1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109

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1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109
Aktiv 23. März 1803 bis 1918
Land Preussen KonigreichKönigreich Preußen/Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Grenadiere
Unterstellung XIV. Armee-Korps
Historische Stationierungsorte u. a. Karlsruhe
Farben Bunter Rock: rote schwedische Ärmelaufschläge mit weißen Litzen, ab 30. Oktober 1852 weiße Schulterstücke mit roter Krone, silberne badisches Garde-Emblem

Das 1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 war ein Infanterieverband der Preußischen Armee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 wurde am 23. März 1803 gegründet und war die gesamte Zeit über dem XIV. Armee-Korps, der 28. Division und der 55. Infanterie-Brigade unterstellt.

Karl Friedrich, der Markgraf der Markgrafschaft Baden errichtete 1803 dieses Regiment mit zwei Grenadierkompanien sowie zwei Bataillons zu je vier Kompanien. 1806 schieden die Grenadierkompanien aus dem Verband des Regiments aus. 1808 wurden nach französischem Muster bei jedem Bataillon sechs Kompanien hinzugefügt.

1812 wurde ein drittes Bataillon als Depot gebildet; das Regiment ging im Russischen Kaiserreich bis auf geringe Reste verloren und wurde 1813 neu aufgefüllt, wieder zwei Bataillons zu je sechs Kompanien.

1847 wurde das Regiment mit drei Bataillons zu je vier Kompanien umgeformt. Am 14. Juli 1849 wurden sämtliche badische Truppenteile für ausgelöst erklärt, mit Ausnahme des ersten Bataillons des Regiments. 1850 wurden die badischen Regimenter neu geordnet, dieses bestand aus vier Kompanien.

1851 wurde eine Schützen-Abteilung zu zwei Kompanien eingeführt. Am 22. Oktober 1852 wurde das Regiment abermals neu geordnet und Regimentsverbände gegründet; das I. und VI. Bataillon bildeten das 1. Infanterie (Grenadier)-Regiment.

Am 24. März 1868 wurden die 13. und 14. Kompanie an das Regiment Nr. 111 abgegeben und die Halbbataillons auf vier Kompanien ergänzt. Am 1. Juli 1871 trat die am 25. November 1870 zwischen Preußen und Baden geschlossene Militärkonvention in Kraft; nach dieser wurde das badische Kontingent ein unmittelbarer Bestandteil der deutschen bzw. preußischen Armee.

Am 1. April 1881 wurde die 6. Kompanie an das Regiment Nr. 97, am 1. April 1887 die 8. Kompanie an das Regiment Nr. 113 und am 1. April 1897 das IV. Bataillon an das Regiment Nr. 169 abgegeben.

Am 2. Oktober 1893 wurde ein IV. (Halb-)Bataillon gebildet.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ab 1803: Mannheim
  • 30. Juni 1809: Auch die beiden Depot-Kompanien in Mannheim
  • 1814: III. (Depot-)Bataillon in Karlsruhe
  • Oktober 1814 bis 1849: Mannheim
  • 30. Januar 1851: Karlsruhe (daneben 1893/94 Durlach).
  • Die Großherzoglich-Badische Unteroffizierschule in Ettlingen (bestand 1870 bis 1871) war dem Regiment organisatorisch angegliedert.

Benennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ab 1803 nach seinem Chef, (dem Prinzen Carl, bis zu dessen Thronbesteigung 10. Juni 1811)
  • 23. März 1803: Regiment Erbprinz
  • 3. Mai 1803: Regiment Kurprinz
  • 21. August 1806: Regiment Erbgroßherzog
  • 10. Juni 1811: Linien-Infanterie Regiment (vacant) Nr. 2
  • 1813 erklärte sich Großherzog Carl wieder zum Chef, das Regiment hieß nun Infanterie Regiment Großherzog Nr. 3
  • ab 1821: nach seinen Chefs
  • 17. Juli 1849: Infanterie-Bataillon
  • 1. Februar 1850: I. Infanterie-Bataillon
  • 22. Oktober 1852: I. Infanterie (Grenadier) Regiment
  • 20. September 1856: (1.) Leib-Grenadier Regiment (bis 1. Juli 1871 führten die Truppenteile die Bezeichnung Großherzoglich Badische)
  • ab 1. Juli 1871 an fällt die Bezeichnung „Großherzoglich Badisch“ infolge der Konvention mit Preußen fort
  • 1. Juli 1871: Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109.

Stammnummer:

  • 23. März 1803 bis 1808: Nr. 3
  • 15. Juni 1808 bis 1813: Nr. 2
  • 1813 bis 1830: Nr. 3
  • 12. April 1830 bis 1849: Nr. 4.

Regimentschefs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mitglied es Rheinbunds kämpfte es im Dritten Koalitionskrieg 1805 gegen das Kaisertum Österreich, im Vierten Koalitionskrieg 1806/07 gegen das Königreich Preußen und im Fünften Koalitionskrieg 1809 abermals gegen das Kaisertum Österreich. 1812 nahm es als Teil der Badener im Russlandfeldzug 1812 am Russlandfeldzug 1812 teil. 1848/49 kämpfte das Regiment in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark und 1866 im Deutschen Krieg als Teil des Deutschen Bunds gegen das Königreich Preußen. 1870/71 kämpften die Soldaten des Regiments im Deutsch-Französischen Krieg.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. August 1914 wurde das Regiment wurde gemäß dem Mobilmachungsplan mobilisiert. Neben dem ins Feld rückende Regiment stellte es ein Ersatzbataillon zu vier Kompanien sowie zwei Rekruten-Depots auf. Am 1. September 1918 erhielt das Regiment eine eigene Minenwerfer-Kompanie, die aus Teilen der Minenwerfer-Kompanie Nr. 28 gebildet wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diverse Autoren: Gren.R 109. (HTML) Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109. In: wiki-de.genealogy.net. GenWiki, 28. April 2019, S. 4, abgerufen am 23. November 2019.