Özcan Mutlu

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Özcan Mutlu (2006)

Özcan Mutlu (* 10. Januar 1968 in Kelkit, Türkei) ist ein deutscher Politiker und Parteimitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Er ist Mitglied des 18. Deutschen Bundestages.

Biographie[Bearbeiten]

Leben[Bearbeiten]

Mutlu lebt seit 1973 in Berlin und erhielt 1990 die deutsche Staatsangehörigkeit. Er absolvierte eine Ausbildung zum Informationselektroniker an der TU Berlin von September 1985 bis Februar 1989. Im Anschluss begann er ein Studium von 1989 bis 1993 an der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) im Fachbereich Elektrotechnik und wurde zum Dipl.-Ing. (FH) der Nachrichtentechnik. Ein Praktikum verknüpfte er 1992 mit einem Auslandsaufenthalt in Omaha (USA). Danach schloss sich eine berufliche Tätigkeit als Planungsingenieur in einem Telekommunikationsunternehmen von 1993 bis 1999 an.

Politische Aktivitäten[Bearbeiten]

1990 wurde er Mitglied der Grünen. 1992 wurde er für die Grünen in die Kreuzberger Bezirksverordnetenversammlung gewählt, 1999 und 2006 erhielt er ein Direktmandat und vertrat den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 3 im Berliner Abgeordnetenhaus. Mutlu wurde 1999 zum bildungspolitischen Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Bis 2006 war er Mitglied des Innenausschusses, wo er für Integration und Migrationspolitik zuständig war. Seit der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 ist Mutlu als bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion auch stellvertretender Vorsitzender des Bildungsausschusses sowie Mitglied im Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten, Berlin-Brandenburg und Medien. Dort ist er zuständig für die Europa- und Türkeipolitik seiner Fraktion. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde er durch seine Partei auf Platz 4 der Landesliste nominiert, verpasste jedoch den Einzug in den Bundestag knapp.

Bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte er als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Berlin-Mitte und war zugleich auf Listenplatz 2 der Grünen Bundestagsliste nominiert. Sein kreativer Wahlkampf bekam mediale Beachtung.[1][2] Dennoch gewann er das Direktmandat nicht, zog aber über die Landesliste in den Bundestag ein.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

  • Mitglied der BVV-Kreuzberg von 1992–1999
  • Mitbegründer der Staatlichen-Deutsch-Türkischen-Europaschule-Berlin (SESB), Aziz-Nesin-Grundschule (1996)
  • Initiator der 1996 geschlossenen Städtepartnerschaft zwischen den Bezirken Berlin-Kreuzberg und Istanbul-Kadiköy
  • German-American-Young-Leader der Atlantik Brücke e.V.
  • Marshall–Memorial Fellow des German Marshall Fund (2006)
  • German-Israeli Young Leader der Bertelsmann-Stiftung (2007, Tel-Aviv)
  • Mitglied der Mitgliederversammlung der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Ehrenvorsitzender des Solidaritätsvereins Akdag e. V.
  • Mitglied des Vereins BSC Rehberge e. V.
  • Mitglied des Vereins Moabit e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Özcan Mutlu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berliner Morgenpost: Mit Charme und Schläue tritt Özcan Mutlu in Mitte an, 2. September 2013.
  2. Spiegel-Online: Wahlkreis Berlin-Mitte: Kampf um das Herz der Republik, 19. September 2013.