Überziehwarnanlage

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Schematische Darstellung einer Überziehwarnanlage mittels einer Metallzunge

Die Überziehwarnanlage ist ein Sicherheitssystem in Flugzeugen. Sie warnt den Piloten vor einem drohenden Strömungsabriss während des Fluges.

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Kleinere Maschinen verwenden eine Hupe im Cockpit, die direkt mit einem Bohrloch in der Tragfläche verbunden ist, so dass beim Strömungsabriss durch den entstehenden Druckunterschied ein Signal ertönt. Diese Auslegung arbeitet rein pneumatisch und bedarf keiner Stromversorgung. Eine andere Möglichkeit, ist eine an der Flügelvorderkante angebrachte Metallzunge. Im normalen Flugzustand wird die Metallzunge durch die Anströmung nach unten gedrückt. Wird der Anstellwinkel jedoch zu groß gewählt, derart also, dass ein Strömungsabriss droht, wird die Metallzunge von unten angeströmt mit der Folge, dass diese nach oben gedrückt wird und dann über einen elektrischen Kontakt das Signal für den überzogenen Flugzustand an den Piloten auslöst. Diese Auslegung ist bei vielen neueren Flugzeugen zu finden, bedarf allerdings einer Stromversorgung.

Bei komplexeren Flugzeugen ist ein Anstellwinkelmesser vorhanden. Eine sogenannte Winkelfahne richtet sich nach der anliegenden Strömung aus und an Hand deren Ausschlag wird der derzeitige Anstellwinkel gemessen. Ab einem bestimmten Wert, wird der Pilot mittels eines optischen und/oder akustischen Signals oder durch ein Vibrieren des Steuerknüppels (sogenannter Stickshaker) gewarnt.