Śmigiel

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Dieser Artikel behandelt die Stadt in Polen. Zum polnischen Weihbischof siehe Wiesław Śmigiel.
Śmigiel
Wappen von Śmigiel
Śmigiel (Polen)
Śmigiel
Śmigiel
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Kościan
Fläche: 5,30 km²
Geographische Lage: 52° 1′ N, 16° 31′ O52.00916666666716.518611111111Koordinaten: 52° 0′ 33″ N, 16° 31′ 7″ O
Einwohner: 5594
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 64-030
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PKS
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 48 Ortschaften
37 Schulzenämter
Fläche: 189,89 km²
Einwohner: 17.750
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3011053
Verwaltung (Stand: 2006)
Gemeindevorsteher: Wiktor Snela
Adresse: pl.Wojska Polskiego 6
64-030 Śmigiel
Webpräsenz: www.smigiel.pl



Śmigiel (deutsch Schmiegel)[2] ist eine Stadt und Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Kościański der polnischen Wojewodschaft Großpolen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schmiegel südwestlich der Stadt Posen und südwestlich der Stadt Kosten auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Kirche in Śmigiel

In einer Urkunde von 1438 heißt der Ort Smigel. Die Gegend war schon früh besiedelt: im Bereich der Stadt sind Begräbnisstätten aus heidnischer Zeit gefunden worden. Die aus einem Dorf hervorgegangene Ortschaft soll schon vor 1400 Stadtrechte gehabt haben. Im Jahr 1458 musste die Stadt sieben Krieger gegen die Deutschordensritter stellen.[3]

Im 19. Jahrhundert gehörte die Stadt Schmiegel der Herzogin von Sagan v. Acerenza-Pignatelli, geb. Prinzessin Biron von Curland.[3][4]

Von 1887 bis 1918 war Schmiegel Kreissitz des preußischen Landkreises Schmiegel in der Provinz Posen. Nach dem Ersten Weltkrieg musste Schmiegel aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden.

Nach der deutschen Besetzung 1939 und der Wiedereingliederung in das Deutsche Reich befand sich die Stadt bis 1945 im Landkreis Kosten, Reichsgau Wartheland.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schmiegel im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde die Stadt der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben. In der Folgezeit wurden die deutschen Bewohner von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

  • 1800: 2125, davon 235 Juden[3]
  • 1843: 2884[3]
  • 1875: 3348[5]
  • 1880: 3588[5]
  • 1890: 3882, davon 1546 Evangelische, 2142 Katholiken und 194 Juden[5]

Gemeinde[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Śmigiel gehören neben der Stadt weitere 37 Ortsteile (deutsche Namen amtlich bis 1945)[6] mit einem Schulzenamt:

  • Bielawy (Bielawy)
  • Bronikowo (Bronikowo)
  • Brońsko (Bronsko)
  • Bruszczewo
  • Chełkowo
  • Czacz (Schatz)
  • Czaczyk
  • Glińsko
  • Gniewowo (Gniewowo)
  • Jezierzyce
  • Karmin (Karmin)
  • Karśnice
  • Koszanowo
  • Księginki (Ksienginki)
  • Machcin
  • Morownica (Murkwitz)
  • Nietążkowo (Nitsche)
  • Nowa Wieś
  • Nowe Szczepankowo
  • Nowy Białcz
  • Olszewo
  • Parsko
  • Poladowo
  • Przysieka Polska
  • Robaczyn
  • Sierpowo (Zirpe)
  • Spławie
  • Stara Przysieka Druga
  • Stara Przysieka Pierwsza
  • Stare Bojanowo (Alt Boyen)
  • Stary Białcz
  • Wonieść (Woynitz)
  • Wydorowo
  • Zygmuntowo
  • Żegrowo
  • Żegrówko
  • Żydowo

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

  • Brzeziny
  • Jeligowo
  • Karpisz
  • Nadolnik
  • Nowy Świat
  • Podśmigiel
  • Prętkowice
  • Sikorzyn
  • Skoraczewo (Wiesenthal)
  • Smolno
  • Stare Szczepankowo

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 436–438.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Śmigiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 28. November 2014.
  2. Vgl. Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland, Nr. 62 vom 18. Mai 1943
  3. a b c d Wuttke (1864), S. 436–438.
  4. Eduard Peters: Die Herrschaft Nitsche. In: Annalen der Landwirthschaft in den Königlich Preußischen Staaten. Band 46, Berlin 1865, S. 136–166., insbesondere S. 138 ff.
  5. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/pos_schmiegel.html
  6. Das Genealogische Orts-Verzeichnis