Łaśmiady

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Łaśmiady
Łaśmiady führt kein Wappen
Łaśmiady (Polen)
Łaśmiady
Łaśmiady
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Stare Juchy
Geographische Lage: 53° 55′ N, 22° 15′ OKoordinaten: 53° 54′ 39″ N, 22° 15′ 1″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 19-330
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Bałamutowo → Łaśmiady
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Łaśmiady (deutsch Laszmiady, 1936 bis 1938 Laschmiady, 1938 bis 1945 Laschmieden) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Stare Juchy (Landgemeinde (Alt) Jucha, 1938 bis 1945 Fließdorf) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Łaśmiady liegt in der östlichen Woiwodschaft Ermland-Masuren – am Westufer des Laszmiaden-Sees (1938 bis 1945: Laschmiedensee, polnisch Jezioro Łaśmiady) sowie am Südufer des Uloffke-Sees (polnisch Jezioro Ułówki). Bis zur Kreisstadt Ełk (deutsch Lyck) sind es zwölf Kilometer in südöstlicher Richtung.

Blick auf den Jezioro Łaśmiady (Laszmiaden-See/Laschmiedensee)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1526 war das Gründungsjahr des Dorfes, das nach 1785 Lasmiaden, bis 1936 Laszmiaden und von 1936 bis 1938 Laschmiaden hieß[1]. Es bestand aus mehreren kleinen Höfen und Gehöften.

Im Jahre 1874 kam der Ort zum neu errichteten Amtsbezirk Alt Jucha[2] (polnisch Stare Juchy), der – 1929 in „Amtsbezirk Jucha“, 1939 in „Amtsbezirk Fließdorf“ umbenannt – bis 1945 bestand und zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Zwischen 1874 und 1945 war Laszmiaden zugleich dem Standesamt (Alt) Jucha (Fließdorf) zugeordnet[3].

124 Einwohner zählte Laszmiaden im Jahre 1910[4]. Im Jahre 1933 waren es nur noch 83[5]. Am 12. Februar 1936 wurde die Namensschreibweise in „Laschmiaden“ verändert, und am 3. Juni (amtlich bestätigt am 16. Juli) des Jahres 1938 erfolgte die Umbenennung in „Laschmieden“. Die Einwohnerzahl sank bis 1939 auf 66[5].

Im Jahre 1945 kam in Folge des Zweiten Weltkrieges das gesamte südliche Ostpreußen und mit ihm Laschmieden zu Polen. Der Name änderte sich in die polnische Form „Łaśmiady“. Das Dorf ist heute Sitz eines Schulzenamtes[6] (polnisch Sołectwo) und somit eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Stare Juchy ((Alt) Jucha, 1938 bis 1945 Fließdorf) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 war Laszmiaden/Laschmiaden resp. Laschmieden in die evangelische Kirche Jucha[7] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Lyck[3] (polnisch Ełk) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Łaśmiady katholischerseits zur Pfarrei Straduny (Stradaunen) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in der Kreisstadt Ełk (Lyck), einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz (Johannisburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Naturdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsgebiet steht eine Silber-Weide (polnisch Wierzba biała) mit einem Stammumfang von 770 cm. Ein Hinweisschild weist sie als Naturdenkmal aus: „Stara wierzba“ w 2015 roku[8].

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Łaśmiady ist von Bałamutowo (Ballamutowen, 1934 bis 1945 Giersfelde) aus auf direktem Wege zu erreichen. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Laschmieden
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Alt Jucha/Jucha/Fließdorf
  3. a b Laszmiaden bei GenWiki
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Lyck
  5. a b Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Lyck
  6. Gmina Stare Juchy: Wykaz Sołectwo i Sołtysów
  7. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493
  8. Dziennik Urzędowy vom 20. Juli 2015