Łaziska Górne

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Łaziska Górne
Wappen von Łaziska Górne
Łaziska Górne (Polen)
Łaziska Górne
Łaziska Górne
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Mikołów
Fläche: 20,00 km²
Geographische Lage: 50° 9′ N, 18° 51′ OKoordinaten: 50° 9′ 0″ N, 18° 51′ 0″ O
Einwohner: 22.382
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 43-170 bis 43-173
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SMI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KatowiceRybnik
TychyOrzesze
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 22.382
(30. Jun. 2015)[1]
Gemeindenummer (GUS): 2408011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Aleksander Wyra
Adresse: pl. Ratuszowy 1
43-170 Łaziska Górne
Webpräsenz: www.laziska.um.gov.pl



Rathaus in Ober Lazisk

Łaziska Górne [waˈʑiska ˈgurnɛ] (deutsch Ober Lazisk, oberschlesisch Gůrne Łaźiska) ist eine Stadt mit 22.000 Einwohnern in Polen. Sie liegt 5 km südwestlich von Mikołów im oberschlesischen Steinkohlenrevier und gehört dem Powiat Mikołowski in der Woiwodschaft Schlesien an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Ort im Plesser Land wurde etwa zu Beginn des 14. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet und war jünger als das Nachbardorf Mittel Lazisk. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Ober Lazisk ein unbedeutendes Bauerndorf, in dem lediglich seit etwa 1680 eine Glashütte betrieben wurde, die am 24. Juni 1738 zerstört wurde, als der Ort durch eine Windhose schwere Schäden erlitt. Dieses Ereignis wurde in Form von fortgewehten Blättern in einem Siegel von 1760 erstmals aufgegriffen, das später als Wappen der Stadt angenommen wurde.

1839 begann auch der Steinkohlenbergbau in Ober Lazisk, nach dem bereits seit 1779 in Nieder Lazisk Kohle gefördert wurde. Die Grube Augustenfreude stand aber nicht lange im Betrieb, 1842 wurde sie wieder aufgenommen und 1850 folgte die Brade-Grube. Am 30. Dezember 1856 nahm die Eisenbahn von Nikolai nach Orzesche über Ober Lazisk ihren Betrieb auf, 1883 wurde die Strecke nach Tichau eröffnet.

Im Jahre 1893 erfolgte die Weihe der katholischen Kirche.

Die Grube Augustenfreude war 1895 ausgekohlt, im Jahre 1914 begann die Prinzengrube mit der Förderung. Ober Lazisk wuchs zu einer ansehnlichen Siedlung für Bergarbeiter, von denen einige Mitarbeiter aus Polen eingewandert waren. 1917 entstand ein Elektrizitätswerk und eine Hütte bei der Prinzengrube.

Einige Spitzel und einige polnischen Bergleute von Ober Lazisk stürmten und besetzten vom 19.–25. August 1920 während des zweiten polnischen Aufstandes in Oberschlesien unter Führung von Korfanty den Polizeiposten in Nikolai. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien vom 20. März 1921 votierten 84,6 % der abgegebenen Stimmen für Polen. 1922 kam das Dorf im Landkreis Pleß zum polnischen Ostoberschlesien und wurde nach dem Polenfeldzug 1939 wieder in das Deutsche Reich eingegliedert. Während des Zweiten Weltkriegs folgte der Entschluss, Ober-Lazisk in Prinzengrube umzubenennen. Die Umbenennung kam jedoch nicht mehr zustande.

1945 wurde der allergrößte Teil der angestammten deutschen Bevölkerung vertrieben. Einige konnten jedoch bleiben, mussten aber die polnische Staatsangehörigkeit annehmen und durften sich nicht zu ihrer deutschen Herkunft bekennen.

Ober Lazisk (Laziska Górne) war vor Ende des Krieges zumeist deutsch/preußisch geprägt. Vor 1918 war der Großteil entweder angestammter deutscher Volkszugehörigkeit oder aber Oberschlesier. Vor 1922 bestand nur eine kleine Minderheit in Ober-Lazisk aus Polen. Wie in eigentlich allen Siedlungen in Oberschlesien trifft man auch hier auf eine ganze Reihe von oft polonisierten deutschen Nachnamen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Łaziska Górne polnisch und der Umbau zu einem Industriestandort begann. Einer 1949 errichteten weiteren Hütte folgten 1954 ein großes Betonwerk für Fertigbauteile sowie ein Chemisches Werk. Łaziska Górne erhielt 1951 Stadtrecht.

Bei der Gemeindegebietsreform von 1973 wurde Łaziska Średnie (Mittel Lazisk), das seit dem 13. November 1964 den Status einer stadtartigen Siedlung besaß, einschließlich des Ortsteiles Łaziska Dolne (Nieder Lazisk) sowie Teilen von Mokre (Mokrau) eingemeindet. Dadurch vergrößerte sich die Stadt von 10,69 km² auf 20 km² Fläche.

Zur Stadtgemeinde gehört noch der Ort Zgoń (Zgoin).

In den letzten Jahren kam es zu größeren Entlassungen im Steinkohlenbergbau von Łaziska Górne und Demonstrationen von Bergleuten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1783: 187 Einwohner
1825: 493
1885: 1.674 zzgl. 434 im Gutsbezirk
1905: 1.948 zzgl. 627 im Gutsbezirk
1931: 5.400
1961: 8.428
1970: 10.794

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Sitz des Computerspeicherherstellers Wilk Elektronik.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Łaziska Górne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.