Üdü Ẁüdü

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Üdü Ẁüdü
Studioalbum von Magma
Veröffentlichung 1976
Aufnahme Mai und Juni 1976
Label RCA Records
Genre Zeuhl/Progressive Rock
Anzahl der Titel 6
Laufzeit 39:10

Besetzung

Studio Studio de Milan, Paris
Chronologie
Köhntarkösz
(1974)
Üdü Ẁüdü Attahk
(1977)

Üdü Ẁüdü ist das sechste Studioalbum der französischen Zeuhl-Band Magma. Es erschien im Jahr 1976 bei RCA Records.

Entstehung und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bassist Jannick Top kehrte 1976 auf Wunsch Christian Vanders zu Magma zurück und wurde für das sechste Album stärker an den Kompositionen beteiligt.[1] Bassist Bernard Paganotti und Keyboarder Patrick Gauthier, die nur an einem Stück mitwirkten,[2] verließen nach Üdü Ẁüdü die Band, um Weidorje zu gründen.

Üdü Ẁüdü wurde im Mai und Juni in Paris aufgenommen und dort im Juli 1976 abgemischt. CD-Wiederveröffentlichungen auf Christian und Stella Vanders Label Seventh Records enthalten einen Bonus-Titel, der den Grundstein für das 2009 erschienene Album Ëmëhntëhtt-Rê bilden sollte.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seite 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Üdü Ẁüdü (C. Vander) – 4:10
  2. Weidorje (B.Paganotti, K. Blasquiz) – 4:30
  3. Tröller Tanz (Ghost Dance) (C. Vander) – 3:40
  4. Soleil d’Ork (Ork’ Sun) (J. Top) – 3:50
  5. Zombies (Ghost Dance) (C. Vander) – 4:10

Seite 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. De Futura (J. Top) – 18:00

Bonus-Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ëmëhntëhtt-Rê (Extrait N°2) (C. Vander) – 3:12

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei der 6 Titel der Originalausgabe wurden von Bassisten komponiert[3], und Magmas Zeuhl ist auf diesem Album stärker als zuvor vom Bassspiel geprägt – was später v. a. für japanische Zeuhl-Bands typisch werden sollte. Es kommen nun auch mehr Keyboards zum Einsatz, und Anklänge an lateinamerikanische Musik und Space Rock sind eher wahrnehmbar als Einflüsse aus Carl Orffs Kantaten. Zudem finden sich einige kürzere und weniger komplexe Stücke. Die Atmosphäre ist weniger vom apokalyptischen Kobaïa-Mythos geprägt als auf den vorigen Alben.[2][4][5]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dominique Leone von Allmusic kritisiert das Album einerseits als etwas unzusammenhängend und zählt es nicht zu Magmas Meisterwerken, hält es andererseits für oft unterbewertet und empfiehlt es Fans der Band.[4] Udo Gerhards von den Babyblauen Seiten lobt Vanders „präzises, kraftvolles, peitschenartiges Schlagzeugspiel“ und bezeichnet den abschließenden Longtrack als „Baßriff-Orgie […], die voller Energie und hypnotischer Kraft steckt“. Das eclipsed-Magazin nahm Üdü Ẁüdü in seine Liste der 150 wichtigsten Prog-Alben auf.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CD UDU WUDU, seventhrecords.com, abgerufen am 30. November 2012.
  2. a b Babyblaue Prog-Reviews: Magma. Üdü Wüdü, Babyblaue Seiten, abgerufen am 30. November 2012.
  3. Üdü Ẁüdü bei Discogs (englisch)
  4. a b Dominique Leone: Üdü Ẁüdü bei Allmusic (englisch), abgerufen am 30. November 2012.
  5. a b eclipsed Nr. 144, S. 29.