Đông Bắc Bộ

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Nordostregion

Đông Bắc Bộ (vietnamesisch für Nordosten) ist eine Region ein Vietnam. Die Region ist ein geografischer Teil des nördlichen Vietnams (Tonkin), wo zum anderen auch die Regionen Tây Bắc Bộ (Nordwesten) und das Delta des Roten Flusses (Đồng Bằng Sông Hồng) dazugehören.

Provinzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen Hauptstadt Bevölkerung (Census vom 1. April 2009) Fläche (km²)
Bắc Giang Bắc Giang 1.594.300 3.827,4 km²
Bắc Kạn Bắc Kạn 301.500 4.868,4 km²
Cao Bằng Cao Bằng 518.900 6.724,6 km²
Hà Giang Hà Giang 683.500 7.945,8 km²
Lạng Sơn Lạng Sơn 746.400 8.331,2 km²
Phú Thọ Việt Trì 1.336.600 3.528,4 km²
Quảng Ninh Hạ Long 1.091.300 6.099,0 km²
Thái Nguyên Thái Nguyên 1.127.200 3.546,6 km²
Tuyên Quang Tuyên Quang 723.300 5.870,4 km²
  • Die zwei Provinzen Lào Cai und Yên Bái werden in der Regel als Teil der Nordwestregion angesehen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg Mẫu Sơn in der Provinz Lạng Sơn
Die Halong-Bucht in der Provinz Quảng Ninh

Die Region ist vor allem sehr alpin geprägt, deren Boden oftmals kalkhaltig ist. Der westliche Teil der Region wird vom Roten Fluss begrenzt, wo es stromaufwärts zu Sedimentablagerungen kommt, wie zum Beispiel Granit, Schiefer und Kalkstein. So kam es zur Entstehung des westlich gelegenen Yunnan-Guizhou-Plateaus. Die meisten der hohen Gebirge sind vor allem in der Nordostregion konzentriert, beispielsweise das Tây Côn Lĩnh- und Kiêu Liêu Ti-Gebirge. Die Grenze zwischen der Nordost- und Nordwestregion ist unter Geografen umstritten, da dort sich entweder der Rote Fluss oder das Hoàng Liên Sơn-Gebirge befindet. Der Norden wird von der Volksrepublik China begrenzt. Südöstlich von der Region lokalisiert sich der Golf von Tonkin und südlich der Tam Đảo und das Delta des Roten Flusses.[1]

Die Volksrepublik China und die Nordostregion Vietnams teilen eine gemeinsame Grenze, die vor allem durch Plateaus geprägt ist, die von Westen nach Osten folgendermaßen heißen: Bắc Hà-Plateau, Quản Bạ-Plateau und das Karstplateau Đồng Văn. Die durchschnittliche Höhe der Plateaus liegt bei ungefähr 1000–1200 m. Das höchste Plateau ist das Karstplateau Đồng Văn mit einer Höhe von 1600 m. Da dieses Karstplatau einem karsthydrologischen System entspricht, spricht man hier von einem Fluviokarst. Ein Fluviokarst kann in vielen Fällen auch ein voll entwickelter Karst sein, hier sind aber zusätzlich fluviale Formen, häufig als Großschluchten oder Klämme, vorhanden, die allochthon in anderen geologischen Formationen entspringen.[2] Des Weiteren gibt es auch einige Ebenen in der Nähe dieser Grenze, beispielsweise die Thất Khê-Ebene, Lạng Sơn-Ebene, Lộc Bình-Ebene und die Cao Bằng-Ebene.[3]

Östlich der Nordostregion befinden sich mehrere niedrige, bogenförmige Erhebungen, die sich in der Reihenfolge von Osten nach Westen wiederfinden: die Antiklinale Sông Gâm, der Berg Ngân Sơn-Yên Lạc, das Massiv Bắc Sơn und das Gebirge Đông Triều, die vor allem die Landschaft der Halong-Bucht prägen.[4] Im Südwesten der Region befinden sich die Provinzen Phú Thọ, Tuyên Quang, Yên Bái und Bắc Giang in den niedrig gelegenen Ebenen, die ungefähr 100–150 m hoch sind.[5]

Das Flusssystem in der Nordostregion ist weit verzweigt. Folgende Flüsse fließen durch diese Region: der Rote Fluss, der Chảy, der , der Gâm, der Cầu, der Thương, der Lục Nam, der Bằng Giang, der Bắc Giang, der Kỳ Cùng und viele weitere. Das angrenzende Südchinesische Meer beinhaltet ungefähr zwei Drittel der Inseln Vietnams, z. B. Cát Bà, Hòn Bà, Hòn Mê, Hòn Ngư etc.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nordostregion entstand vor ca. 600 Millionen Jahren im Ediacarium. Die abwechselnde Regression und Transgression der Küstenlinie im Zuge der Alpidischen Orogenese führte nach dem Wilson-Zyklus dazu, dass das Ozeanbecken vollends geschlossen wird und die (alpinotype) Gebirgsbildung ihren Höhepunkt erreicht (Himalaya-Stadium). Die Überschiebungstektonik hat zu einer enormen Verdickung der beteiligten Erdkruste geführt. Der verdickte Krustenbereich wird durch Massenausgleichsbewegungen ein Stück weit herausgehoben und ein hohes Gebirge entsteht. Die Kontinentalblöcke, die vormals durch das Ozeanbecken getrennt waren, sind nunmehr zu einem größeren Kontinentalblock (Groß- oder Superkontinent) vereint.[6]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl sich die Nordostregion im Ostseitenklima befindet, aber ein weitreichendes Terrain mit hohen Bergen besitzt, führt der Wintermonsun dazu, dass die Luftmassen zum Überströmen eines Gebirges gezwungen sind und somit tritt in der Regel auf der Leeseite ein katabatischer Fallwind auf. Genauso fallen die Sommer ziemlich kühl aus, sodass der Region eher gemäßigte Klimaeigenschaften zuzuordnen wären. In den Provinzen Lào Cai, Hà Giang, Cao Bằng und Lạng Sơn können nach Überschreiten der Schneefallgrenze Temperaturen bis zu 0 °C herrschen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 29–30 (vietnamesisch).
  2. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 36 (vietnamesisch).
  3. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 58 (vietnamesisch).
  4. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 30 (vietnamesisch).
  5. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 31 (vietnamesisch).
  6. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 31–32 (vietnamesisch).
  7. THIÊN NHIÊN PHÂN HÓA ĐA DẠNG. toiyeudialy.blogspot.de, abgerufen am 11. November 2016 (vietnamesisch).

Koordinaten: 21° 27′ N, 106° 8′ O