(65803) Didymos

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Asteroid
(65803) Didymos
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 9. Dezember 2014 (JD 2.457.000,5)
Orbittyp Erdnaher Asteroid, PHA
Große Halbachse 1,6444 AE
Exzentrizität 0,384
Perihel – Aphel 1,013 AE – 2,276 AE
Neigung der Bahnebene 3,408°
Länge des aufsteigenden Knotens 73,2333°
Argument der Periapsis 319,25°
Siderische Umlaufzeit 2,11 a
Physikalische Eigenschaften
Absolute Helligkeit 18,0 mag
Spektralklasse SMASSII: Xk
Geschichte
Entdecker Spacewatch
Datum der Entdeckung 11. April 1996
Andere Bezeichnung 1996 GT
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(65803) Didymos (1996 GT) ist ein erdnaher Doppelasteroid. Didymos wurde als Zielobjekt für die ESA-NASA-Mission AIDA (Asteroid Impact & Deflection Assessment) im Jahr 2022 ausgewählt.[1] Ziel ist es, Techniken und Technologien für eine Asteroidenabwehr zu erproben und die Umlaufbahn des kleineren der beiden Körper, der informell als Didymoon bezeichnet wird, leicht zu verändern.[2][3][4]

Der Asteroid wurde am 11. April 1996 im Rahmen des Spacewatch-Projektes am Kitt Peak National Observatory von Joe Montani entdeckt. Er hat einen Durchmesser von ca. 800 m. Am 20. November 2003 wurde festgestellt, dass der Asteroid einen Mond von circa 170 Metern Durchmesser hat, der ihn in circa 1,1 km Entfernung umkreist.[5] Der Begleiter erhielt die vorläufige Bezeichnung S/2003 (65803) 1. Aufgrund seiner Natur als Doppelasteroid erhielt er im Jahr 2004 offiziell den Namen Didymos, dem griechischen Wort für Zwilling.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Asteroid Impact & Deflection Assessment (AIDA) (Memento vom 7. Juni 2015 im Internet Archive) auf esa.int.
  2. Asteroidenabwehr – ein Testversuch wird konkreter raumfahrer.net.
  3. ESA’s planetary defence test set for 2020 esa.int, abgerufen am 13. April 2015.
  4. Einschlag auf „Didymoon“: ESA und NASA testen Asteroiden-Abwehr. heise online, abgerufen am 11. Januar 2016.
  5. Der Mond von (65803) Didymos auf johnstonsarchive.net (englisch).
  6. NASA:65803 Didymos (1996 GT). In: NASA. 14. Juli 2004, abgerufen am 10. Juli 2017.