101 Dalmatiner (1996)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel 101 Dalmatiner
Originaltitel 101 Dalmatians
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie Stephen Herek
Drehbuch John Hughes,
Romanvorlage: Dodie Smith
Produktion John Hughes,
Ricardo Mestres
Musik Michael Kamen
Kamera Adrian Biddle
Schnitt Larry Bock,
Trudy Ship
Besetzung
Synchronisation

101 Dalmatiner, auch: 101 Dalmatiner – Diesmal sind die Hunde echt, ist eine US-amerikanische Familienkomödie von Stephen Herek im Verleih von Walt Disney Productions aus dem Jahr 1996. Die Handlung basiert auf Dodie Smiths gleichnamigem Roman und dem Zeichentrickfilm 101 Dalmatiner, wobei darauf geachtet wurde, die Figuren ähnlich den Zeichentrickfiguren zu besetzen.

Handlung[Bearbeiten]

Dem erfolglosen Londoner Videospiele-Erfinder Roger begegnet bei einem Unfall im Park die hübsche Anita, die wie er einen Dalmatiner besitzt. Die beiden Hunde Pongo und Perdita, wie auch ihre zweibeinigen Besitzer verlieben sich spontan ineinander und heiraten. Als sich Nachwuchs bei den Dalmatinern ankündigt, steht plötzlich Anitas exzentrische Arbeitgeberin Cruella De Vil vor der Tür und möchte einen Vertrag aushandeln, der es ihr ermöglicht, aus den Welpen, sobald sie geboren sind, Pelzmäntel herzustellen. Erschrocken von diesem Vorschlag lehnen Roger und Anita ab. Wutentbrannt verschwindet Cruella und lässt ein paar Wochen später die Welpen entführen. Sie werden von zwei trotteligen Kleinverbrechern zusammen mit Dalmatinerwelpen anderer Besitzer auf einen Bauernhof außerhalb Londons gebracht. Dort warten die Ganoven auf den Tierhäuter Mr. Skinner, der den Kleinen das Fell abziehen soll. Doch mit Hilfe der Bauernhoftiere können die Welpen rechtzeitig entfliehen.

Roger und Anita sowie die Hundeltern alarmieren die Polizei, die dem Vorhaben Cruellas schnell auf die Schliche kommt. Doch Cruella ist bereits dabei, die Welpen wieder einzufangen. Dank des Zusammenhalts aller Tiere können Cruella, Mr. Skinner und die Banditen aber von der Polizei überwältigt und verhaftet werden und die Welpen gelangen zu ihren Besitzern zurück. Weil sich für den Rest der insgesamt 99 geraubten Welpen keine Besitzer gemeldet haben, dürfen Roger und Anita alle miteinander adoptieren. Sie gründen eine Hundefarm, auf der sie neben den Dalmatinern auch ihr erstes eigenes Kind aufziehen.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung fertigte die Lingua Film GmbH, München, an.[1]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Cruella De Vil Glenn Close Kerstin Sanders-Dornseif
Roger Jeff Daniels Wolfgang Condrus
Anita Joely Richardson Carin C. Tietze
Nanny Joan Plowright Ursula Traun
Jaspar Hugh Laurie Gudo Hoegel
Frederick Hugh Fraser Fritz von Hardenberg
Horace Mark Williams Claus Brockmeyer
Herbert Zohren Weiss Tristano Casanova

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nominierung Golden Globe 1997

Glenn Close als Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical

Nominierung Golden Satellite 1997

Glenn Close als Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein Familienfilm voller Action und Turbulenz mit einer unglaublichen Vielfalt an Vierbeinern, der es aber nicht mit dem Charme des Disney-Klassikers von 1961 aufnehmen kann.“

Das große TV Spielfilm Filmlexikon [2]: 2006

„Gelingt zu Beginn noch die einfallsreiche Paraphrase, so gleitet der Film zusehends in belanglose Unterhaltung für Kinder und sich verselbständigende Situationskomik ab.“

Lexikon des internationalen Films

„Dies ist ein jämmerlicher Film. Er ist nicht nur völlig unnötig (die Zeichentrickversion hätte genügt), sondern auch ein eklatantes Beispiel für Disneys ungezügelte Kommerzialisierung.“

James Berardinelli [3]: 1996

Fortsetzung[Bearbeiten]

Der Film 102 Dalmatiner aus dem Jahr 2000 baut inhaltlich kaum auf den Vorgänger auf; lediglich die Handlung um Cruella De Vil wird fortgeführt. Kritiker haben den Film unter Anderem „nur einen billigen Aufguss“ des ersten Teils genannt. [4]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 101 Dalmatiner – Diesmal sind die Hunde echt in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 9. November 2008
  2. Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek-Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 6043.
  3. reelviews.net: Filmkritik „101 Dalmatiner“, 1996
  4. bobbykimball.de: Filmkritik „102 Dalmatiner“