Čermany

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Čermany
Wappen Karte
Wappen von Čermany
Čermany (Slowakei)
Čermany
Čermany
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Nitriansky kraj
Okres: Topoľčany
Region: Nitra
Fläche: 10,838 km²
Einwohner: 361 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Höhe: 164 m n.m.
Postleitzahl: 956 08 (Postamt Horné Obdokovce)
Telefonvorwahl: 0 38
Geographische Lage: 48° 28′ N, 18° 2′ OKoordinaten: 48° 28′ 6″ N, 18° 2′ 9″ O
Kfz-Kennzeichen: TO
Kód obce: 542792
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Radovan Bobula
Adresse: Obecný úrad Čermany
č. 6
956 08 Horné Obdokovce
Statistikinformation auf statistics.sk

Čermany (deutsch Tscherman, ungarisch Csermend) ist eine Gemeinde im Westen der Slowakei mit 361 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) und gehört zum Okres Topoľčany, einem Kreis des Nitriansky kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im Mittelteil des Hügellands Nitrianska pahorkatina (Teil des Donauhügellands) am Mittellauf des Baches Perkovský potok im Einzugsgebiet der Nitra. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 190 m n.m. und ist 19 Kilometer von Topoľčany sowie 22 Kilometer von Nitra entfernt.

Nachbargemeinden sind Horné Obdokovce im Norden, Kamanová und Preseľany im Osten, Hruboňovo im Süden, Biskupová im Südwesten und Malé Ripňany im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Čermany wurde zum ersten Mal 1257 als Chermen schriftlich erwähnt, andere überlieferte Namen sind Chermel (1264), Chermen (1285), Churmen (1330), Cschermend (1786), Čermani (1786) und Cžermany (1808). Das Dorf gehörte zum Besitz der Familie Vicsapi, später anderen Besitzern. 1787 zählte man 41 Häuser und 314 Einwohner, 1828 45 Häuser und 315 Einwohner, die in Forst- und Landwirtschaft sowie als Holzschuhmacher beschäftigt waren. 1860 erwarben deutsche Siedler aus dem Königreich Hannover und Großherzogtum Oldenburg von der Familie Splényi das Gut und ließen sich im Ort nieder.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Neutra liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden deutsche Einwohner per Beneš-Dekrete von der Tschechoslowakei ausgewiesen. An diese erinnern seit 2005 ein Gedenkkreuz und eine Gedenktafel am Friedhof.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Čermany 383 Einwohner, davon 359 Slowaken, 22 Russinen, fünf Deutsche und ein Tscheche. 18 Einwohner machten keine Angabe.[1] 347 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche und zwei Einwohner zur evangelischen Kirche A. B.; ein Einwohner war anderer Konfession. Sieben Einwohner waren konfessionslos und bei 26 Einwohnern ist die Konfession nicht ermittelt.[2]

Ergebnisse nach der Volkszählung 2001 (394 Einwohner):

Nach Ethnie:

  • 96,95 % Slowaken
  • 2,79 % Deutsche
  • 0,25 % Polen

Nach Konfession:

  • 96,95 % römisch-katholisch
  • 1,52 % griechisch-katholisch
  • 0,51 % evangelisch
  • 0,51 % keine Angabe
  • 0,51 % konfessionslos

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Mariä-Geburt-Kirche im klassizistischen Stil aus dem Jahr 1796
  • Kapelle am Friedhof

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 nach Ethnie (englisch)
  2. Volkszählung 2011 nach Konfession (englisch) (Memento vom 12. November 2013 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]