1. VC Wiesbaden

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1. VC Wiesbaden
Logo
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Gründung 1977
Adresse Diltheystraße 3
65203 Wiesbaden-Biebrich
Geschäftsführerin Nicole Fetting
Homepage http://www.vc-wiesbaden.de
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
Trainer Dirk Groß
Co-Trainer Christian Sossenheimer
Erfolge Deutscher Vizemeister 2010
letzte Saison 5. Platz Bundesliga, Playoff-Halbfinale
(Stand: 27. April 2017)

Der 1. VC Wiesbaden ist ein Volleyball-Verein, dessen erste Frauenmannschaft in der Bundesliga spielt. Die zweite Mannschaft spielt in der 3. Liga Süd. Der Verein wurde 1977 gegründet und hat zurzeit rund 250 Mitglieder.

Bundesliga-Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kader für die Saison 2016/17 umfasst folgende Spielerinnen.

Kader – Saison 2016/17
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Delainey Aigner-Swesey 16 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,83 m 14. Mär. 1992 AA
Karolína Bednářová 13 TschechienTschechien Tschechien 1,84 m 20. Juli 1986 AA
Tanja Großer 4 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,78 m 27. Nov. 1993 AA
Dora Grozer 9 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,82 m 21. Nov. 1995 AA
Eliza Karley Hynes 8 AustralienAustralien Australien 1,84 m 29. Jan. 1992 AA
Irina Kemmsies 10 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,81 m 14. Mai 1996 Z
Simona Kóšová 11 SlowakeiSlowakei Slowakei 1,87 m 27. Mär. 1992 MB
Alyssa Longo 5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1,68 m 04. Okt. 1991 L
Annalena Mach 2 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 1,83 m 01. Juni 1995 D
Mallory Grace McCage 3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,92 m 02. Feb. 1994 MB
Lia-Tabea Mertens 14 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,75 m 31. Mai 1994 Z
Eszter Nagy 12 UngarnUngarn Ungarn 1,87 m 01. Nov. 1991 MB

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2016
Spieler bisheriger Verein
Karolína Bednářová Teammanagerin SWD Powervolleys Düren[1]
Dora Grozer Ladies in Black Aachen[2]
Eliza Karley Hynes University Blues[3]
Irina Kemmsies USC Münster[4]
Simona Kóšová Ladies in Black Aachen[5]
Mallory Grace McCage University of Texas at Austin[6]
Lia-Tabea Mertens VfB 91 Suhl[7]
Eszter Nagy Vasas Budapest[8]
Abgänge 2016
Spieler neuer Verein
Kaisa Alanko USC Münster[9]
Iveta Halbichová unbekannt[7]
Elizabeth Hintemann unbekannt
Jennifer Pettke Allianz MTV Stuttgart[10]
Elena Steinemann Beachvolleyball[11]
Celin Stöhr Köpenicker SC[12]
Esther van Berkel Beachvolleyball[13]
Rebecca Schäperklaus unbekannt[14]

Trainer ist seit 2015 Dirk Groß. Er kam vom Schweizer Verein VC Kanti Schaffhausen nach Wiesbaden und wurde Nachfolger von Andreas Vollmer, der zum Ligakonkurrenten USC Münster wechselte.[15] Seine Assistenten sind Christian Sossenheimer und Detlev Schönberg. Für die medizinische Betreuung sind Mannschaftsarzt Alexander Mayer und Athletiktrainer Karel Kucera sowie die Physiotherapeutinnen Andrea Schmidt und Kristin Zissel zuständig. Teammanagerin ist die ehemalige deutsche Nationalspielerin Nicole Fetting.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfangsjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt nach der Gründung spielte der 1. VC Wiesbaden bis 1984 in der Bundesliga. Nach dem Abstieg folgten vierzehn Jahre in der Zweiten Bundesliga Süd, ehe der VCW 1998 in die Regionalliga Südwest absteigen musste. Dem Verein gelang der sofortige Wiederaufstieg und Wiesbaden spielte fünf weitere Jahre in der zweiten Liga, bis 2004 die Rückkehr in die Bundesliga gelang.

Seit 2004 in der Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiesbadenerinnen spielen seit der Saison 2004/05 in der Bundesliga. Nach einem achten Platz in der Hauptrunde blieb der Aufsteiger in der Playdown-Runde sieglos und wurde punkt- und satzgleich mit dem Absteiger Emlichheim Neunter. Ein Jahr später waren sie die beste Mannschaft in der Playdown-Runde und belegten damit den siebten Rang. Im DVV-Pokal unterlag der VCW sowohl 2004/05 als auch in der folgenden Saison dem Dresdner SC im Achtelfinale. In der Bundesliga-Saison 2006/07 konnte die Mannschaft den späteren Meister aus Sachsen hingegen in der Hauptrunde besiegen und belegte nach der Meisterrunde den vierten Platz. Im DVV-Pokal kam sie ebenfalls eine Runde weiter und musste sich im Viertelfinale dem späteren Sieger Schweriner SC geschlagen geben. Die Bundesliga-Spielzeit 2007/08 beendeten sie punktgleich mit Bayer Leverkusen als Fünfter. Im DVV-Pokal gelang ihnen die Revanche gegen Schwerin, bevor sie im Halbfinale NA Hamburg unterlagen.

Nachdem die Meisterrunde der Bundesliga abgeschafft worden war, belegte Wiesbaden in der Saison 2008/09 erneut den fünften Rang, während im DVV-Pokal zum wiederholten Mal das Aus im Achtelfinale gegen Dresden kam. 2009/10 gelang dem VCW der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte, als er hinter den punktgleichen Roten Raben Vilsbiburg deutscher Vizemeister wurde. Das gleiche Duell gab es zuvor auch im Pokal-Viertelfinale, das Vilsbiburg ebenfalls für sich entschied. Als Vizemeister trat Wiesbaden in der Saison 2010/11 erstmals im Europapokal an, schied aber bereits in der ersten Runde des Challenge Cups mit zwei 1:3-Niederlagen gegen das belgische Team Asterix Kieldrecht aus.[16] Im Viertelfinale des DVV-Pokals musste sich der VCW Smart Allianz Stuttgart geschlagen geben und auch in der Bundesliga konnte der Verein als Siebter nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Ebenfalls als Siebter qualifizierte sich Wiesbaden in der Saison 2011/12 für das Playoff-Viertelfinale, das gegen Vilsbiburg verloren ging. Erfolgreicher war der VCW im DVV-Pokal, wo er erst im Halbfinale dem Schweriner SC unterlag. Zu diesem Duell kam es in der folgenden Saison in beiden Wettbewerben. Im Halbfinale der Bundesliga-Playoffs, die Wiesbaden als Vierter erreicht hatte, gab es zwei 0:3-Niederlagen. Im DVV-Pokal standen sich die beiden Mannschaften beim Endspiel im Gerry-Weber-Stadion gegenüber, das Wiesbaden ebenfalls 0:3 verlor. In der Saison 2013/14 schied Wiesbaden im DVV-Pokal bereits im Achtelfinale gegen Schwerin aus. In der Bundesliga kam der Verein als Zweitplatzierter der Hauptrunde erneut bis ins Playoff-Halbfinale, wo er sich diesmal den Roten Raben Vilsbiburg nach drei Spielen geschlagen geben musste. Im Playoff-Halbfinale 2014/15 gelang dem VCW ein 3:0-Heimsieg gegen den Dresdner SC, der aber schließlich das Finale erreichte. Im DVV-Pokal verlor Wiesbaden erneut das Achtelfinale, diesmal gegen Stuttgart. Im Viertelfinale des DVV-Pokals 2015/16 unterlagen die Hessinnen dem späteren Double-Gewinner Dresden. Im Playoff-Viertelfinale mussten sie sich als Fünfter der Hauptrunde dem USC Münster nach drei Spielen geschlagen geben. Außerdem trat der Verein zum zweiten Mal im europäischen Wettbewerb an und spielte im CEV-Pokal gegen Polski Cukier Muszyna.[17] Trotz eines Heimsiegs gegen den mehrfachen polnischen Meister schied Wiesbaden in der ersten Runde aus.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014 trug der 1. VC Wiesbaden seine Heimspiele in der Halle am 2. Ring aus. Mit Beginn der Spielzeit 2014/15 bezog der Verein die neue Halle am Platz der deutschen Einheit. Dort finden insgesamt 2.100 Zuschauer Platz.[18]

Weitere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Frauenmannschaft spielt in der 3. Liga Süd. Neben fünf weiteren Frauenmannschaften gibt es 15 Jugendmannschaften sowie fünf Hobby- und Betriebssportmannschaften. Die weibliche U16 wurde im Mai 2014 in Dippoldiswalde deutscher Meister.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden verpflichtet Karolína Bednářová. Wiesbadener Kurier, 22. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  2. VC Wiesbaden angelt sich großes Talent - Dora Grozer wechselt von den Ladies in black Aachen. Wiesbadener Kurier, 6. Mai 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  3. Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden verpflichtet australische Angreiferin Eliza Karley Hynes. Wiesbadener Kurier, 14. Juli 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  4. VC Wiesbaden verpflichtet Zuspiel-Talent - Irina Kemmsies kommt vom USC Münster. Wiesbadener Kurier, 26. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  5. Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden verpflichtet Mittelblockerin Simona Kosova. Wiesbadener Tagblatt, 13. Mai 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  6. Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden verpflichtet US-Mittelblockerin Mallory Grace „Molly“ McCage. Wiesbadener Kurier, 29. Juni 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  7. a b Neuzugang: VC Wiesbaden verpflichtet Lia-Tabea Mertens. Wiesbadener Kurier, 6. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  8. VC Wiesbaden schließt mit der ungarischen Nationalspielerin Eszter Nagy die Lücke im Mittelblock. Wiesbadener Tagblatt, 30. September 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  9. Der USC holt Zuspielerin Kaisa Alanko aus Wiesbaden an den Berg Fidel. Westfälische Nachrichten, 13. Juni 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  10. MTV gibt den Titel noch nicht verloren. Stuttgarter Zeitung, 28. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  11. VCW: Elena Steinemann geht. Wiesbadener Tagblatt, 5. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  12. Celin Stöhr will beim Köpenicker SC wieder angreifen. B.Z., 4. August 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  13. Kapitänin Esther van Berkel geht bei Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden von Bord. Wiesbadener Kurier, 13. April 2016, abgerufen am 17. Oktober 2016.
  14. Vertrag aufgelöst: Rebecca Schäperklaus verlässt den VCW. VCW, 11. Oktober 2016, abgerufen am 25. Oktober 2016.
  15. Dirk Groß ist neuer Cheftrainer beim VC Wiesbaden. 1. VC Wiesbaden, 6. Juni 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  16. Challenge Cup 2010/11
  17. Hammerlos für den VC Wiesbaden im CEV-Cup: Im Oktober gegen polnisches Spitzenteam Polski Cukier Muszyna. Wiesbadener Kurier, 5. Juni 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  18. Neue Sporthalle in Wiesbaden - 2.100 Plätze für Frauenvolleyball-Bundesligisten. Wiesbadener Tagblatt, 5. Juli 2014, abgerufen am 20. Oktober 2015.