Žagarė

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Žagarė
Wappen
Wappen
Staat: Litauen Litauen
Bezirk: Šiauliai
Rajongemeinde: Joniškis
Gegründet: 1633
Koordinaten: 56° 22′ N, 23° 15′ OKoordinaten: 56° 22′ N, 23° 15′ O
 
Einwohner (Ort): 2.028 (2005)
Zeitzone: EET (UTC+2)
Žagarė (Litauen)
Žagarė
Žagarė

Žagarė (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i; deutsch Schagarren, auch Szagarren) ist eine Stadt in Litauen. Die Kommune ist Litauens Vertreter in der European Charter – Villages of Europe, eine Gruppe ländlicher Gemeinden aus allen 28 EU-Ländern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Žagarė gehört zur Rajongemeinde Joniškis im Bezirk Šiauliai, einem Verwaltungsbezirk im Norden Litauens. Auf einer Fläche von 5 km² leben in Žagarė 2064 Einwohner (2010).

Die Stadt liegt direkt an der nördlich verlaufenden Grenze zu Lettland. Žagarė liegt an der Svēte (dt: Schwete), einem linken Nebenfluss der Lielupe. In einem Moor bei Žagarė entspringt die Mūša, ein Fluss in Litauen und Lettland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park in Žagarė wurde wesentlich von dem deutschen Gartenarchitekten Georg Kuphaldt (1853–1938) geprägt. Ursprünglich wurde er von Katharina die Große ihrem letzten Liebhaber Platon Subow vermacht. Dieser gab den Park an die Adelsfamilie Naryschkin weiter. Er wird daher auch Naryschkin-Park genannt. Rose Zwi berichtet in ihrem Buch "Letzter Spaziergang Naryshkin Park" ausführlich über das Massaker vom 2. Oktober 1941 durch die Einsatzgruppe A.

2015 war Žagarė die Kulturhauptstadt Litauens.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hepstedt in Niedersachsen und Lassee in Niederösterreich sind zwei der 28 Partnergemeinden im Rahmen der European Charter – Villages of Europe, eine Gruppe ländlicher Gemeinden aus allen 28 EU-Ländern.

Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rose Zwi: Letzter Spaziergang Naryshkin Park - Reise in eine fremde Heimat (Eine Familiengeschichte der Autorin über das Massaker vom 2. Oktober 1941 dem jüdischen Jom Kippur Fest und ihrer dabei getöteten Familie) ISBN 3-934703-77-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]