(2361) Gogol

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Asteroid
(2361) Gogol
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 23. Mai 2014 (JD 2.456.800,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie Themis-Familie
Große Halbachse 3,1385 AE
Exzentrizität 0,1432
Perihel – Aphel 2,6891 AE – 3,5880 AE
Neigung der Bahnebene 1,6223°
Länge des aufsteigenden Knotens 42,9968°
Argument der Periapsis 85,3264°
Siderische Umlaufzeit 5,56 a
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 16,82 km/s
Physikalische Eigenschaften
Absolute Helligkeit 12,0 mag
Geschichte
Entdecker Nikolai Tschernych
Datum der Entdeckung 1. April 1976
Andere Bezeichnung 1976 GQ1, 1929 WJ, 1968 UB1, 1970 EK1, 1976 JE
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(2361) Gogol ist ein Asteroid des äußeren Hauptgürtels, der von dem sowjetischen Astronomen Nikolai Tschernych am 1. April 1976 am Krim-Observatorium in Nautschnyj (IAU-Code 095) entdeckt wurde. Unbestätigte Sichtungen des Asteroiden hatte es vorher schon am 27. November 1929 unter der vorläufigen Bezeichnung 1929 WJ am Lowell-Observatorium in Arizona, im Oktober 1968 (1968 UB1) am Krim-Observatorium in Nautschnyj und am 2. März 1970 (1970 EK1) am chilenischen Observatorio Cerro El Roble gegeben.[1]

Der Asteroid gehört der Themis-Familie an, einer Gruppe von Asteroiden, die nach (24) Themis benannt wurde. Nach der SMASS-Klassifikation (Small Main-Belt Asteroid Spectroscopic Survey) wurde bei einer spektroskopischen Untersuchung[2] von Gianluca Masi, Sergio Foglia und Richard P. Binzel bei (2361) Gogol von einer dunklen Oberfläche ausgegangen, es könnte sich also, grob gesehen, um einen C-Asteroiden handeln.[3]

(2361) Gogol wurde am 28. März 1983 nach dem russischen Schriftsteller Nikolai Gogol (1809–1852) benannt.[4] 1985 wurde ebenfalls ein Einschlagkrater auf der südlichen Hemisphäre des Planeten Merkur nach Nikolai Gogol benannt: Merkurkrater Gogol.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Observationen von (2361) Gogol auf minorplanetcenter.net (englisch)
  2. Gianluca Masi, Sergio Foglia, Richard P. Binzel: Search for Unusual Spectroscopic Candidates Among 40313 minor planets from the 3rd Release of the Sloan Digital Sky Survey Moving Object Catalog. (englisch)
  3. Unterteilung von Asteroiden nach S-types, C-types und V-types (englisch)
  4. Dictionary of Minor Planet Names. Springer-Verlag, Berlin 2003, 5. Auflage, ISBN 3-540-00238-3. Seite 192 (englisch)
  5. Daten und Benennung des Merkurkraters Gogol auf planetarynames.wr.usgs.gov (englisch)