(3231) Mila

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Asteroid
(3231) Mila
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 4. November 2013 (JD 2.456.600,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtelasteroid
Große Halbachse 2,4461 AE
Exzentrizität 0,1264
Perihel – Aphel 2,1369 AE – 2,7553 AE
Neigung der Bahnebene 6,3820°
Länge des aufsteigenden Knotens 324,4254°
Argument der Periapsis 53,9718°
Siderische Umlaufzeit 3,83 a
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 19,05 km/s
Physikalische Eigenschaften
Absolute Helligkeit 13,2 mag
Spektralklasse C[1]
Geschichte
Entdecker Ljudmyla Schurawlowa
Datum der Entdeckung 4. September 1972
Andere Bezeichnung 1972 RU2, 1949 QJ1, 1949 QN1, 1955 EL, 1972 QJ
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(3231) Mila ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der von der sowjetischen Astronomin Ljudmyla Schurawlowa am 4. September 1972 am Krim-Observatorium in Nautschnyj (IAU-Code 095) entdeckt wurde. Unbestätigte Sichtungen des Asteroiden hatte es vorher schon mehrere gegeben: unter anderem am 21. August 1949 (1949 QJ1), 27. August 1949 (1949 QN1) und 14. März 1955 (1955 EL) am Goethe-Link-Observatorium in Indiana.[2]

Mittlere Sonnenentfernung (große Halbachse), Exzentrizität und Neigung der Bahnebene des Asteroiden entsprechen grob der Vesta-Familie, einer großen Gruppe von Asteroiden, benannt nach (4) Vesta, dem zweitgrößten Asteroiden und drittgrößten Himmelskörper des Hauptgürtels. Nach der SMASS-Klassifikation (Small Main-Belt Asteroid Spectroscopic Survey) wurde bei einer spektroskopischen Untersuchung[3] von Gianluca Masi, Sergio Foglia und Richard P. Binzel bei (3231) Mila von einer dunklen Oberfläche ausgegangen, es könnte sich also, grob gesehen, um einen C-Asteroiden handeln.[4] Zu demselben Ergebnis war David J. Tholen 1994 gekommen.

(3231) Mila wurde am 31. Mai 1988 nach der sowjetischen Eiskunstläuferin Ljudmila Alexejewna Pachomowa (1946–1986) benannt, die im Eistanzen Weltmeisterin, Europameisterin und Olympiasiegerin war. Der Marskrater Mila hingegen wurde 1976 nach der algerischen Stadt Mila benannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Master list of well classified asteroids (englisch)
  2. Observationen von (3231) Mila auf minorplanetcenter.net (englisch)
  3. Gianluca Masi, Sergio Foglia, Richard P. Binzel: Search for Unusual Spectroscopic Candidates Among 40313 minor planets from the 3rd Release of the Sloan Digital Sky Survey Moving Object Catalog. (englisch)
  4. Unterteilung von Asteroiden nach S-types, C-types und V-types (englisch)
  5. Daten und Benennung des Marskraters Mila auf planetarynames.wr.usgs.gov (englisch)