Łuków

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Łuków
Wappen von Łuków
Łuków (Polen)
Łuków
Łuków
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Landkreis: Łuków
Fläche: 35,75 km²
Geographische Lage: 51° 56′ N, 22° 23′ O51.92722222222222.383333333333Koordinaten: 51° 55′ 38″ N, 22° 23′ 0″ O
Einwohner: 30.698
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 21-400 bis 21-410
Telefonvorwahl: (+48) 25
Kfz-Kennzeichen: LLU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 63 (DK 63)
DK 76
Droga wojewódzka 806, DW 807, DW 808
Schienenweg: Siedlce–Terespol
Łuków–Dęblin
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde & Landgemeinde
Einwohner: 30.698
(30. Jun. 2014)[1]
Gemeindenummer (GUS): 0611011
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Dariusz Szustek[2]
Adresse: ul. Piłsudskiego 17
21-400 Łuków
Webpräsenz: www.lukow.pl/index.php



Łuków [ˈwukuf] ist eine Stadt in der Woiwodschaft Lublin, Polen. Sie ist zugleich Sitz des Powiat Łukowski und bildet eine Stadtgemeinde. Sie ist auch Sitz der Landgemeinde Łuków, der sie aber nicht angehört.

Uhr auf dem Platz der Freiheit und Solidarität in Łuków

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Łuków

Łuków liegt 76 km nördlich von Lublin und 27 km südlich von Siedlce am Flüsschen Krzna Południowa.

Der Bahnhof Łuków ist Knotenpunkt der Bahnstrecke Warszawa–Brest mit der Bahnstrecke Łuków–Radom und der Güterstrecke Pilawa–Łuków und der Bahnstrecke Łuków–Lublin, die von Łuków ein Stück wieder im Güterverkehr betrieben wird, während das nächste Stück stillgelegt ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die genaue Gründungszeit des Ortes ist nicht bekannt. Allerdings war der Ort 1233 Sitz eines Burgvogtes. Durch seine grenznahe Lage war der Ort von strategischer Bedeutung. 1241 und 1244 wurde der Ort von den Tataren überfallen und zerstört. 1369 erhielt der Ort sein Recht als freier Ort durch Kasimir den Großen. Das Stadtrecht wurde am 23. Juni 1403 nach Magdeburger Recht vergeben. Das Handwerk und der Handel verhalfen der Stadt im 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu seiner größten Blüte. 1526 erhielt die Stadt sogar das Recht einen eigenen Gesandten in den Sejm zu schicken. Die Kriege gegen die Kosaken von 1648 bis 1654 und gegen die Schweden von 1655 bis 1660 stoppten die Entwicklung der Stadt.

Nach den Zerstörungen erhielt der Ort 1775 wieder den Sitz eines Burgvogtes. 1795 wurde die Stadt Teil des Habsburger Reiches. 1809 wurde der Ort Teil des Großherzogtums Warschau und 1815 von Kongresspolen. 1866 wurde der Ort an das Schienennetz von Warschau nach Brest angeschlossen. 1939 lebten in der Stadt 12.785 Menschen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde in der Stadt ein Ghetto errichtet, in dem vor allem Juden, sowohl aus der Stadt selbst als auch aus anderen Städten, leben mussten. Sie wurden zum Teil direkt im Ghetto ermordet oder später in das Vernichtungslager Treblinka oder das KZ Majdanek deportiert. Am 23. Juli 1944 erreichte die Rote Armee den Ort. Am 24. und 25. Juli wurde der Ort von den Deutschen noch einmal bombardiert und war so zum Ende des Krieges zu 80 % zerstört. 1945 lebten gerade noch etwa 7.900 Menschen in der Stadt. 1975 verlor Łuków seinen Sitz als Powiat und gehörte bis 1998 zur Woiwodschaft Siedlce.[3]Ab 1999 war der Ort wieder Sitz des Powiat und Teil der Wojewodschaft Lublin.

Name[Bearbeiten]

Der Name des Ortes leitet sich von den polnischen Wörtern łęg (feuchter Wiesengrund) und łuk (Bogen) ab, was die Gegend zur Zeit der Gründung des Ortes beschreibt.[4]

Gemeinde[Bearbeiten]

Stadtgemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt Łuków bildet eine eigenständige Stadtgemeinde (gmina miejska).

Landgemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Łuków hat eine Fläche von 308,32 km². Zu ihr gehören folgende 36 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Aleksandrów
Biardy
Czerśl
Dąbie
Dminin
Gołaszyn
Gołąbki
Gręzówka
Jadwisin
Jeziory
Karwacz
Klimki
Kownatki
Krynka
Ławki
Łazy
Malcanów
Podgaj
Role
Ryżki
Rzymy-Las
Rzymy-Rzymki
Sięciaszka Druga
Sięciaszka Pierwsza
Strzyżew
Suchocin
Suleje
Szczygły Dolne
Szczygły Górne
Świdry
Turze Rogi
Wagram
Wólka Świątkowa
Zalesie
Zarzecz Łukowski
Żdżary

Weitere Orte der Landgemeinde sind:

Dąbrówka
Gręzówka-Kolonia
Jata
Jata Druga
Jata Pierwsza
Kantor
Klimki (osada leśna)
Krzywobór
Lasek
Nowa Gręzówka
Nowinki
Podgłębinie
Podlipie
Sięciaszka Trzecia
Topór
Widok
Zabrodzie
Zimna Woda
Żdżary (osada)

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Łuków – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  2. Website der Gemeinde, Władze Miasta Łuków, abgerufen am 12. März 2015
  3. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)
  4. Geschichte von Łuków (polnisch, abgerufen am 23. Dezember 2012)