Şırnak

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Şırnak
Wappen fehlt
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Şırnak (Türkei)
Red pog.svg
Sirnak-tr-2490.jpg
Sirnak im Abendlicht, im Hintergrund die Cudi-Bergkette
Basisdaten
Provinz (il): Şırnak
Koordinaten: 37° 31′ N, 42° 28′ OKoordinaten: 37° 30′ 59″ N, 42° 27′ 40″ O
Höhe: 1650 m
Einwohner: 63.047[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 486
Postleitzahl: 73 000
Kfz-Kennzeichen: 73
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: unter Aufsicht des Türkischen Innenministeriums stehend
Webpräsenz:
Landkreis Şırnak
Einwohner: 91.573[1] (2014)
Fläche: 1.864 km²
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²

Şırnak (kurdisch Şirnex) ist eine türkische Stadt in der Region Südostanatolien. Es ist eine sehr alte Stadt, erste Besiedelungsanzeichen reichen mehrere Jahrtausende zurück.

Bis vor dem Konflikt im Jahr 2016 hatte die Stadt 63.047 Einwohner (Volkszählung 2014), davon die Mehrheit Kurden. Die Stadt ist seit 1990 Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Şırnak und liegt nahe dem Dreiländereck Türkei/Syrien/Irak in einer gebirgigen Region. Südlich von Şırnak liegt der Berg Cudi und westlich der Berg Gabar. Şırnak liegt auf 1.350 m über dem Meeresspiegel und hat keine historische Bausubstanz.

Seit 2013 hat Şırnak den Şerafettin-Elçi-Flughafen, der von Turkish Airlines angeflogen wird.

Der Name Şırnak soll sich laut einer verbreiteten Volksetymologie von Şehr-i Nuh ableiten, was übersetzt Noachs Stadt heißt. Daraus wurde dann Şerneh und dann Şırnak. Der Berg Cudi gilt nach dem Koran als Anlegeort der Arche Noah. Die Herleitung von dem armenischen Wort Sirunak („schön“) ist umstritten.

Konflikte zwischen Militär und PKK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. August 1992 brachen Kämpfe aus, zwischen der türkischen Polizei und dem Militär auf der einen Seite und der PKK auf der anderen Seite. Das Militär bombardierte die Stadt und ein Großteil der Einwohner floh. Als die Kämpfe nach drei Tagen endeten zählte man etwa 150 Tote.[2]

Am 13. März 2016 startete eine türkische Mitlitäroperation gegen die PKK. Nach acht Monaten wurde die Ausgangssperre aufgehoben. Viele Stadtviertel wurden zerstört und etwa 60.000 Einwohner vertrieben.[3]

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Şırnak (1350 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
90
 
6
-2
 
 
130
 
6
-1
 
 
113
 
11
3
 
 
95
 
16
8
 
 
47
 
22
13
 
 
3.8
 
29
19
 
 
2.7
 
34
23
 
 
0.2
 
33
23
 
 
4.9
 
29
18
 
 
43
 
21
12
 
 
84
 
14
5
 
 
96
 
8
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Şırnak (1350 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,9 6,4 11,1 16,3 22,2 29,2 33,6 33,4 28,7 21,4 13,6 8,2 Ø 19,2
Min. Temperatur (°C) -1,5 -1,2 3,0 7,5 12,6 19,0 22,9 23,0 18,4 12,1 5,1 0,5 Ø 10,2
Temperatur (°C) 1,7 2,6 7,1 12,0 17,6 24,5 28,7 28,5 23,4 16,8 8,9 4,3 Ø 14,7
Niederschlag (mm) 90,3 130,1 112,9 95,2 47,2 3,8 2,7 0,2 4,9 42,5 84,3 95,8 Σ 709,9
Regentage (d) 8,4 9,8 10,0 10,7 7,5 1,9 0,6 0,4 0,9 6,4 6,8 9,0 Σ 72,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,9
-1,5
6,4
-1,2
11,1
3,0
16,3
7,5
22,2
12,6
29,2
19,0
33,6
22,9
33,4
23,0
28,7
18,4
21,4
12,1
13,6
5,1
8,2
0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
90,3
130,1
112,9
95,2
47,2
3,8
2,7
0,2
4,9
42,5
84,3
95,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 14. Juni 2015 im Internet Archive); abgerufen 12. Juni 2015
  2. Christopher de Bellaigue: Rebel Land Seite 231
  3. 80 Prozent der Stadt Şırnak dem Erdboden gleichgemacht. (derstandard.at [abgerufen am 20. Oktober 2017]).