Überfallmeldeanlage

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Eine Überfallmeldeanlage (ÜMA) ist eine Gefahrenmeldeanlage und dient der Alarmierung der Polizei oder von Wachdiensten bei einem Überfall.

Die Aufgabe der ÜMA ist es, den vom Opfer manuell ausgelösten Alarm eines Überfallmelders an eine vorher bestimmte zuständige Stelle zu melden. Für Kreditinstitute sind Überfallmeldeanlagen durch die zuständige Berufsgenossenschaft verpflichtend vorgeschrieben.

Moderne Überfallmeldeanlagen werden heute nur noch selten separat installiert, in modernen Einbruchmeldeanlagen ist die ÜMA üblicherweise integriert.

Überfallmelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Überfallmelder besteht in der Regel aus einem speziellen Taster oder Schalter der den Alarm auslöst. Hierbei kommen Handauslöser, Fußauslöser (Trittleisten) und Geldscheinkontaktauslöser zum Einsatz. Ebenso kommen integrierte Auslösemöglichkeiten (z. B. in PC-Programmen zur Kassenbedienung) zum Einsatz. Grundsätzlich sollen Überfallmelder so angebracht sein, dass ein unbemerktes Auslösen für die gefährdeten Personen möglich ist, d. h., es dürfen bei oder nach der Auslösung für den Täter keine Anhaltspunkte wie wahrnehmbares Drückgeräusch oder beschädigte Abdeckplatten der Taster feststellbar sein. Ein Überfallmelder bzw. die Überfallmeldeanlage darf nicht durch die vor Ort tätigen Mitarbeiter außer Kraft gesetzt werden können.

Alarmierungstypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es erfolgt ein stiller Alarm, in der Regel über ein Wählgerät oder eine Standleitung. Externe Signalgeber wie Blitzleuchten oder Sirenen sind grundsätzlich nicht zulässig, da der Täter hierdurch zu unvorhersehbaren Handlungen verleitet werden kann, was die Gefährdungslage der Mitarbeiter in der Regel erhöhen würde. Lediglich beim Einsatz von fahrbaren Zweigstellen sehen die Bestimmungen die Möglichkeit einer akustischen Alarmierung vor.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art der Alarmierung wird insbesondere in besonders gefährdeten Bereichen eingesetzt. Hierzu zählen vor allem Bargeldausgabestellen, wie z.B. Bankinstitute, Zahlstellen und behördliche Kassen sowie Arbeitsplätze, die sich in der Nähe solcher Ausgabestellen befinden. In deutschen Kreditinstituten ist eine Anbringung an allen Plätzen mit Bargeldbearbeitung zwingend vorgeschrieben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BGV C9 (PDF; 110 kB) - Unfallverhütungsvorschrift "Kassen" der VBG
  • BGI 819-2 (PDF; 1,5 MB) - Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen