Roman. Band 3, Löcker Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85409-635-1.
  • Hermann Jandl: bitterer tee. Gedichte. Band 4, Löcker Verlag, Wien 2012, ISBN 978-3-85409-634-4.
  • Helmut Stefan Milletich: Als alle tot waren, hatten wir ein schönes Land. Gedichte. Band 5, Löcker Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-654-2.
  • Easterine Iralu: Mari. Roman. Band 6, Löcker Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-655-9.
  • Frank Gerke: Der Körper des Menschen gleicht einem Blitz. Zen-Gedichte und Weisheiten aus Vietnam. Band 7, Löcker Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-664-1.
  • Herbert Eisenreich: Jedes Steigen ist ein Fallen zugleich. Das lyrische Werk. Band 8, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-690-0.
  • Kurt Klinger: Das Pontifikalamt der Scheiterhaufen. Das gesammelte lyrische Werk. Band 9, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-651-1.
  • Herbert Eisenreich: So und anders. Erzählungen 1950–1964. Band 10, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-689-4.
  • Enoh Meyomesse: Gedichte des Häftlings aus Kondengui. Gedichte. Band 11, Löcker Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-692-4.
  • Harald Kollegger: Pallawatsch und Palaver. Essays. Band 12, Löcker Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-687-0.
  • Herbert Eisenreich: Ein paar Jahrzehnte Ewigkeit. Erzählungen 1965–1977. Band 13, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-713-6.
  • Dorothea Macheiner: Djerba, La douce. Rommel.Stille. Zwei Erzählungen. Band 14, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-719-8.
  • Ishraga Mustafa Hamid: Gesichter der Donau. Lyrik und Prosa. Band 15, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-718-1.
  • Philo Ikonya, Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Schwarze Orphea / Black Orphea. Bedeutsame Wut / Relevant Rage. Band 16, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-717-4.
  • Etela Farkašová: Ein ganz gewöhnlicher Tag und andere Erzählungen. Band 17, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-727-3.
  • Jidi Majia: Worte des Feuers. Gedichte. Band 18, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-735-8.
  • Harish Mangalam: Aus dem Zwielicht. Vierzehn Einblicke in das Leben von Unberührbaren. Erzählungen. Hrsg. von Stephanie Kreiner. Band 19, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-740-2.
  • Christopher Merrill: Notwendigkeiten. (Necessities). Gedichte. Band 20, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-736-5.
  • Herbert Eisenreich – FriedrISBN 978-3-85409-895-9.die Sprache zur Sache kommt. Die Korrespondenz. Mit sämtlichen Schriften Eisenreichs zu Torberg. Band 21, Löcker Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-85409-741-9.
  • Karl Lubomirski: Sieben Meere. Gedichte. Band 22, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-756-3.
  • Alfred Zellinger: City Boys. Hybris, Katharsis und ein Daycruiser. Band 23, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-758-7.
  • Franz Richter: Im sachten Entzug aller geglaubten Dinge. Das lyrische Gesamtwerk. Hg. von Reinhart Hosch. Band 24, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-757-0.
  • Philo Ikonya: Invincible Nubia: Adios Lampedusa. Band 25, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-746-4.
  • Jidi Majia: Im Namen von Land und Leben. Ausgewählte Reden. Band 26, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-747-1.
  • Herbert Eisenreich: Auch in ihrer Sünde. Roman. Band 27, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-771-6.
  • Roman Roček: Stachelhäuter. Aufzeichnungen, Aphorismen und Gedichte. Nebst einem Essay von Alexander Giese. Band 28, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-773-0.
  • Dorothea Nürnberg, Olivia Jekupé (Hrsg.): Im Flug der Harpyie / No Voo da Harpia. Indigene Lyrik und Prosa aus dem brasilianischen Regenwald. Band 29, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-776-1.
  • Günter Schmidauer: Lobisser. Vergessen. Ein Essay. Band 30, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-783-9.
  • Enoh Meyomesse: Blumen der Freiheit. Gedichte. Band 31, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-786-0.
  • Dato Barbakadse: Meditation über den gefallenen Baum. Gedichte. Band 32, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-766-2.
  • Omar Hazek: In der Liebe des Lebens. Kassiber aus der Haft. Lyrik und Prosa. Band 33, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-790-7.
  • Ishraga Mustafa Hamid (Hrsg.): Symphonie der Rub al-Chali. Gedichte. Band 34, Löcker Verlag, Wien 2015, ISBN 978-3-85409-804-1.
  • H.G. Adler: Schuldig und unschuldig. Symphonische Miniaturen. (Gesammelte Erzählungen, Band 4), hrsg. von Franz Hocheneder. Band 35. Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-793-8.
  • Günter Unger: Hunnen sterben anders. Fragmente eines Lebens aus zweiter Hand. Roman. Band 36, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-797-6.
  • Elisabeth Wäger: Töchter & andere Bewohner. Ein Rundgang in ein privates Office. Band 37, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-798-3.
  • Erna Pfeiffer (Hrsg.): Sie haben unser Gedächtnis nicht auslöschen können. Jüdisch-argentinische Autorinnen und Autoren im Gespräch. Band 39, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-805-8.
  • Michael Guttenbrunner: Im Machtgehege. Werke Band 1. Hrsg. und mit einer Nachbemerkung versehen von Helmuth A. Niederle. Band 40, Löcker Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-58409-792-1.
  • Boško Tomašević: Das Vergessen, zu welchem wir werden. Gedichte aus einem beschädigten Leben. Aus dem Serbischen von Helmut Weinberger. Band 41, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-807-2.
  • Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Wie weit geht Toleranz? Wie weit geht Europa? Europäische Toleranzgespräche Fresach 2015. Band 42, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-677-1.
  • Ulli Moschen: Die Anatomie von Undinen. Roman. Band 44, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-814-0.
  • Alfred Zellinger: Flash Poetry. Band 45, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-814-0.
  • Ulrich Gansert: Erlebnis Czernowitz. Auf den Spuren von Paul Celan. Band 46, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-810-2.
  • Mario Villani, Fernando Reati: Desaparecido. Erinnerungen aus einer Gefangenschaft. Band 47, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-811-9.
  • Shyamala Gogu: Das Klagelied des Wasserspeichers. Erzählungen aus Indien. hrsg. von Stephanie Kreiner. Band 49, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-817-1.
  • Harald Kollegger: Nichts passiert. Band 50, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-829-4.
  • Wolfgang Mayer König: Das begeisterte Wort. Eine Grammatik der Seele. Prosatexte. Band 51, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-830-0.
  • Wolfgang Weigel: Der anderen Spur nach. Gedichte. Band 52, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-831-7.
  • Liliana Lukin: Vergleichskonstruktion/Construcción Comparativa. Gedichte. Aus dem argentinischen Spanisch übertragen von Eva Erna. Band 53, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-832-4.
  • Mahvash Sābet: Keine Grenzen. Gedichte aus dem Gefängnis. Band 54, Löcker Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-85409-832-4.
  • Joaquín Mbomío Bacheng: Ein guter Fang. Die Geschichte des Padre Gabriel aus Niefang. Ein Roman aus Äquatorialguinea. Aus dem Spanischen übertragen von Susanne Doppelbauer. Band 57, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-840-9.
  • Rüdiger Görner: Londoner Disfonien. Gedichte. Mit fünf Grafiken und einem Frontispiz von Friedrich Danielis. Band 62, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-850-8.
  • Sophie Reyer: Schnee schlafen. Gedichte. Band 63, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-851-5.
  • Elisabeth Wäger: Ein Herz liegt herum. Gedichte. Anna's Häuser. Band 64, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-757-7.
  • Kurt F. Svatek: An manchen Tagen hängt der Mond ein wenig schief. Ein Arbeitstagebuch. Band 65, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-858-4.
  • Peter Paul Wiplinger: Schachteltexte 2007–2016. Band 66, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-856-0.
  • Easterine Kire: Ein verlorenes Leben. Geschichte einer Liebe bei den Naga. (Life on Hold). Band 67, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-863-8.
  • Luisa Futoransky: Formosa. (El Formosa). Aus dem argentinischen Spanischen von Erna Peiffer. Band 68, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-863-8.
  • Boško Tomašević: Niemand. Nirgends. Eine archäologische Erzählung. Aus dem Serbischen von Helmut Weinberger. Band 69, Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-865-2.
  • Rüdiger Görner: Heimat und Toleranz. Im Paradoxen zu Hause. Reden und Reflexionen. Band 70, Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-866-9.
  • Tamas Badsaghua: Letzte Station. Gedichte. Band 71, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-867-8.
  • Eugenie Schwarzwald: Das Vermächtnis der Eugenie. Gesammelte Feuilletons von Eugenie Schwarzwald 1908–1938 (hg. von Robert Streibel). Band 72, Löcker Verlag. Wien 2017. ISBN 978-3-85409-878-2.
  • Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Die Grenzen Europas – Menschenrechte und die Folgen des Klimawandels. Europäische Toleranzgespräche Fresach 2016. Band 73, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-9.
  • Alfred Rossi: Drunter und drüber. Ein Bilder-Lesebuch. Band 74, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-859-1.
  • Jidi Majia: Der Rachen des roten Löwen in der Sternenkammer der Gedanken. Gedichte. Band 75, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85408-887-4.
  • Sarita Jenamani: Inschriften auf Sanddünen / Inscriptures On Sand Dunes. Gedichte. Band 76, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-881-2.
  • Aftab Husain: Ein Traum umzirkt / A Dream Deferred. Gedichte. Band 77, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-882-9.
  • Amira Faisal Jaafar: Das erste und das zweite Ich. Gedichte, Bilder und Zeichnungen. Band 78. Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-883-6.
  • Ishraga Mustafa Hamid: Das Weibliche der Flöte. Lyrik. Band 79, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-884-3.
  • Margarita Valdivia: Glut und Feuer / brasa y fuego. Gedichte. Band 80, Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-885-0.
  • Dušan Saviċ: Inter Vivos. Roman. Band 81, Löcker Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-85409-914-7.
  • Anton Marku: Du meine Stimme. Gedichte. Band 82, Löcker Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-85409-913-0.
  • Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Sprache und Macht. Dokumentation des Symposions. Band 83. Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-891-1.
  • Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Utopie. Dokumentation des Symposions. Band 84. Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-890-4.
  • Gerhard R. Wind: Ölbilder. Hrsg. von Helmuth A. Niederle. Band 85. Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-893-5.
  • Marlies Thuswald: Echofarn. Nach Bildern von Sigrid Koller. Mit Musik von Benno Sterzer. Band 86. Löcker Verlag, Wien 2018, ISBN 978-3-85409-915-4.
  • Stephanie Kreiner, Sonja Frenzel (Hrsg.): Parallelexistenzen. Erzählungen aus afrikanischen Ländern. Band 88. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-902-4.
  • Alfred Zellinger: Doktor Faustus in London, Banker, Oligarch. Slam Drama. Band 90. Löcker Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-85409-892-8.
  • Ulrich Gansert: Malerei, Installationen und Objekte. Interieurs und Allegorien. Auwälder und Gärten. Arbeiten 1972–2017. Band 91. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-895-9.
  • Kurt F. Svatek: Was macht den Philémon ohne Baukis. Lyrische Betrachtungen. Band 94. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-910-9.
  • Gerhard Blaboll: Das kuhäugige Kamel. Geschichte(n) aus der Levante. Band 95. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-853-9.
  • Wolfgang Kubin: Nachschriften oder Letzte Balladen aus einem vergangenen Leben. Band 97. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-909-3.
  • Rüdiger Görner: Strandgut der Nacht. Milians letzte Aufzeichnungen. Band 98. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-896-6.
  • Hazir Mehmeti: Zertrümmerung der Zeit. Übersetzt von Kurt Gostentschnigg. Mit einem Vorwort von Peter Paul Wiplinger und Zeichnungen von Gazmend Freitag. Band 99, Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-917-8.
  • Ingrid Schramm, Doris Kloimstein: G'schichten aus dem PEN-Club. 70 Jahre Österreichischer PEN-Club von der Reorganisation 1947 bis heute. Band 100, Löcker Verlag, Wien 2017. ISBN 978-3-85409-888-1.
  • Helmuth A. Niederle (Hrsg.): Die Zukunft der Freiheit. Europas Zivilgesellschaft und die Folgen der Globalisierung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Europäische Toleranzgespräche Fresach 2017. Band 101, Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-937-6.
  • Wolfgang Mayer König: Statt eines Menschen Freundlichkeit. Das lyrische Werk. Band 105, Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-626-0.
  • Erika Mitterer: Entscheidende Begegnungen. Erzählungen und Fragmente. Hg. von Martin G. Petrowsky. Band 108. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-940-6.
  • Helen Kidan: Hoffnung und andere Gedichte / Hope and other Poems. Band 109. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-941-3.
  • Alexander Giese: Macht und Ohnmacht des Geistes. Schriften aus dem Nachlass. Hg. von Susanne Dobesch-Giese u. Helmuth A. Niederle. Band 111. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-938-3.
  • Eva Petric: Dein Kopf ist voller Schmetterlinge. Übersetzung: Ulrike Zimmermann. Mit einem Geleitwort von Harald Kollegger. Band 112. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-942-0.
  • Rüdiger Görner: Rendezvous im Immerwo. Gedichte. Band 113. Löcker Verlag, Wien 2018. ISBN 978-3-85409-943-7.

Preise des Österreichischen PEN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz-Theodor-Csokor-Preis

Dieser Literaturpreis wird vom österreichischen P.E.N.-Zentrum in unregelmäßigen Abständen verliehen und ist nach dem ersten Nachkriegspräsidenten Franz Theodor Csokor benannt. Eine individuelle Bewerbung ist nicht möglich. Die bisherigen Preisträger:

  • 1969 Pavel Kohout
  • 1970 Wolfgang Bauer
  • 1971 Franz Buchrieser
  • 1972 Thomas Bernhard
  • 1975 György Sebestyén
  • 1979 Fritz Hochwälder
  • 1985 Herbert Eisenreich
  • 1987 Joseph Zoderer
  • 1988 Kurt Klinger
  • 1998 Herbert Berger
  • 2006 Friedrich Ch. Zauner
  • 2007 Adam Zielinski
  • 2014 Peter Paul Wiplinger[6]
  • 2017 Ilse Tielsch
  • "Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN" im Gedenken an Ceija Stojka (1933–2013)

Der „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN“ wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die 2013 verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen. Mit diesem Preis wird das in der Roma-Kultur traditionell verankerte künstlerische Schaffen gewürdigt und gleichzeitig auch auf das in Europa weitgehend diskriminierte und im Holocaust fast ausgerottete Volk der Roma und Sinti hingewiesen. Somit geht es hier neben der Auszeichnung des literarischen Schaffens auch um eine Zeichensetzung und Einmahnung hinsichtlich der Menschenrechte. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben. Eine individuelle Bewerbung ist nicht möglich.

Am 22. November 2013 wurde der Preis erstmals an Stefan Horvath im Rahmen der BuchWien vergeben.

Samuel Mago wurde als zweiter am 11. November 2016 im Rahmen der BuchWien mit dem Preis ausgezeichnet. Der 1996 in Budapest geborene Preisträger Samuel Mago ist Schriftsteller, Musiker und Roma-Aktivist, er stammt aus einer Roma-Familie mit mütterlicherseits jüdischen Wurzeln. Seit seinem vierten Lebensjahr lernte er Deutsch und übersiedelte mit seinen Eltern nach Wien, wo er auch seinen schulischen Werdegang abschloss. Seit einigen Jahren gilt er als Stimme des multikulturellen Dialogs.

Europäischer Toleranzpreis für Demokratie und Menschenrechte

Der Toleranzpreis soll künftig jährlich gemeinsam vom Österreichischen PEN-Club und der Stadt Villach im Rahmen der in Fresach stattfindenden Toleranzgespräche vergeben werden. Eine individuelle Bewerbung ist nicht möglich.

Die bisherigen Preisträger:

  • 2018 Doğan Akhanlı
  • Aus der Laudatio: „Doğan Akhanlı hat die Willkür eines demokratiefeindlichen, autoritären Regimes mehrfach am eigenen Leib zu spüren bekommen und als unbescholtener Schriftsteller, der die freie Meinungsäußerung als Menschenrecht ansieht, mehrere Gefängnisse in der Türkei und jüngst eines in Spanien von innen kennengelernt, als dürfte – in einer manipulativen Umkehr der Tatsachen – keine gute Tat ungesühnt bleiben“, erklärte PEN-Vizepräsident Harald Kollegger bei der Preisverleihung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Amann: P.E.N. - Politik, Emigration, Nationalsozialismus. Ein österreichischer Schriftstellerclub. Böhlau, Wien 1984.
  • Klaus Amann: Wiederaufbau – Der österreichische PEN-Club 1945–1955. In: Klaus Amann: Die Dichter und die Politik. Essays zur österreichischen Literatur nach 1918. Edition Falter/Deuticke, Wien 1992, S. 200–219.
  • Roman Rocek: Glanz und Elend des P.E.N. Biographie eines literarischen Clubs. Böhlau, Wien 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Hrsg.): Kunstbericht 2007. Bericht über die Kunstförderung des Bundes. (PDF; 1,4 MB). Auf: bmukk.gv.at.
  2. http://penclub.at/informationen/geschiche/
  3. penclub.at
  4. pen-deutschland.de
  5. penclub.at
  6. Peter Paul Wiplinger erhält Franz-Theodor-Csokor-Preis. In: Der Standard. 7. Juli 2014, abgerufen 7. Juli 2014.