Čerín

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Čerín
Wappen Karte
Wappen fehlt
Čerín (Slowakei)
Čerín
Čerín
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Banskobystrický kraj
Okres: Banská Bystrica
Region: Horehronie
Fläche: 11,532 km²
Einwohner: 443 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Höhe: 405 m n.m.
Postleitzahl: 974 01 (Postamt Banská Bystrica)
Telefonvorwahl: 0 48
Geographische Lage: 48° 40′ N, 19° 14′ OKoordinaten: 48° 39′ 39″ N, 19° 14′ 19″ O
Kfz-Kennzeichen: BB
Kód obce: 508519
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Pavel Kmeť
Adresse: Obecný úrad Čerín
č. 11
974 01 Banská Bystrica
Webpräsenz: www.cerin.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Čerín (ungarisch Cserény – bis 1888 Cserin, deutsch Tscherin[1]) ist eine Gemeinde in der Mitte der Slowakei mit 443 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) und gehört zum Okres Banská Bystrica, einem Landkreis des Banskobystrický kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von Čerín und Umgebung

Die Gemeinde befindet sich im bergigen Teil des Talkessels Zvolenská kotlina, im Tal des Baches Zolná. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 405 m n.m. und ist 14 Kilometer von Banská Bystrica und 15 Kilometer von Zvolen entfernt.

Neben dem Hauptort Čerín gehört auch der 1976 eingegliederte Ort Čačín zur Gemeinde.

Nachbargemeinden sind Môlča und Oravce im Norden, Dúbravica im Nordosten, Hrochoť im Osten, Sebedín-Bečov im Süden und Dolná Mičiná im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martinskirche und Holzglockenturm

Čerín wurde zum ersten Mal 1300 als Cheren schriftlich erwähnt, als Teil des vorher unbewohnten Waldstücks im Herrschaftsgebiet von Sohl. 1424 kam der Ort zum Gut der Burg von Vígľaš. 1578 wurde das Dorf von den Türken geplündert und war im späten 16. Jahrhundert gegenüber dem Osmanischen Reich tributpflichtig. 1828 zählte man 32 Häuser und 241 Einwohner, die vorwiegend als Landwirte beschäftigt waren.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Sohl liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Čerín 445 Einwohner, davon 419 Slowaken, drei Mährer und ein Magyare. 22 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

196 Einwohner bekannten sich zur Evangelischen Kirche A. B., 123 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche, 10 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, jeweils sieben Einwohner zu den Baptisten und zur altkatholischen Kirche und zwei Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche; zwei Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession. 66 Einwohner waren konfessionslos und bei 32 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[2]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Martinskirche im gotischen Stil aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, im 15., 17. und 18. Jahrhundert umgebaut beziehungsweise erneuert. Sehenswert sind Beispiele der gotischen Wandmalerei sowie Holzdecke im Frührenaissance-Stil. Innerhalb der im späten 16. Jahrhundert erbauten Wehrmauer findet man noch einen Holzglockenturm.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Čerín

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor Link: Kleine Geographie des Königreichs Ungarn..., Wien 1817, S. 61
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Čerín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien